Allgemeine Berichte | 31.07.2017

Die Gleichstellungsbeauftragte informiert

Ika Freudenberg, in Raubach geborene Frauenrechtlerin

Vortrag im Offenen Frauentreff am 13. September

Puderbach. Die Doktorandin Bianca Walther wird am 13. September im Offenen Frauentreff einen Vortrag über die Geschichte der Frauenbewegung und im Besonderen über die in Raubach geborene Frauenrechtlerin Ika Freudenberg halten. Sie ist ein fester Bestandteil der deutschen Frauenbewegung. Doch hierzulande weiß kaum jemand, dass die in Wiesbaden aufgewachsene Ika Freudenberg auf der „Raubacher Hütte“, dem damaligen Eisenwerk, danach Papierfabrik Hedwigsthal und heute Firma Metsä in Raubach, geboren wurde.

Politisch gemäßigter Flügel der Frauenbewegung

Sie kam am 24. März 1858 als fünftes Kind des Unternehmers Johann Philipp Freudenberg und seiner Frau Caroline zur Welt. Der Vater ließ sich kurz darauf zusammen mit der Familie als Privatier in Wiesbaden nieder. Die finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte der musikalisch begabten Ika ein Musikstudium in Berlin. Die sehr einfühlsame Ika Freudenberg unterrichtete zeitweise am Konservatorium ihres Bruders, widmete sich dann aber der Pflege einer kranken Jugendfreundin.

Nach dem Tod der Mutter und der Freundin ging sie nach München und begann sich dort in der Frauenbewegung zu engagieren. Sie verkehrte in den Kreisen von Anita Augspurg und Sophia Goudstikker, die zusammen das berühmte Fotoatelier „Hofatelier Elvira“ betrieben. Politisch ist Ika Freudenberg dem gemäßigten Flügel der Frauenbewegung zuzuordnen. Besonders die Bildungsfrage und die Sozialfürsorge waren ihr wichtige Anliegen.

Mitbegründerin des „Vereins für Fraueninteressen“

1894 war sie Mitbegründerin des „Vereins für Fraueninteressen“ und 1902 Vorsitzende des Hauptverbandes der bayerischen Frauenvereine. Beide Vereine engagieren sich bis heute für Frauenrechte. Durch regelmäßige Versammlungen, Vorträge und Mitteilungen sollte das Interesse und Verständnis an der Frauenfrage geweckt und gefestigt werden. Ika Freudenberg gelang der Zusammenschluss der bayerischen Frauenvereine und zugleich deren Anschluss an den Bund Deutscher Frauenvereine. Dessen Vorstand gehörte sie von 1896 bis 1906 an. Der Verein für Fraueninteressen München besteht heute noch.

In München geehrt

Die als heimatverbunden und humorvoll beschriebene Frauenrechtlerin reiste durch das Land, hielt Reden und Vorträge, veröffentlichte Schriften und Artikel. Doch 1906 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Obwohl sie immer wieder operiert wurde und unter Schmerzen litt, kämpfte sie unablässig weiter, um die politische und gesellschaftliche Position von Frauen zu verbessern. Sie starb am 9. Januar 1912 in München und wurde zwei Tage später auf ihren Wunsch hin in Wiesbaden beerdigt. 2004 ehrte die Stadt München das Werk von Ika Freudenberg und benannte eine Straße nach ihr.

Der Offene Frauentreff findet am 13. September von 9.30 bis 11.30 Uhr im Diakonie-Treff, Mittelstraße 18 in Puderbach statt. Anmeldungen bitte an Ute Starrmann, Gleichstellungsbeauftragte der VG Puderbach, Tel. (0 26 84) 57 00 oder per E-Mail an ute.starrmann@online. Pressemitteiling Gleichstellungsbeauftragte der VG Puderbach

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