Hospiz im Ahrtal gGmbH erhielt Unterstützung
Inner Wheel Club spendet für stationäre Einrichtung im Ahrtal
Jedes Hospiz muss laut Gesetzgeber einen gewissen Eigenanteil selbst aufbringen
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ihre letzte Amtshandlung als Präsidentin des Inner Wheel Clubs Bonn-Bad Godesberg hat Angelika Feldt ins stationäre Hospiz im Ahrtal geführt. Bevor ihre einjährige Präsidentschaft turnusgemäß endete, überreichte sie gemeinsam mit Club-Freundin Maria Gimmler eine Spende von 1000 Euro für das Hospiz an Hildegard Schneider, stellvertretende Vorsitzende des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr, sowie an Hospiz- und Pflegedienstleiterin Yasmin Brost und den Geschäftsführer der Hospiz im Ahrtal gGmbH, Christoph Drolshagen. Die Summe stammt aus einem Flohmarkt des seit 29 Jahren bestehenden Clubs aus 36 sozial engagierten Rotarier-Frauen. Sie rekrutieren sich aus den Einzugsgebieten Bonn, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Euskirchen und pflegen in ihrer Service-Organisation den Gedanken von Völkerverständigung, Freundschaft und Dienst am Nächsten. Den Besuch im stationären Hospiz nutzten die beiden Club-Frauen aus Bad Neuenahr auch, um sich über die Einrichtung oberhalb des Krankenhauses Maria Hilf zu informieren und um über ihren Zugang zur Hospizbewegung zu berichten. Ihre erste Berührung mit dem Thema „Hospiz“ hatte Angelika Feldt durch einen Film. Wie Hospizarbeit in der Realität aussieht, hat die Präsidentin erstmals im vergangenen Jahr erfahren, als sie gemeinsam mit Gimmler eine Club-Freundin im Hospiz im Ahrtal besuchte. „Ein bisschen Druck in der Magengrube“ habe sie vor dem Besuch schon verspürt und sei beim Betreten umso mehr angetan gewesen von der angenehmen Atmosphäre. „Innerlich reicher geworden und beseelt“ habe sie das Haus schließlich wieder verlassen.
Hell und freundlich, unaufgeregt und entspannt
Wie hell und freundlich es darin sei und wie unaufgeregt und entspannt es dort zugehe, haben ihr besonders gefallen. „Die, die hier sind, haben das Hektische hinter sich gelassen und sind ruhig und zufrieden“, stellte Angelika Feldt gemeinsam mit Maria Gimmler rückblickend fest. Auch deshalb war es den beiden Bad Neuenahrerinnen ein Anliegen, die Club-Spende dem Hospiz zu überbringen. Dass im Hospiz alle Facetten des Lebens zum Tragen kommen, Freude genauso wie Schmerz, stellte Christoph Drolshagen heraus. Zusammen mit Hildegard Schneider erklärte er die Zusammenarbeit des Hospizes und des Hospiz-Vereins mit dem Bad Neuenahrer Krankenhaus sowie mit Senioreneinrichtungen im Kreis. Drolshagen bedankte sich für die Unterstützung des Clubs, zumal das Haus auf derartige Spenden angewiesen sei, weil der Gesetzgeber vorschreibe, dass ein Hospiz einen gewissen Eigenanteil selbst aufbringe aus Spendenmitteln. Gleichzeitig betonte Hildegard Schneider, dass der Aufenthalt im Hospiz für die sterbenden und schwerstkranken Gäste immer kostenlos sei. Schneider führte zudem aus, dass dort auch die Angehörigen betreut werden: „Der Betroffene weiß, wo die Reise hingeht. Die Zugehörigen sind oft belastet, wollen den anderen schonen.“ Spenden für das Hospiz wie die des Inner Wheel Clubs dienen unter anderem der Verbesserung der Ausstattung des Hauses und dem Wohlbefinden der Hospiz-Gäste. Dazu gehören beispielsweise auch der Einsatz von Seelsorgerinnen und Kunsttherapie.
