Allgemeine Berichte | 07.12.2016

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Jan Riske holt erstmals Oenologen-Nachwuchspreis an die Ahr

Trockener Ausbau, wenig Restzuckergehalt und lange Fassreife

: v.l.n.r.:Dr. Gergely Szolnoki (Co-Referent); Preisträger Jan Riske; Edmund Diesler, Präsident des Bund Deutscher Oenologen, Simone Renth-Queins (Moderatorin). wite

Dernau/Ahrtal/Stuttgart. Für die Weinbaubetriebe des Anbaugebiets Ahr gibt es regelmäßig die verschiedensten Ehrungen und Auszeichnungen.

Vor allem für den klassischen Spätburgunder, jedoch auch für andere Rebsorten, etwa Rivaner. Und diese Preise gehen in den letzten Jahren zunehmend auch an Jungwinzer. Jetzt erhielt Jan Riske vom Dernauer Traditionsweingut Erwin Riske in Stuttgart - anlässlich der Messe Intervitis - den Deutschen Oenologen-Nachwuchspreis 2016. Damit geht diese Auszeichnung erstmals überhaupt an die Ahr. Diese wird vom Bund Deutscher Oenologen vergeben. Der Abschluss „Oenologe“ ist in etwa vergleichbar mit dem früheren Weinbau-Ingenieur. Jan Riske wurde für seine hervorragende Bachelorthesis im Studiengang Weinbau/Oenologie mit dem Titel „unfiltrierte Weine aus oenologischer Sicht am Beispiel des Spätburgunders - Analyse der Akzeptanz unfiltrierter Weine“ ausgezeichnet.

Der Preis wird mit einer gravierten Karaffe, einer Urkunde und einem Preisgeld honoriert. Die Ehrungen werden von den Referenten der Hochschule Geisenheim eingereicht. Jan Riskes Facharbeit zum Bachelor-Abschluss umfasste 120 Seiten.

Die Prüfung selbst hatte er mit der Note 1,3 absolviert. Die vom Bund Deutscher Oenologen einberufene Fachjury verlieh Riske die Auszeichnung für seine überragenden Leistungen im Studium sowie in der Bachelorarbeit über „unfiltrierte Weine.“ Der studierte Winzer verglich in seiner Abschlussarbeit filtrierte mit unfiltrierten Spätburgundern analytisch und sensorisch sowie im Bereich der Vermarktung.

„Die Juroren sind der Meinung, dass Riske mit der umfangreichen Ausarbeitung ein wissenschaftliches Fundament für oenologische Entscheidungsprozesse zeigt und Vermarktungschancen von hochpreisigen Weinen aufweist,“ hieß es in der Laudatio. Die Ergebnisse seiner Arbeit im Bereich der Weinbereitung bringe die Forschung voran, und trage somit zur stetigen Weiterentwicklung der deutschen Weinwirtschaft bei. Eingereicht hatte Jan Riske jeweils vier filtrierte und unfiltrierte Rotweine.

15 Monate im Fass

Alle acht Weine hatten 15 Monate Zeit, im kleinen 228-Liter Barrique-Fass zu reifen. Bemerkenswert ist, dass gleich zwei der Weine besondere Auszeichnungen einholen konnten. So wurde zum einen der „2013er Spätburgunder Bad Neuenahrer Sonnenberg“ Siegerwein bei der Landesprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Hierbei wurden rund 18.000 von 1.350 Weinbaubetrieben aus dem ganzen Land für die Prämierung eingereicht. Und auch ein zweiter ungefilterter Wein von Jan Riske fand eine große Bestätigung durch das Fachpublikum: Eine Fachjury des Wein-Onlineshops „Wir Winzer“ kürte - unter vielen renommierten - deutschen Weinen den „Spätburgunder Dernauer Hardtberg“ von Jan Riske als besten Wein in ihrem Spätburgunder-Sortiment. Beide Auszeichnungen haben eine gemeinsame Grundlage und Voraussetzung: Trockener Ausbau, mit wenig Restzuckergehalt, eine lange Fassreife von 15 bis 16 Monaten sowie „Klasse statt Masse.“ Zur sensorischen Prüfung im Rahmen der Abschussarbeit hatte Jan Riske 15 Ahrwinzer - allesamt Spätburgunder-Spezialisten - eingeladen um die Burgunderweine „filtriert“ sowie „unfiltriert“ miteinander zu vergleichen. „Hierbei hat sich die gute Gemeinschaft der Ahrwinzer bewiesen,“ lobt er die Unterstützung durch seine Berufskollegen. Außerdem hat er 700 Endverbraucher zum Thema „unfiltrierter Weine“ befragt. Ergebnis: Das Etikett „unfiltriert“ erweckt demnach großes Interesse und stellt einen Kaufanreiz dar

Auszeichnungen

Das Weingut Erwin Riske konnte in den letzten Jahren zahlreiche Wein-Auszeichnungen entgegennehmen. Die Geschichte des Weingutes reicht in das letzte Jahrhundert. Geführt wird der Betrieb von Volker und Mechthilde Riske, seit dem Abschluss des Studiums auch von Sohn Jan. Dies ist dann schon die fünfte Weinbaugeneration. Naturverbunden und mit innovativem Kellergeist werden die Weine auf rund sieben Hektar Rebfläche - in vorwiegend steilen Lagen - ausgebaut. Fast 75 Prozent der Fläche ist mit Früh- und Spätburgunder bepflanzt. Heute gehören die Weine des Weinguts Erwin Riske zu den Spitzengewächsen der Ahrweinregion. Die Straußwirtschaft mit dem Ausschank „Im Turmgarten“ wird als eine der drei besten in Rheinland-Pfalz empfohlen.

Jan Riske (re.) mit zwei Fachkunden aus dem belgischen Sint Niklaas und Brüssel.

Jan Riske (re.) mit zwei Fachkunden aus dem belgischen Sint Niklaas und Brüssel. Foto: media

: v.l.n.r.:Dr. Gergely Szolnoki (Co-Referent); Preisträger Jan Riske; Edmund Diesler, Präsident des Bund Deutscher Oenologen, Simone Renth-Queins (Moderatorin). Fotos: wite Foto: media

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