Erstkommunion in Unkel
"Ihr seit das Licht der Welt"
Elf Mädchen und sieben Jungen empfingen von Pfarrer Andreas Arend erstmals die Hostie
Unkel. Kaum fassen konnte am Weißen Sonntag die ehrwürdige Unkeler Pfarrkirche Sankt Pantaleon die Besucher des Festgottesdienstes, der unter dem Thema „Jesu Licht scheint durch uns!“ stand. Nicht entgehen lassen wollten sie sich die Erstkommunion der elf Mädchen und sieben Jungen Lena und Lisa Brungs, Niklas Fabritius, Mariella Flottmann, Lena Hütwohl, Maximilian Jammel, Moe Krämer, Emma Küsters, Tabea Kroppen, Laetitia Gehrung, Klara Giesen, Lisa Handschuhmacher, Lars Hermann, Carl Sören Schober, Roman Spitzer, Julie Stein, Emily Tillmnn und Nando Witzel. Bereits zwei Stunden zuvor waren die Bruchhausener Erstkommunionskinder an den Tisch des Herrn getreten, während die Rheinbreitbacher dies erst nächsten Sonntag tun. Sogar noch eine weitere Woche auf ihre Festmesse in Sankt Severinus warten müssen die Erpeler Erstkommunionkinder.
Zusammen mit den Messdienern und den vier Katechetinnen, Andrea und Imke Croce, Christine Fabritius und Jana Kroppen, holten Pfarrer Andreas Arend und Diakon Winfried Reers die Unkeler Erstkommunionkinder im Pfarrheim ab und führte sie durch den Haupteingang in die Kirche, wo sie mit dem Lied „Wir feiern heut ein Fest“ von den Gottesdienstbesuchern empfangen wurden. Diese waren kurz zuvor von dem Glockenklang der Beierleute, Bernd Mollberg und Georg Tillmann, zu der Festmesse eingeladen worden.
Nachdem die Kommunionkinder ihre Kerzen an der Osterkerze entzündet hatten, begrüßte Andreas Arend die Festgemeinschaft. „Wie immer unser Kontakt zu Jesus Christus auch sein mag, er hat es fertiggebracht, dass wir uns heute hier in seinem Namen versammelt haben“, erinnerte er und wandte sich dann an die Kommunionkinder. „Ihr tragt die brennenden Kerze in Euren Händen, die an Eure Taufkerze erinnert. Bereits mit der Taufe seid Ihr Kinder Gottes geworden“, hob der Geistliche hervor. Damals hätten Eltern und Paten versprochen, die Täuflinge zum Glauben zu führen. „Heute wollt Ihr selber bekennen, dass Ihr als Kinder Gottes leben wollt“, so der Pfarrer, bevor die Erstkommunionkindern dies mit ihrer Tauferneuerung bestätigten und ihren Willen anschließend mit dem Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehn“, nochmals bekräftigten.
Unter dem Leitwort „Ihr seid das Salz der Erde, Ihr seid das Licht der Welt“ waren sie von Diakon Winfried Reers und den Katechetinnen auf diesen Tag vorbereitet worden. „Jeder von uns kann etwas ganz besonderes gut. Auf diese Leistung kann man stolz sein, sollte aber trotzdem bescheiden bleiben und sein Licht nicht über andere stellen“, mahnte der Diakon. Gott habe den Menschen den Glauben geschenkt, damit dieser durch die Beschenkten, also auch die Kommunionkinder, sichtbar werde. „Wer an Gott glaubt, ist wie ein Spiegel, der das Licht Gottes in alle Richtungen ausstrahlt“, hob Winfried Reers hervor. Dies beinhalte aber auch, nicht stillschweigend hinzunehmen, wenn andere ausgelacht würden und bei dunklen Machenschaft dürfe man nicht wegsehen geschweige denn mitmachen. Wie in der gemalten Pfarrkirche am Marienaltar im südlichen Seitenschiff, in der die Kommunionkinder in den Kirchenfenstern abgebildet seien, würde das Licht Jesu durch sie in die Welt strahlen und diese so heller und freundlicher machen.
Zum ersten Mal am Tisch des Herrn
„Neue Kraft dazu schenkt Euch immer die Eucharistie, an der Ihr nun gleich zum ersten Mal teilnehmt“, beendete der Diakon die Predigt, bevor die Kommunionkinder nach den Fürbitten an den Tisch des Herrn traten und erstmals von Pfarrer Andreas Arend die Hostie empfingen. „Guter Gott, wir danken dir, dass wir heute mit dir in deinem Haus feiern durften“, sang anschließend die Festgesellschaft, um danach mit dem Lied „Großer Gott, wir loben dich: Herr wir preisen deine Stärke“ zusammen mit ihren neuen Mitgliedern aus Sankt Pantaleon feierlich auszuziehen, um das Fest im Familienkreis fortzusetzen.
Junge Baumpaten
Nicht nur am Sonntagnachmittag, auch am Montagvormittag trafen sich die Kommunionkinder dann zu einer Dankandacht in Sankt Pantaleon. In dieser versicherten sie: „Guter Jesus, wir sind mit dir auf dem Weg!“ Anschließend trafen sie sich im Garten des Viergiebelhauses, das Pfarrer Eschenbrender im Zusammenhang einer Stiftung, die Vierzehn-Nothelfer-Vikarie, 1714 hatte errichten lassen. Im Garten des Fachwerkhauses pflanzten die Erstkommunionkinder wie schon ihre Vorgänger einen Baum, eine Initiative, die Brigitte Morsbach ins Leben gerufen hatte. „Nach einem Apfel- und einem Zwetschgenbaum ist dieses Jahr ein Aprikosenbaum an der Reihe“, verriet sie den jungen Baumpaten. Für jeden von ihnen hatte sie sich bei der Katholischen Frauengemeinschaft ein Klima-Schutz-Paket besorgt, in dem jeweils sechs Hefte über Themengebieten Bauen und Wohnen, Essen und Feste feiern oder Kleidung informieren. Außerdem gab es für die kleinen Baumpflanzer eine Baumpaten-Urkunde sowie je einen Verzehr-Gutschein für das Sankt Pantaleon Pfarrfest. Bevor der junge Baum eingepflanzt und kräftig angegossen wurde, spielte Brigitte Morsbach den Erstkommunionkindern aber noch das „Traumliedchen“ frei nach Christian Morgenstern vor: „Träum, Kindlein, träum, im Garten steh'n zwei Bäum'. Der eine, der trägt Rosen, der andre Aprikosen.“ DL
Wie in vielen Pfarrgemeinden wurde am Weißen Sonntag in Unkel Erstkommunion gefeiert, zu der Pfarrer Andreas Arend und Diakon Winfried Reers die Kommunionkinder vom Pfarrhaus durch das Westportal in die Pfarrkirche Sankt Pantaleon führten.
