Gemeinderat, Kirche und Seniorenbeirat tun viel für die älteren Menschen im Ort
Isenburger Senioren freuten sich über einen schönen Grillnachmittag
93-Jährige ist aktuell die älteste Teilnehmerin
Isenburg. Auf Einladung der Ortsgemeinde feierten die Senioren des Ortes Isenburg am Samstag einen schönen Grillnachmittag am Dorfgemeinschaftshaus. Weil das Wetter es gut mit ihnen meinte, konnte wer wollte im freien sitzen, was ein Teil der Senioren dankbar in Anspruch nahm. Für den Fall, dass es geregnet hätte, war im Haus selbst Platz geschaffen worden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Feier. So verteilten sich die 60 Gäste auf beide Bereiche. Die draußen Sitzenden hatten dabei noch das Vergnügen, dass sie den Mitgliedern des Gemeinderates beim Grillen der leckeren Steaks und Würstchen zuschauen konnten. Die beiden im Seniorenbeirat aktiven Damen Hülsewies und Kabelitz wirkten tatkräftig mit beim Grillnachmittag. Annegret Kabelitz, die auch Mitglied im Gemeinderat ist, hatte angeregt, diese Veranstaltung wieder zu reaktivieren, nachdem sie einige Male nicht durchgeführt worden war. Somit fand der Grillnachmittag zum ersten Mal nach vier Jahren wieder statt. Mit der Resonanz war Ortsbürgermeister Detlef Mohr sehr zufrieden. Deshalb soll das Fest im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholt werden. Die Salate wurden gespendet, für das Fleisch hatte der Gemeinderat gesammelt. Die Voraussetzung dafür, eine Einladung zu diesem angenehmen Event zu erhalten, ist ein Mindestalter von 65 Jahren. Begleitpersonen dürfen selbstverständlich mitgebracht werden. Außer dem Grillen wird den Senioren in Isenburg noch einiges angeboten. Zum Beispiel der sogenannte „Büchernachmittag“.
„Büchernachmittag“
Der findet im Pfarrheim statt. Dazu gehören Kaffee und Kuchen und nette Unterhaltungen. Den Büchernachmittag gibt es zweimal im Jahr, einmal im März und einmal im November. Alle Einnahmen dieser Veranstaltung gehen an einen gemeinnützigen Zweck, sagt Annegret Kabelitz. Einwohner aus dem Dorf bringen gebrauchte Bücher, die für einen geringen Preis weiterverkauft werden. Sie hat beobachtet: „Manchmal kommen auch Interessenten von außerhalb, die sehr spezielle Bücher suchen und bei uns auch finden.“ Zusätzlich werden die Senioren einmal im Monat zum Kaffee im Pfarrheim eingeladen. Dabei werden spezielle Themen behandelt und dazu auch die passenden Gäste beziehungsweise Referenten eingeladen. Solche Themen waren zum Beispiel schon die Pflege, worüber ein Pflegedienst informierte, oder die Vorstellung des Seniorenbeirats oder die Polizei, die über den Enkeltrick informierte. Einmal im Jahr treffen sich die Senioren von Isenburg zu einem Ausflug und sie haben auch die Gelegenheit, an einer weihnachtlichen Adventsfeier teilzunehmen. Das alles veranstaltet das dreiköpfige Seniorenteam in Isenburg, Marion Hoffmann, Marianne Hülsewies und Annegret Kabelitz. „Wir haben manchmal mehr Senioren bei diesen Veranstaltungen, als in Groß- oder Kleinmaischeid teilnehmen. Meistens sind es Frauen, mittlerweile nehmen auch immer mehr Männer daran teil.“ Der Ortsbürgermeister fasst es treffend zusammen: „Isenburg tut was für die Senioren“, freut sich Detlef Mohr. Die jährliche Fahrt der Senioren wird komplett aus Eigenmitteln finanziert. Die letzte Reise führte die Isenburger Senioren nach Koblenz. Das Weindorf wurde besucht, mit der Bimmelbahn oder der Seilbahn wurde gefahren, einige gingen am Rhein spazieren und zum Schluss gingen alle in einem Restaurant in Neuwied-Gladbach essen. Aktuell ist Leni Weimer mit 93 Jahren die älteste Teilnehmerin der Isenburger Aktivitäten. Selbstverständlich war sie auch beim Seniorengrillen dabei. Und es schmeckte ihr „ausgezeichnet“, versicherte sie auf Nachfrage.
