Die Rhein-Mosel-Werkstatt informiert
Ich bin stolz auf mich und meinen Arbeitsvertrag!
Daniel Fücks aus Mayen schaffte den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt – Förderung durch das Budget für Arbeit
Mayen. Pünktlich frühmorgens um 5.30 Uhr beginnt für Daniel Fücks der Arbeitstag im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, St. Elisabeth Mayen. Gewissenhaft bringt er mit einer Scheuersaugmaschine, die er liebevoll „meinen roten Ferrari nennt“, die Fußböden auf Hochglanz, sorgt für die fachgerechte Müllentsorgung oder ist bei der Logistik der Mahlzeiten auf den verschiedenen Stationen unterwegs. Der 30-jährige ist einer von zurzeit 60 Mitarbeitern der GK-Service GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Gemeinschaftsklinikums am Standort Mayen. Dennoch ist sein Arbeitsverhältnis etwas Besonderes. Zwölf Jahre arbeitete der junge Mann aus Mayen in der Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen in Koblenz, gehörte im Team der Großküche zu den Leistungsträgern. In dieser Zeit sammelte Daniel Fücks viele Kenntnisse, Fertigkeiten, Selbstvertrauen und Erfolgserlebnisse, sodass er das Ziel hatte, den Sprung aus der Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.
Anfang Februar begann Daniel Fücks, der nur einen Steinwurf vom Krankenhaus entfernt wohnt, mit seinem viermonatigen Praktikum. „Ich habe mich vom ersten Tag an wohl gefühlt“, sagt der sympathische junge Mann mit einem Lächeln. Auch seine Kollegen waren sehr angetan von seiner zuvorkommenden Art und Arbeitsleistung. „Wir waren gleich begeistert von seiner Freundlichkeit, Motivation und gründlichen Arbeit“, berichtet Tanja Spies, Objektleitung der GK-Service GmbH. „Ob jung oder alt, behindert oder nicht behindert, spielt keine Rolle: Teamarbeit wird bei uns sehr groß geschrieben.“
Strahlende Gesichter bei der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages
Strahlende Gesichter gab es nun im Sitzungssaal des Gemeinschaftsklinikums: In Anwesenheit von Vertretern der Service-Gesellschaft, der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und der Rhein-Mosel-Werkstatt unterschrieb Daniel Fücks seinen Arbeitsvertrag. Neben den tadellosen Arbeitsleistungen und der engen Kooperation aller Beteiligten gelang dieser Schritt auch dank des sogenannten Budgets für Arbeit - ein Modell, das neben Rheinland-Pfalz auch einige andere Bundesländer erfolgreich praktizieren. Der Kreis Mayen-Koblenz übernimmt als Kostenträger 70 Prozent der Lohnkosten. „Die Förderung ist bewusst unbefristet, um den Menschen ein Gefühl der Sicherheit zu geben“, erklärt Isabella Daub von der Kreisverwaltung, die den Weg von Daniel Fücks dank der engen Kooperation mit der Werkstatt bereits seit einigen Jahren verfolgte.
Bei der Rhein-Mosel-Werkstatt war jeder natürlich ebenfalls sehr erfreut über die positive Entwicklung. Oberstes Ziel der Werkstatt ist es, den mehr als 800 Mitarbeitern die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Daniel Fücks ist ein gelungenes Beispiel, was Menschen mit Handicaps leisten können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
„Ich bin stolz auf mich und meinen Arbeitsvertrag“, strahlte Daniel Fücks. „Es ist ein schönes Gefühl, mein eigenes Geld zu verdienen, um für meine Frau und meine Tochter sorgen zu können.“ Seine Tochter ist übrigens nicht ganz so pünktlich wie der stolze Vater, schließlich kam sie erst am zweiten Tag seines Praktikums im Gemeinschaftsklinikum in Mayen zur Welt.
Pressemitteilung der
Rhein-Mosel-Werkstatt
Alle Kooperationspartner freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit: Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten v. li.: Eva Brand und Dominik Röhrig (Integrationsmanagement der Rhein-Mosel-Werkstatt), Isabella Daub (Kreisverwaltung Mayen Koblenz), Daniel Fücks, Karin Heil, Tanja Spies (alle GK-Service GmbH) und Volker Kochanek (Verwaltungsleiter Rhein-Mosel-Werkstatt).Fotos: privat
