Allgemeine Berichte | 11.05.2017

Projekt ZIP

Integrationschance für Flüchtlinge in der Pflege

Die Projekt-Koordinatorinnen Bärbel König (4. v.l.) und Asma Pahlke (5.v.l.) mit dem Geschäftsführer der ZA-GmbH und Teilnehmern des Projektes „Zukunft durch Integration in der Pflege“. Privat

Mayen. Die Gesellschaft wird bunter. Das Arbeitsleben ebenfalls. Diese Entwicklung macht auch vor dem Gesundheits- und Pflegewesen nicht halt. Vorbei sind die Zeiten, als Pflegekräfte nahezu ausschließlich Patienten aus dem deutschen Sprach- und Kulturkreis betreuten. Die Älteren aus der Generation der Gastarbeiter kommen ins Pflegealter, Zuwanderer aus den russlanddeutschen Gebieten ebenfalls, Flüchtlinge jeden Alters strömen ins Land. Neben sprachlichen Barrieren gilt es kulturelle Unterschiede zu überbrücken, geschlechtsspezifische Pflege muss weiter und neu überdacht werden. Für das deutsche Gesundheits- und Pflegewesen bedeutet dies eine Öffnung hin zu einer zunehmend interkulturell geprägten Grund- und Behandlungspflege. Das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz stellt sich mit seinem Flüchtlings-Projekt „Zukunft in der Pflege“ („ZIP“)“ dieser Herausforderung. Einen Nachmittag lang erläutert Zeki Akcan, Geschäftsführer eines deutsch-türkischen Pflegedienstes, den Teilnehmern des Flüchtlingsprojektes „ZIP“, welche Chancen sich dadurch für neu ankommende Flüchtlinge ergeben. Zeki Akcan, selber in den Siebzigern aus der Türkei nach Deutschland eingewandert, informiert die Teilnehmer umfassend über Inhalte und Chancen seiner Arbeit. Heutzutage stammen in Deutschland sowohl Pflegepersonen als auch Pflegebedürftige oft aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Hierbei können unterschiedliche Sprachen sowie das Aufeinandertreffen fremder Kulturen schnell zu Missverständnissen führen, die den Erfolg der Pflege ernsthaft gefährden. Das gelte es zu verhindern. Menschen mit Migrationshintergrund brauchen eine auf sie zugeschnittene Pflege unter Berücksichtigung der jeweiligen Kultur, der Sprache, der Religion und der Biographie des zu pflegenden Menschen, führt Akcan weiter aus. Dafür sei es hilfreich, wenn das Pflegepersonal mit den Traditionen und den religiösen Praktiken vertraut sei. Dieser spezielle Berufszweig der Pflege ist somit für Flüchtlinge eine gute Chance für die Integration und den beruflichen Erfolg. Besonders Flüchtlinge bringen eine kulturelle Vielfalt und ein großes kulturelles Verständnis mit. Zudem sei es vorteilhaft, wenn zu Pflegende von Pflegepersonen mit ähnlichen kulturellen Erfahrungen gepflegt werden, schloss Akcan seinen Vortrag.

Jobcenter-Projekt „ZIP“

Das Jobcenter-Projekt „ZIP“ ist eine modulare Orientierung im Gesundheitswesen für anerkannte Flüchtlinge. Im wöchentlichen Wechsel finden Sprachkurse und Praktika statt. Neben der Berufskunde für Flüchtlinge erhalten Arbeitgeber die Möglichkeit, potenzielle Nachwuchskräfte kennenzulernen und zu rekrutieren. „ZIP“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen / Pressekontakt: Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz, Marktplatz 24, Mayen, Tel. (0 26 51) 7 05 55 02, E-Mail: jobcenter@kvmyk.de. Weitere Infos: www.jobcenter-myk.de.

Die Projekt-Koordinatorinnen Bärbel König (4. v.l.) und Asma Pahlke (5.v.l.) mit dem Geschäftsführer der ZA-GmbH und Teilnehmern des Projektes „Zukunft durch Integration in der Pflege“. Foto: Privat Foto: Picasa

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Heimat aktiv erleben
Grillsaison Filiale Dernbach
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
171

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Die Ehlinger Straße in Heimersheim.  Foto: ROB
181

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 plant die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mobile Geschwindigkeitskontrollen. Die Messungen sollen im Stadtteil Heimersheim in der Ehlinger Straße sowie im Stadtteil Ramersbach in der Mayener Straße stattfinden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
3190

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1147

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen