„Neue Pfade“ in Rheinbach feiern ihr zehnjähriges Bestehen
Jeden Tag eine gute Tat
Tag der offenen Tür zum Jubiläum - Zertifizierungsverfahren mit Erfolg abgeschlossen
Rheinbach. „Die Neuen Pfade“, die sich vor zehn Jahren noch „Neue Pfade für Jugendliche“ nannten, wurden 2003 gegründet als Gemeinschaftsprojekt der Pfadfinder vom Stamm Antoine de St. Exupéry und dem Georgsring e.V. unter dem Vorsitzenden Werner Gerhards. Viele Pfadfinder, darunter einige schon im Ruhestand, wollten auch weiterhin gute Taten für Stadt und Umgebung erbringen, lautet doch eines der Pfadfinderversprechen: „Jeden Tag eine gute Tat.“ Dem Engagement und dem unermüdlichen Eifer der haupt- und ehrenamtlichen ist es zu verdanken, dass in den zehn Jahren etwa 1.300 arbeitslose Jugendliche und Erwachsene entweder eine feste Arbeitsstelle gefunden haben oder zumindest sich gut betreut fühlen im sozialen und pädagogischen Bereich. „Im letzten Jahr führten die ‚Neuen Pfade‘ 39 Projekte durch“, berichtete Gerhards. Dazu zählen die Instandsetzung von Ruhebänken, Arbeiten an der Waldkapelle, Sichtbarmachung der Kirche auf dem alten Friedhof und vieles mehr. Die Organisation „Neue Pfade“ erhielt 2012 eine Zertifizierung, die sie auszeichnet für Qualitätssicherungssysteme im Bereich der Betreuung von Arbeitslosen.
Natürlich braucht ein solches „Unternehmen“ Gönner, Helfer und Sponsoren. Werner Gerhards und sein Team freuten sich sehr, dass zum Tag der offenen Tür zahlreiche Gäste gekommen waren, darunter auch viele Personen aus handwerklichen Betrieben, die eng mit den „Neuen Pfaden“ zusammenarbeiten. „Auch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dem Sozialamt könnte nicht besser sein“, meinte Werner Gerhards in seiner Begrüßungsrede. Und trotzdem gibt es immer wieder bange Momente, ob die Finanzierung durch das Ministerium bestehen bleibt. Aber wie sagte der Vorsitzende „auf gut Rheinisch“: „Bisher hätt et noch immer jod jejange.“
Zum zehnjährigen Bestehen kamen auch die Vertreter von Rat und Verwaltung und überbrachten die besten Wünsche, darunter Bürgermeister Stefan Raetz, Norbert Röttgen (MdB), SPD-Bundestagskandidatin Bettina Bähr-Losse, Vertreter des Kreistags und viele mehr. Bevor nun die „Bacchiden Runde Rheinbach“ ihre Würstchen und Steaks an den Mann und die Frau bringen konnte, meldete sich Stefan Raetz noch einmal zu Wort. Er ermunterte die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, ihre wertvolle Arbeit fortzusetzen: „Ihr habt gute Arbeit geleistet und schon so manches Gute bewirkt. Die Jugendlichen und Erwachsenen, die durch Eure Hände gehen, werden Euch eines Tages sehr dankbar sein.“
In der Schreinerei der „Neuen Pfade“ entdeckt so mancher Arbeitslose seine Liebe zu diesem Beruf.
