Allgemeine Berichte | 01.07.2025

Informationen zum Wiederaufbau

Maximilian Kranich (rechts) bei seinem Rundgang mit den Gästeführern.  Foto: Armin Küpper

Ahrweiler. Maximilian Kranich, Referent der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler mbH (AuEG) empfing die Gästeführer am Ahrtor zu einer Exkursion entlang der Ahr. Die AuEG ist hier für den Bereich von der Klinik Ehrenwall bis zur Berufsschule in Bad Neuenahr zuständig, außerhalb davon liegt die Zuständigkeit beim Landkreis Ahrweiler.

Die Tour führte von der Ahrtorbrücke zum Standort Otlerbrücke bis zur Bachemer Brücke. Dabei wurden nicht nur die Brückenbauwerke, sondern auch die Ufergestaltung hinsichtlich Hochwasserschutz und späterer Gestaltung in den Blick genommen. Oberstes Ziel ist es, der Ahr möglichst viel Raum in der Fläche zu geben und die Brücken so zu gestalten, dass sie mindestens den einstaufreien Abfluss eines 100jährlichen Hochwasserereignisses erlauben. Die Brücken müssen also einen ausreichenden Durchflussquerschnitt aufweisen können.

In einem Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat beschlossen, dass die Parkanlagen als Rückhalteräume einbezogen werden und die gewässerbegleitenden Radwege teils tiefergelegt und näher am Ufer geführt werden können, um so den Durchflusskorridor im Hochwasserfall zu vergrößern.

Schon während des Baus der Prallwand an der Ehrenwall‘schen Klinik wurden beachtliche Mengen von Erdmaterial insbesondere am südlichen Vorland abgetragen, um der vorübergehenden Verengung des Flussbetts durch die Bauarbeiten zu begegnen. Das entnommene Material soll aufbereitet und künftig als Verfüllmaterial wiederverwertet werden könne.

Grundsätzlich werden im Stadtgebiet alle Brücken mit demselben Zweck wiederhergestellt, den sie vor der Flut hatten. Autobrücken mit Rad- und Fußgängerverkehr werden wieder als solche errichtet, genauso wie reine Fußgänger- und Radfahrerbrücken.

Die Obertorbrücke, Otlerbrücke, Maria-Hilf-Brücke und Casinobrücke sollen als Hubbrücken ausgeführt werden, um den Anforderungen an Statik und Durchfluss im Hochwasserfall auch ohne massive Anrampungen gerecht werden zu können. Die Gästeführer bedankten sich für die detailreichen Informationen, die sie gern an die Gäste weitergeben, deren Interesse am Wiederaufbau bis heute ungebrochen ist.

Maximilian Kranich (rechts) bei seinem Rundgang mit den Gästeführern. Foto: Armin Küpper

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