Theaterverein Dohr präsentiert die Komödie „Nonnenpoker“
Italo-Mafioso bekommt die Bratpfanne zu spüren
Tolles Spiel und gelungene Situationskomik sorgten für Begeisterung beim Publikum
Dohr. Schwester Eva-Marias Kochkünste treffen im altehrwürdigen Nonnenkloster bei ihren Mitschwestern nicht gerade auf Gegenliebe, entpuppen sich doch die von ihr am Herd gezauberten Ergebnisse immer wieder als widerliche Matschpampe. Dies ist zum einen den fehlenden Kenntnissen von Eva-Maria am Kochtopf, als auch dem schmalen Geldbeutel der Klosters geschuldet. So hat die Nonnenunterkunft nebst angegliedertem Gotteshaus schon seit geraumer Zeit keine Einkünfte mehr und auch die vor Jahren noch recht ansehnliche Anzahl von Gläubigen haben der Klosterkirche und ihren Nonnen, mangels Angebotsattraktivität, längst den Rücken gekehrt. Unisono herrscht im Kloster wie im Gotteshaus bezüglich Besuchern oft gähnende Leere. Den Nonnen, mit Oberin Lucretia und der klosterältesten Schwester Agathe ist dies ein Dorn im Auge, aber man weiß sich aktuell nicht zu helfen. Während sich die Oberin meist zu Bittgebeten in ihre Kammer zurückzieht, widmen sich die drei Jungschwestern Elisabeth, Luzie und Eva-Maria dem Pokerspiel, bei dem sie als Einsatz Oblaten verwenden. Altschwester Agathe schaut ihnen dabei meist kopfschüttelnd zu. Doch plötzlich nimmt das triste Klosterleben Fahrt auf, als zwei windige Herren in Mafiosi-Outfit bei den Nonnen aufschlagen und sich als Abgesandte des Vatikans und Kontrolleure des neu eingeführten Kloster-TÜV, Antonio und Salvatore ausgeben. Gleichzeitig bitten sie für die Dauer ihrer Kontrolle um eine kurzfristige Unterbringung im Kloster. Dass es sich bei den beiden tatsächlich um echte italienische Mobster auf der Flucht vor ihrem Paten handelt, können die braven Nonnen anfangs nicht ahnen. Und so entsprechen sie dem Wunsch der beiden Neuankömmlinge. Letztere führen bei ihrem Auftritt einen Aktenkoffer mit vielen Tausend Euro mit, die eigentlich dem Mafia-Boss gehören und an denen sich Salvatore bereits kräftig bedient hat. Die beiden Italo-Gangster wollen unsere Nonnen um ihre Klosterkasse erleichtern, welche sie sich als prall gefüllt vorstellen und auf diesem Wege auch noch das Kirchengold einsacken. Mit den so hinzugewonnenen Euros will man sodann den Geldkoffer des Paten wieder auffüllen. Bevor die Nonnen den zwei Schlawinern aber auf die Schliche kommen, müssen erst mehrere Flaschen Messwein aus dem Klosterkeller herhalten, die nach Entleerung durch Schwester Luzie mit den beiden Mafiosi dann „nackte“ Tatsachen offenbaren. In diesem alkoholisierten Zustand, nehmen ihnen die Nonnen beim Pokerspiel dann auch noch den gesamten Geldkoffer ab, was die Herren in schiere Verzweiflung stürzt. Ein Versuch, den Koffer mit Gewalt wiederzuerlangen, scheitert zunächst an Salvatores Muskelschwäche und in der Folge an der gusseisernen Bratpfanne von Schwester Eva-Maria. Die befördert den angreifenden Mafioso mit einem sehenswerten Volltreffer ins Reich der Träume. In selbiges begibt sich sein zartbesaiteter Kumpane Antonio dann in Form einer freiwilligen Ohnmacht. Irgendwie hat der Mafia-Boss das Versteck seiner beiden Abtrünnigen entdeckt und steht plötzlich im Kloster auf der Matte. Es handelt sich hier aber nicht um einen Mann, sondern um eine rigorose Mafia-Patin, die jetzt vehement ihr Geld zurückfordert. Von diesem Zeitpunkt an überschlagen sich die Ereignisse und gipfeln in einem finalen Pokerspiel, bei dem es um Alles oder Nichts geht. Die Darsteller: In der aufgeführten Komödie „Nonnenpoker“, nach einem Script von Jennifer Hülser und unter der Regie von Stephan Hilken, begeistern die Bühnenaktiven durch glaubwürdiges Auftreten und exzellentes Spiel. Dabei bedienen sie sich sowohl der hochdeutschen Sprache, wissen aber auch trefflich heimisches Platt und italienisch-deutschen Slang einzusetzen. Zusätzlich überzeugen sie durch beeindruckende Mimik und bestechendes Ausdrucksvermögen. Ein Fest für jeden Theaterbesucher und sein Zwerchfell, denn dieses wird von den Protagonisten über die Dauer der gesamten Aufführung kräftig in Mitleidenschaft gezogen. Allen voran von Schwester Eva-Maria, alias Steffi Erdmann, die als bratpfannenschwingende Schleierträgerin mit frechem Mundwerk ein Highlight ist. In die gleichen Fußstapfen tritt auch Helene Maas als Altschwester Agathe, die mit Altklugheit und zum Teil deftigen Zitaten erfreut. Julia Bardem gibt die trefflich hippe Schwester Luzie mit roter Unterwäsche und bunter Glitzerkette um den Hals, während Jeannine Sartoris als in sich gekehrte Betschwester mit Duftsäckchen brilliert. Die muffelige Oberin Lucretia mit Grips setzt Gabi Stein hervorragend in Szene, während Mirko Röhr die Rolle des harten Mafioso mit weichem Kern förmlich auf den Leib geschrieben ist. Im Part von Kumpel Antonio glänzt Johannes Fickert als italienische Heulsuse der Nation und Ines Grundmann begeistert als unerbittliche Mafia-Patin im Stil eines Al Capone. TE
Beim Pokerspiel, kann man nicht nur Geld, Haus und Hof, sondern auch Klamotten verlieren.
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