Neuausrichtung der Vinzenz Pallotti University
Interkulturalität als Forschungsfokus
Vallendar. Kürzlich versammelten sich Wissenschaftler und Fachleute an der Vinzenz Pallotti University in Vallendar, um über ein Thema von zunehmender Bedeutung zu diskutieren: die Interkulturalität. Das Symposium wurde in Kooperation mit dem Ethik Institut und der Deutschen Ordensobernkonferenz organisiert. Es markierte den Beginn einer Neuausrichtung der Hochschule, die nun einen besonderen Fokus auf die Verknüpfung von Forschung, Lehre und Gemeinschaftsleben durch die Linse der Interkulturalität legt.
Die Herausforderung der Interkulturalität, ein immer präsentes Thema in der Weltkirche, wurde aus verschiedenen Perspektiven erörtert. Speziell die Beziehung und Verständigung zwischen verschiedenen Ortskirchen und deren kulturellen Einflüssen auf den Glauben standen im Mittelpunkt. Das Symposium legte den Grundstein für ein besseres Verständnis der Inkulturationsprozesse und der Notwendigkeit, kulturelle Barrieren zu überwinden.
Am ersten Veranstaltungstag hielt Prof. Dr. mult. Mariano Delgado Casado einen prägnanten Vortrag zum Thema „Zur Spannung zwischen Weltkirche und Ortskirchen“. Dieser Vortrag diente als Ausgangspunkt für eine anschließende Diskussionsrunde, in der das Thema weiter vertieft wurde. Der zweite Tag des Symposiums war ebenso informativ und umfasste zahlreiche Vorträge und Workshops zu einer Vielzahl von Themen. Der Präsident der Vinzenz Pallotti University, P. Helmut Scharler SAC, unterstrich in seinem abschließenden Vortrag die Bedeutung der Perspektivenvielfalt: „Der Perspektivenwechsel ist im Kontext der Interkulturalität besonders wichtig. Es ermöglicht die Erkennung und Überprüfung eigener Prämissen und Vorurteile.“ Scharler zog ein positives Fazit der Veranstaltung und betonte die Relevanz des Symposiums für die Weiterentwicklung der Hochschule: „Die Profilierung im Bereich der Interkulturalität wird durch das Symposium verstärkt und soll weiterhin intensiviert werden.“ Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv, und die Vorfreude auf eine geplante Folgeveranstaltung war deutlich spürbar. BA
