Brexbachtalbahnverein saniert Bahnbrücke
Im „Gleisschritt“ weiter
Region. Jeder Einzelne hat es in der Hand, aufzubrechen, Veränderungen herbeizuführen, Chancen zu nutzen und etwas ins Rollen zu bringen. So wie die Aktiven und Mitglieder des Vereins Brexbachtalbahn e.V. Seit dem 7. Mai 2021 ist deshalb der Abschnitt der Bahnstrecke von Grenzau bis Siershahn nach über 8jährigem Stillstand wieder in Betrieb und Städte wie Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach nach vielen Jahren wieder an das Bahnnetz angeschlossen. In Zeiten von Klimanotstand, den alle aktuell an den Temperaturen, Bränden und am Wassermangel in vielen Regionen Europas live erleben, ein wichtiges Signal. Denn die Bahn spielt die entscheidende Rolle in der Verkehrswende. Sie reduziert den C02 Ausstoß um bis zu 90 Prozent, verbraucht weniger Fläche, Gleise sind nicht versiegelt und die Stahlräder verursachen keinen Abrieb und damit Feinstaub. Den Grenzwert von Feinstaub der EU überschreitet Deutschland übrigens seit Jahren, weshalb die EU im letzten Jahr Klage eingereicht hat. Ohne eine Verkehrswende können die formulierten und verpflichtenden Pariser Klimaziele niemals eingehalten werden. Deshalb braucht man jeden Meter Schiene.
Damit künftig auch wieder Personen im Unterwesterwald mit der Brexbachtalbahn fahren können und der Verein die beliebten und touristisch attraktiven Sonderfahrten zu den Töpfer-und Keramikmärkten oder den Nussknackerexpress zu Nikolaus nach Puderbach anbieten kann, musste bei Hunsdorf noch eine Brücke saniert werden. Jahrelange Untätigkeit vonseiten der DB AG, Hochwasser und eindringender Niederschlag haben das Mauerwerk im unteren Bereich ausgehöhlt. „Der Naturstein ist teilweise ausgebrochen, es gibt keine Fugen mehr“, beschreibt Vereinsvorstand Adolf Bongartz den Zustand. Zusammen mit einer Fachfirma wurde das hauptsächlich aus Westerwälder Granit bestehende Brückenbauwerk nun abgedichtet, saniert und wieder in einen sicheren Zustand versetzt. Dabei konnte das aktuelle Niedrigwasser des Masselbachs genutzt werden, um das Fundament der Brücke trocken zu legen. Mit neuen wie den noch vorhandenen alten Steinen haben die Mitglieder des Vereins dann vereint und fachmännisch die schadhaften Stellen ausgemauert. Anschließend wurde ein Füll-und Schutzmauerwerk an der Wasserkante erreichtet und abschließend alles mit einer rissüberbrückenden Dichtungsschicht mit sicherem Porenschluss versehen. Durch diese Sanierungsarbeiten hat das Brückenbauwerk jetzt wieder einen sicheren und dauerhaften Schutz vor Erosion und eindringendem Wasser. Die Sanierung trägt entscheidend dazu bei, dass diese historische Brücke, die wie alle anderen auch das einzigartige Gesicht der Brexbachtalbahn prägt, in den kommenden Jahrzehnten eines der baulichen Wahrzeichen der Strecke und der Region bleiben wird.
Pressemitteilung
Brexbachtalverein e.V.
