Offizielle Grundsteinlegung in Mülheim-Kärlich
Integrative Tagesstätte nimmt Gestalt an
60 Kinder mit und ohne Behinderung sollen hier betreut werden - Inbetriebnahme noch in diesen Jahr geplant
Mülheim-Kärlich. Die mit Namen versehenen bunten Luftballons im Eingangsbereich des Rohbaus weisen darauf hin, wer seine künftigen Bewohner sein werden. Vor wenigen Tagen wurde der Grundstein für die neue integrative Kindertagesstätte im Gewerbepark Mülheim-Kärlich gelegt.
Die künftigen „Bewohner“ gestalteten die Zeremonie mit
Sorgfältig verstauten Verbandsbürgermeister Georg Hollmann, Burkhard Nauroth (1. Kreisbeigeordneter) und Thomas Przybylla (1. VG-Beigeordneter) gemeinsam mit den Kindern alles in ein kupfernes Rohr, was bei einer traditionellen Grundsteinlegung dort hinein gehört: die aktuellen Tageszeitungen, die Baupläne und ein paar Münzen. Da es sich in diesem Fall um eine Grundsteinlegung für eine Kindertagesstätte handelte, kamen natürlich noch bunte Bilder mit vielen Fingerabdrücken dazu. Die Kindertagesstätte, die hier entsteht, ist ein Neubau, der insgesamt 60 Kindern Platz bieten soll. Deshalb waren auch zahlreiche Kinder mit bunten Luftballons in Begleitung ihrer Eltern und ihrer Erzieherinnen gekommen und sangen gemeinsam ein Lied auf ihr künftiges „Zuhause“.
Integrative Einrichtung in der Mitte der Gemeinde
Wenn es nach Bürgermeister Georg Hollmann geht, sollen die Kinder noch in diesem Jahr in ihr neues Domizil in der Gebrüder-Pauken-Straße im Gewerbegebiet Mülheim-Kärlich einziehen. Der Neubau des zentralen integrativen Kindergartens liegt in der geografischen Mitte der Verbandsgemeinde und soll insgesamt 60 Kindern mit und ohne Behinderung Platz bieten. Vorgesehen sind 17 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 43 Plätze für Kinder ab drei Jahren. „Um dem Rechtsanspruch auf Betreuung von Kindern unter drei Jahren und die wohnortnahe Betreuung von Kindern mit Beeinträchtigungen gerecht zu werden, ist der Neubau der viergruppigen Kindertagesstätte notwendig gewesen“, so Bürgermeister Hollmann in seiner Begrüßungsansprache zum Festakt. Die vorhandenen Kapazitäten aller 13 Einrichtungen im Bereich der Verbandsgemeinde reichten nicht mehr aus, um den Bedarf dauerhaft zu decken.
Der eingeschossige Bau mit Flachdach auf dem rund 4.300 Quadratmeter großen Gelände wurde in modernster Bauweise ausgeführt, unter anderem mit einem wärmegedämmten Mauerwerk, einer elektrischen Luftwärmepumpe sowie einer Photovoltaikanlage. Die ganze Anlage gruppiert sich um ein Atrium in der Mitte des Hauses, von dem aus alle Räume zugänglich sind. Alle Räumlichkeiten in der integrativen Kita sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet.
Der Kita-Neubau wird alles in allem rund 3,47 Millionen Euro kosten. Die Gesamtmaßnahme wird durch den Landkreis und das Land Rheinland-Pfalz finanziell gefördert.
Jedes Kind ließ einen Luftballon mit Wünschen für das neue Domizil gen Himmel steigen.
Thomas Przybylla erläuterte anhand eines Plans die künftigen Räumlichkeiten.
Bürgermeister Georg Hollmann wies auf die Bedeutung des Neubaus hin, insbesondere im Hinblick auf die wohnortnahe Betreuung von Kindern mit Beeinträchtigungen.
Gemeinsam mit den Kindern legten Georg Hollmann, Burkhard Nauroth und Thomas Przybylla den Grundstein für die neue integrative Kindertagesstätte.
