Allgemeine Berichte | 08.02.2019

Landfrauenkreisverband Ahrweiler

Interessante Einblicke in die Arbeit eines Müllermeisters

Mosen Mühle in Brohl-Lützing war Ziel einer Besichtigung

Die Landfrauen aus Burgbrohl-Lützingen besichtigten die Mosen Mühle. Foto: privat

Brohl-Lützing. Mit einem traditionellen müllerischen „Glück zu“ begrüßte Müllermeister Rainer Mosen von der Mosen Mühle in Brohl-Lützing die örtliche Landfrauengruppe, zu der die Ortsvertreterin Rosemarie Seul auch die Kreisvorsitzende Ingrid Strohe eingeladen hatte. Der Fachmann im weißen Kittel ging in seinen Erklärungen bis ins 14. Jahrhundert zurück, in dem die Mühle damals als Mahl- und Ölmühle für Getreide, Bucheckern und Leinsamen zur Ölherstellung im Einsatz war. Heute wird sie als eine der wenigen in ganz Deutschland für die Roggen-, Weizen- und Dinkelmehl Herstellung in privater Hand genutzt.

Das Dinkelmehl habe vor ungefähr 30 Jahren eine Wiederbelebung erfahren und werde vielfach bei Allergikern verwendet, so Mosen. Das biozertifizierte Rohmaterial bezieht der Müllermeister aus Süddeutschland. Beim Rundgang erklärte der Fachmann die 16 Mahldurchgänge, die vom Einfüllen des Korns, über die verschiedenen Schrotvorgänge bis hin zum Sieben des fertigen Produktes auf dem Speicher erforderlich sind. Die weiblichen Besucherinnen ließen sich über die Mischvorgänge und die jeweiligen Mineralstoffgehalte aufklären, die beim Einkauf durch die Bezeichnung der Mehltypen, wie zum Beispiel 450 oder 1050 erkennbar sind. Damit die Qualitäten stimmen, ist auch für Rainer Mosen die Einbindung eines Labors erforderlich. Zur Besichtigung gehörte das Herzstück der Mühle, das Wasserrad aus dem Jahr 1912. Mit sieben Meter Durchmesser erbringt es eine Leistung von 40 PS, so kann man am Aushang zum unter Denkmalschutz stehenden Rad nachlesen. Auch die Zukunft des Betriebes wurde mit den Frauen diskutiert. „Durch das Verschwinden der Bäckereien in unserer Region wird der Radius für die Auslieferung des fertigen Mehl immer größer“, so Mosen.

Auch Landfrau Rita Mosen hat ihre feste Aufgabe im Betrieb, der sich seit 1913 im Familienbesitz befindet. Ganztags werden die privaten Kunden hier individuell bedient. Die gewünschte Sorte Mehl wird frisch abgepackt und auch in kleinen Mengen verkauft – ein Service, den die Kunden zu schätzen wissen.

Die Landfrauen aus Burgbrohl-Lützingen besichtigten die Mosen Mühle. Foto: privat

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