Projektgruppe „Wir sind Kirchspiel Anhausen“
Informationsveranstaltung zum Thema „Wohnen im Alter“
Rüscheid. Kürzlich fand im Dorfgemeinschaftshaus in Rüscheid eine Informationsveranstaltung zum Thema „Wohnen im Alter“ statt, die von der Projektgruppe „Wir sind Kirchspiel Anhausen“ gestaltet wurde. Rund 60 Gäste hatten sich eingefunden, die von Gertrud Enders, der Leiterin der Frauengruppe Rüscheid, begrüßt wurden. Thema der Veranstaltung war die Frage nach Wohn– und Lebensformen, wenn zunehmendes Alter, Krankheit und Verlust von Selbstständigkeit zur Veränderung gewohnter Lebensweisen zwingen. Solange man sich noch weit genug davon entfernt glaubt, wird verdrängt, solange es geht.
Das ist menschlich, das ist normal. Um aber nicht von einem plötzlichen bedrohlichen Ereignis zu einer ungewollten Reaktion gezwungen zu werden, macht es Sinn, sich beizeiten mit der Frage zu beschäftigen, wie und wo man leben will, wenn sich Hilfsbedürftigkeit einstellt. Dadurch können Festlegungen getroffen werden, die Ängste abbauen und Klarheit schaffen, bei Betroffenen, Angehörigen und sozialem Umfeld.
Die Auseinandersetzung mit einschneidenden persönlichen Veränderungen sind Krisen, denn Veränderungen fallen immer schwer. Das Vertraute macht träge. Nur wenn man seine Angst vor dem Neuen annehmen kann, hat man eine Chance auf eine positive Veränderung. Leben ist Wachsen, Leben ist Veränderung - von der Wiege bis zur Bahre.
Die Projektgruppe hatte sich zum Einstieg in das Thema einen spielerischen Zugang ausgedacht. In drei Rollenspielszenen zeigten Gertrud Göbel, Doris Gutacker, Elisabeth Fackert, Heinz-Otto Zantop, Achim Krokowski und Peter Schwarz, wie sich die Auseinandersetzung mit einschneidenden Veränderungen in einer Familie auswirken kann.
Die lebendige Darstellungsform mit Humor und Ernst erinnerte so manchen Teilnehmer an eigene Erfahrungen. Das zeigte der Austausch im Anschluss an das Rollenspiel.
Achim Krokowski fasste das Thema in einem Vortrag abrundend zusammen und informierte über verschiedene Wohn– und Versorgungsmöglichkeiten im Alter und deren Finanzierungsformen, zum Beispiel: Wohnen zu Hause bei barrierefreier räumlicher Anpassung des Wohnraums und Inanspruchnahme ambulanter Hilfen; sogenanntes „Betreutes Wohnen“ - suggeriert umfassende Betreuung, was aber nicht zutrifft. Das Angebot ist gesetzlich nicht geschützt und daher von Anbieter zu Anbieter nicht vergleichbar - genaues Vergleichen hilft; stationäres Wohnen im Seniorenzentrum; selbstorganisierte Wohngemeinschaft und Pflegewohngemeinschaften als ambulante Alternative.
Abschließend lud die Projektgruppe die Anwesenden zum Kennenlernen eines neuen Wohnangebotes mit barrierefreien Wohnungen und Pflegewohngemeinschaft in Rengsdorf am 18. März ein. Interessierte können sich unter folgenden Kontakten anmelden: anhausen@t-online.de, Tel. (0 26 39) 2 23.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren zu der Infoveranstaltung erschienen.
