Allgemeine Berichte | 09.01.2023

1. Marktmusik 2023 zu DreiKönige in Bendorf

Im wahrsten Sinne ein voller Erfolg

Zusätzliche Zuhörer suchten auch noch 19 Uhr noch ein Plätzchen.  Foto: PP Baum

Bendorf. Am 6. Januar eröffnete die Marktmusik Bendorf ihre Reihe 2023 vor einer ausnehmend gut gefüllten Kirche. Zum Ersten fand sie zu einem ganz besonderen Datum statt, nämlich zu DreiKönige oder Epiphanias, dem ursprünglichen Weihnachtsfest der alten Ostkirchen. Zum zweiten zogen zwei besondere Publikumsmagneten die Menschen an. Sopranistin Edeltrud Kahn füllte mit Stimmkraft und präziser Intonation das Kirchenschiff. Einige wenige winzige Unstimmigkeiten waren einer Erkältung geschuldet. Es ist ihr besonders hoch anzurechnen, dass sie zugunsten ihres erwartungsfrohen Publikums ihre kostbare Stimme in Gefahr brachte, statt das Konzert abzusagen. Roland Dinspel eröffnete auf der Orgel mit „Wie schön leucht‘ uns der Morgenstern“ des spätromatischen Komponisten Wilhelm Rudnick. Dieser genoss zu seiner Zeit einigen Ruhm und wird gerne verglichen mit dem heute noch erheblich bekannteren Rheinberger. Nun entdeckt der emeritierte Kantor Gisbert Wüst gerne Seltenes und Ungewöhnliches und auch Roland Dinspel ist es gelungen, in der Hofkirche zu Dresden eine Messe mit Stücken zu gestalten, deren Komponisten alle noch gelebt hätten, wenn nicht der eine von ihnen noch jung gestorben wäre. Das stellt bei den hohen Ansprüchen an eine Dommusik eine Leistung dar. Sehr einfühlsam begleitete er Edeltrud Kahn bei ihren Soli. Eine Solistin unter den Zuhörern rühmte ebenfalls diese seine besondere Fähigkeit. Das weitere Programm zeichnete sich durch große Harmonie aus und stellte unter den kundigen Händen Dinspels die enorme Bandbreite der Klais-Orgel heraus. Auch auf einer Barockorgel hätte er Johann Sebastian Bach spielen können – aber nicht wirklich den französischen Spätromantiker Duruflé. In St. Medard klang er großartig. Bach verdient besondere Erwähnung, weil ihn – wiewohl er Protestant war – der emeritierte Papst Benedikt im Jahr 2015 unter die Größten der Kirchenmusik gezählt hatte. Benedikt XVI war bekanntlich begnadeter Pianist und trug mindestens einen Ehrendoktor einer Musikhochschule. Ein Zitat dieses Papstes, der ja am Vortag von Epiphanias beigesetzt wurde, bildet einen würdigen Abschluss dieses Konzertberichtes: „In keinem anderen kulturellen Umfeld gibt es jedoch Musik, deren Größe mit der im Kontext des christlichen Glaubens entstandenen zu vergleichen ist ... Die abendländische Musik ist etwas Außergewöhnliches, in anderen Kulturen gibt es nichts Gleichwertiges. Das soll uns zum Nachdenken bringen.“

Am Freitag dem 3. Februar um 19 Uhr setzt Gisbert Wüst die Reihe fort mit „Großer Gott wir loben Dich“ – der große Lobpreis – das deutsche „Te Deum.“

Zusätzliche Zuhörer suchten auch noch 19 Uhr noch ein Plätzchen. Foto: PP Baum

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