Schustermarkt in Montabaur
Innenstadt verwandelte sich in riesigen Marktplatz
Montabaur. Am dritten Wochenende im September verwandelt sich die Innenstadt Montabaur seit mehr als 30 Jahren traditionell zu einem riesigen Marktplatz. Der Schustermarkt fiel in diesem Jahr, anlässlich des Jubiläums 725 Jahre Stadtrechte Montabaur – noch um einiges größer und umfangreicher aus als in den Jahren zuvor. Kein Wunder also, wenn ungezählte Besucher sich das Spektakel in der Kreisstadt nicht entgehen lassen wollten. War der Schustermarkt doch, zusammen mit dem Streetfood-Festival, das erstmalig angeboten und zu einer Verbindungs- und Flaniermeile zwischen Innenstadt und Factory-Outlet-Center (FOC) wurde, ein buntes, vielfältiges, kulinarisches Familienfest mit tollem Rahmenprogramm.
Der Schustermarkt, der auch als Bauern- und Handwerkermarkt, bekannt ist, bot nicht nur viel Platz für die fahrenden Händler, die über Blumen, Tücher, Messer, Schmuck, Lederwaren, Felle, Elektrogeräte und Haushaltswaren ein vielfältiges Sortiment anpriesen. Als Kontrast dazu verstanden es auch die ansässigen Einzelhändler, sich ins richtige Licht zu setzen. Mit zahlreichen Rabattaktionen, und einer überaus großen Präsenz, die sich über die Ladenlokale bis auf den davor liegenden Marktbereich erstreckte, hatten sie Erfolg: Die Besucher nahmen sich die Zeit zum Bummeln, Schauen, Probieren – und Kaufen.
Der Platz an der Pfarrkirche St. Peter in Ketten ist traditionell den Bauern und Handwerkern vorbehalten und auch in diesem Jahr präsentierten sie sich gewohnt kraftvoll und bereichernd.
Bei den Gastronomen sorgte das angenehme Spätsommerwetter für klingelnde Kassen: Es gab kaum ein freies Plätzchen zu ergattern, der Platz in der Sonne war geradezu ideal zum Verweilen. Überhaupt war das kulinarische Angebot kaum zu übertreffen: Die zahlreichen Stände auf dem Konrad-Adenauer-Platz lockten mit Rind-, Schweine-, Lamm- und Pferdefleisch- und vielerorts Wildspezialitäten, dass angrenzende Streetfood-Festival hielt weitere Köstlichkeiten aus vieler Herren Länder bereit.
Die kürzlich eröffnete Kunsthalle in der Paehlerstraße hatte mit der Ausstellung „Montabaur in der Kunst – gestern und heute“ ebenso seine Pforten geöffnet wie die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) auf Schloss Montabaur, die mit einem „Tag der offenen Tür“ auf einen leistungsstarken Universitätsstandort verwies.
Die historischen Feuerwehrfahrzeuge und eine Oldtimerschau, Spiel- und Kreativstationen und ein Kinderkarussell waren weitere Anziehungspunkte für Groß und Klein und die veranstaltende Werbegemeinschaft „Montabaur aktuell“ hatte ihr Ziel erreicht: Der Schustermarkt mit seinem neuen Marktkonzept stieß angesichts der Besucherzahlen auf breite, zustimmende Resonanz.
Die historischen Feuerwehrfahrzeuge waren ein Hingucker.
Praktische Gebrauchsgegenstände waren ebenso gefragt wie Blumen und Schmuck.
Dieser Straßenmusiker machte vor allem mit guter Stimmung und einem exotisch-schillerndem Kostüm auf sich aufmerksam.
