Wanderausstellung „Youniworth“ in der Berufsbildenden Schule Mayen
Informationen statt Vorurteile: „Verstehen – Begegnen – Zusammenleben“
Mayen. Oberstudiendirektorin Alexandra Birk-Märker freute sich, dass die hochwertige Wanderausstellung der Jugendmigrationsdienste „Youniworth“ in der Carl-Burger-Schule – Berufsbildende Schule Mayen (BBS) für zehn Tage gezeigt wird und von den 2.000 Schülerinnen und Schülern und Interessierten besucht werden kann. Und sie begrüßte die JMD-Mitarbeiterinnen Ruth Fischer, Elena Janzen, Carina Klee, Ania Sikkes und Anna Ziegler. Michael Devesa, Referent der ADD Koblenz, hob die Notwendigkeit dieser Ausstellung hervor, die sensibilisieren, Vorurteile hinterfragen und dabei helfen will, einander besser kennenzulernen. Die Haltung „Verstehen – Begegnen – Zusammenleben!“ gewinnt an Bedeutung, eine Haltung, von der am Ende alle profitieren. Ruth Fischer und Ania Sikkes vom Jugendmigrationsdienst (JMD) des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. dankten der Schulleiterin der BBS Mayen und den Schulsozialarbeiterinnen Nicole Carlsen und Jenny Fuhrmann, die diese Ausstellung in Mayen mit ermöglicht haben.
Warum aber verlassen so viel Menschen ihre Heimat? Dafür gibt es viele nachvollziehbare Gründe, denen die Ausstellung auf den Grund geht. Wie es sich anfühlt, aus seinem Land in kürzester Zeit fliehen zu müssen, ist im „Kofferspiel“ spürbar. Dabei gibt es nur 30 Sekunden sich zu entscheiden und wirklich nur wichtige Dinge mitzunehmen, also Zeugnisse, Personalausweis, Geld.
Eine Holztafel mit Begriffen zeigt eine Anzahl von vermeintlich deutschen Wörtern, die nicht aus Deutschland stammen. Wer macht sich schon Gedanken, dass Wörter wie „Schal“ aus dem Persischen und „kaputt“ aus dem Französischen kommen oder dass das Wort „Tisch“ griechische Wurzeln hat. Beeindruckend sind auch die mit dem hiesigen JMD produzierten vier Kurzfilme, in denen Jugendliche aus Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, der Republik Moldawien und Syrien ihre Geschichten erzählen. Über Knopfdruck kann man Bernadette, Carolina, Davoud und Mohamad Fragen stellen, die diese so lebendig beantworteten, als würden sie direkt vor einem sitzen.
In einer weiteren Installation kann man sich selbst fragen, welche Dinge es beim Umzug in ein anderes Land zu bedenken gibt und wer einem helfen könnte. Eine Fotobox gibt den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, Selfies zu machen und in Sprechblasen eigene Wünsche des Zusammenlebens hinzuzufügen.
Die Mitarbeiterinnen im JMD-Programm Respekt Coach, Anna Ziegler und Elena Janzen, zeigten sich als Mitorganisatorinnen der Ausstellung zufrieden, damit Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken und ins Gespräch zu bringen.
Die Programme Jugendmigrationsdienste und Respekt Coach werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Pressemitteilung
Caritasverband
Rhein-Mosel-Ahr e.V.
