Allgemeine Berichte | 04.06.2018

Startschuss für das Projekt „Sport und Integration“ des Jugendbüros Bendorf

Integration kann über Sport im Verein gut gelingen

Ministerium bewilligt Mittel für Beiträge und Übungsleiter

Miguel Vicente, Landesbeauftragter für Integration und Bürgermeister Michael Kessler (Mitte) stellen zusammen mit Vertretern der Schulen, des LSB sowie der Stadtverwaltung das Projekt „Sport und Integration“ vor. GM

Bendorf. Nach wie vor ist Integration ein aktuelles Thema, das bis heute nichts an Bedeutung verloren hat. Eine besonders geeignete Plattform hierfür bieten die Sportvereine, durch die eigenen Regeln des Sports wird ein Miteinander jenseits von Sprachbarrieren und unabhängig von Herkunft, Aussehen oder Religion ermöglicht. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund, der Sport kann viele Menschen erreichen, vor allem Kinder und Jugendliche.

Angestoßen von Ferhat Cato, dem Migrationsbeauftragten der Stadt Bendorf in Verbindung mit dem Jugendbüro und in Kooperation mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz hat die Stadt das Projekt „Sport und Integration“ entwickelt, in das auch die Bendorfer Schulen und Vereine eingebunden werden. Dieses Netzwerk soll dann Kindern und Jugendlichen egal welcher Herkunft die Mitgliedschaft in einem Sportverein ermöglichen, damit sie vermehrt in den Bendorfer Vereinen Sport treiben.

Der Landesbeauftragte für Integration Miguel Vicente bei der Vorstellung des Projekts in der Bendorfer Karl-Fries-Schule: „Als Herr Cato sich mit der Idee für dieses Projekt an mich wandte, fanden wir es von Seiten des Landes gut, dass die Stadt Bendorf eine solche Idee umsetzen will und sind auch bereit, das finanziell zu unterstützen. Es kann natürlich nur gelingen, wenn man alle im Blick hat.“ Das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz hat der Stadt Bendorf für 2018 einen Betrag von 7.500 Euro bewilligt, von dem Geld sollen die im ersten Jahr anfallenden Beiträge für in die Sportvereine neu aufzunehmenden Mitglieder bezahlt werden, ist aber auch für die Ausbildung von verstärkt benötigten Übungsleitern in den Vereinen gedacht.

Milan Kocian, Projektleiter des langjährigen Programms „Integration durch Sport“ beim Landessportbund (LSB) Mainz hob hervor, dass der LSB sich ebenfalls an der Maßnahme finanziell beteiligen werde.

Der Bendorfer Bürgermeister Michael Kessler brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sich Milan Kocian sehr stark und persönlich für die Bendorfer Maßnahme engagiert. Kessler weiter: „Sport ist ein hervorragendes Mittel zur Integration, weil wir dort nicht so viel Sprache brauchen. Gerade deswegen ist er gut für das, was wir Integration nennen, nämlich das Lernen miteinander zu leben.“ Der Sport eigne sich besonders dafür, fremde Kulturen kennenzulernen, zu verstehen und anzunehmen. Den Fremden müsse aber auch klargemacht werden, dass es bei uns nach bestimmten Spielregeln geht, die nicht diskutiert werden können.

„Kinder jeglicher Herkunft, die in einem Verein Mitglied sind verhalten sich sozialer, integrieren sich besser in die Gesellschaft und vereinsamen nicht,“ betonte Ferhat Cato.

Es werden Ideen gesucht, wie man Kinder und Jugendliche zum Sport ima Verein begeistern kann. Wer sich beteiligen will, kann gerne Fabian Hillingshäuser kontaktieren, den Koordinator für das Bendorfer Projekt „Sport und Integration“, am besten per E-Mail unter: fabian.hillingshaeuser@gmx.de.

Die vielfach über Nachwuchsmangel klagenden Bendorfer Vereine sind ebenfalls aufgerufen, sich über den Koordinator Fabian Hillingshäuser in die geplanten Maßnahmen der Schulen im Zuge des Projekts „Sport und Integration“ einzubringen.

Eine erste Aktion unter dem Motto „Rein in den Verein“ hat die Grundschule Stromberg mit dem 1. Stromberger Vereinstag am 25. August initiiert. An diesem Tag werden sich in der Schule ab 11 Uhr viele Vereine präsentieren und ihre Angebote vorstellen, um dadurch vielleicht den einen oder anderen für das Vereinsleben zu gewinnen. Es gibt Mitmach-Aktionen, eine Hüpfburg und Kinderschminken. Mit von der Partie sind unter anderem ebenfalls der Musikverein und der Gesangsverein. Ganz viel Spaß ist angesagt, dabei sollte das leibliche Wohl gleichfalls nicht zu kurz kommen. Eingeladen sind alle Kinder und Jugendliche mit ihren Familien.

Ähnliche Veranstaltungen sind bei den weiteren Bendorfer Schulen in Planung und sollen in Kürze angeboten werden. Begleitend hierzu ist in naher Zukunft ein runder Tisch unter Beteiligung der Vereine angedacht.

Miguel Vicente, Landesbeauftragter für Integration und Bürgermeister Michael Kessler (Mitte) stellen zusammen mit Vertretern der Schulen, des LSB sowie der Stadtverwaltung das Projekt „Sport und Integration“ vor. Foto: GM

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