Der DGB Rhein-Lahn informiert:
Jede sechste Rentnerin ist armutsgefährdet
Es herrschen immer noch große geschlechterspezifische Unterschiede
Region. Die Zahlen im Rentenreport sind erschreckend!“, findet Monique Menzel, Vorsitzende des DGB Rhein-Lahn. Sie reagiert auf den neuen Rentenreport des DGB, der für den Rhein-Lahn-Kreis folgende Zahlen enthält: Männer erhalten hier im Durchschnitt 1.094,44 Euro Rente monatlich, Frauen nur 670,76 Euro.
Der DGB Rheinland-Pfalz / Saarland hat im August seinen Rentenreport 2020 präsentiert.
Der Report zeigt, dass jede bzw. jeder sechste Rentner/in armutsgefährdet ist und vor allem die geschlechtsspezifischen Unterschiede sehr groß sind. Insgesamt liegen in Rheinland-Pfalz 72 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer unter der Armutsgefährdungsschwelle, die im Jahr 2018 bei 1.061 Euro lag. Eine Rente von mehr als 1.200 Euro erreicht mehr als die Hälfte der Männer, aber nur 13,1 Prozent der Frauen.
„Die Einführung einer Grundrente ist richtig. Sie unterstützt vor allem Frauen, die entweder in ihren frauenspezifischen Jobs immer wenig verdient haben als auch Frauen, die entweder Erziehungs- oder Pflegezeiten in ihrer Biographie haben. Das Leben im Alter muss oberhalb der Armutsgrenze möglich sein.“ fordert Menzel.
Die Gewerkschafterin ist in der Gewerkschaft ver.di organisiert und war lange Personalrätin. Im DGB ist sie seit einigen Jahren als Vorsitzende im Kreisverband Rhein-Lahn aktiv. „Langfristig kann Altersarmut nur verhindert werden durch höhere Löhne und Tarifverträge sind das Mittel, um diese zu garantieren. Eine stärkere Tarifbindung ist der eine Weg, den wir in der Hand haben als Arbeitnehmerinnen und -nehmer. Und zweitens haben wir die Möglichkeit - und wie ich meine - auch die Pflicht, eine höhere Rente zu fordern als in den letzten Jahren politisch gesetzlich verankert wurde.“, zeigt Menzel auf.
Pressemitteilung des
DGB Rhein-Lahn
