Allgemeine Berichte | 20.07.2022

Infostand der Archivfreunde bei „Ein Tag für Rheinbach“

Blick auf den Informationsstand der Archivfreunde. Foto: N. Ziske

Rheinbach.Auf große Resonanz stieß der Informationsstand der Rheinbacher Archivfreunde bei der Veranstaltung „Ein Tag für Rheinbach“ zur Erinnerung an die Flutkatastrophe 2021. Gezeigt wurden rund 40 Fotografien, die die Überschwemmungen dokumentieren, die das Unwettertief Bernd am 14./15. Juli vergangenen Jahres in Rheinbach verursachte. Zudem gab es einen kleinen historischen Exkurs, der an ältere Überflutungen in Flerzheim und Oberdrees erinnerte.

Zur Dokumentation der Flutkatastrophe wurden nur Bilder ausgewählt, die den Wasserstand am 14./15. Juli festhalten. Auf das Zeigen von Fotos, die zerstörte Häuser, Opfer oder Helfende abbilden, wurde bewusst verzichtet, um so sowohl die Betrachter vor zu starken emotionalen Gefühlen zu schützen als auch um Persönlichkeitsrechte zu wahren. Dennoch: Manchen Betrachtern der Bilder standen Tränen in den Augen, als sie die Bilder sahen.

Auf den Ausstellungstafeln waren nicht nur Fotos aus der Innenstadt oder aus Flerzheim zu finden. Auch nicht so sehr als hochwassergeschädigt bekannte Orte, wie zum Beispiel Kurtenberg, wurden berücksichtigt. Eine Gewässerkarte verdeutlichte zudem anschaulich, wie viele kleine Bäche es auf Rheinbacher Stadtgebiet gibt und bei diesem Unwetter über ihre Ufer traten. Ein Foto von Markierungen auf einem Holztor in Flerzheim zeigte eindrucksvoll, dass das Wasser im Sommer 2021 deutlich über die bis dahin höchste Hochwassermarke aus dem Jahre 1888 anstieg. Darüber hinaus wurden einige Vergleichsbilder ausgestellt, die dazu dienten, die Situation am 14./15. Juli 2021 der heutigen gegenüberzustellen.

Die Archivfreunde hatten sich recht schnell nach der Katastrophe im letzten Jahr dazu entschlossen, Fotos und Augenzeugenberichte zu sammeln, um das Geschehene zu dokumentieren. „Über 500 Fotos, knapp zehn Videos sowie einige Augenzeugenberichte wurden uns bisher zur Verfügung gestellt“, berichtet Niko Ziske, der im Verein die Federführung bei diesem Projekt hatte. „Wichtig war uns Archivfreunden vor allem die gründliche Erschließung der Bilder. Die wesentlichen Angaben zu den Dokumenten, wie Ort, Zeitpunkt oder Fotograf, wurden in einer Datenbank eingegeben, so dass einem bei der Recherche nach einzelnen Bildern eine lange Suche erspart bleibt.“ Das Projekt ist aber noch nicht abgeschlossen. Vielmehr ist der Verein auch weiterhin an Bildern oder Augenzeugenberichten interessiert.

Wer die Hochwasser-Dokumentation durch weiteres Material ergänzen kann, der hat die Möglichkeit, Fotos, Videos oder Augenzeugenberichte an das Stadtarchiv Rheinbach zu schicken, entweder an die Mail-Adresse hochwasser-rheinbach@t-online.de oder per Post an die Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach, c/o Stadtarchiv Rheinbach, Postfach 1128, 53348 Rheinbach.

Eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter der Nummer 02226 917550 möglich.

Freunde des Archivs

der Stadt Rheinbach e.V.

Auch Bürgermeister Ludger Banken besuchte mit seiner Partnerin Katrin Lewit und dem WDR-Moderator Ralf Henscheidt den Ausstellungsstand.

Auch Bürgermeister Ludger Banken besuchte mit seiner Partnerin Katrin Lewit und dem WDR-Moderator Ralf Henscheidt den Ausstellungsstand.

Hochwassermarken an einem Hoftor in Flerzheim.

Hochwassermarken an einem Hoftor in Flerzheim.

Blick auf den Informationsstand der Archivfreunde. Foto: N. Ziske

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