Kita St. Medard sorgt für „Bienenfutter“ im Frühjahr
Jetzt „Bienen-freundlich“ gärtnern
Bendorf. Botanische Krokusse, Wildtulpen, Anemonen, Lerchensporn, Winterlinge, Schneeglöckchen, Blausterne, Schachbrettblumen, Zierlauch heißen sie, die bienenfreundlichen Frühjahrsblüher, die Honigbienen bereits im Februar an sonnigen Tagen auf ihren Reinigungsflügen anlocken. Nach der langen Winterpause ist der erste Nektar und Pollen besonders wichtig für die tapferen Insekten. Die Hummelköniginnen kommen schon bei zwei Grad aus ihren Schlupfwinkeln, um Nahrung zu suchen. Das engagierte Bienenteam der Kath. Kita St. Medard Bendorf macht sich - trotzdem die Natur langsam in den Winterschlaf geht - klug, was für das Bienen-Frühjahr vorbereitet werden muss. In einer Kinderkonferenz beratschlagen sie ihre Vorgehensweisen. „Wir müssen schnell pflanzen“, lautet der bestürzte Einwand von Samuel, „damit die Bienen gleich etwas zu Essen haben, wenn sie losfliegen“. Sarah: „Ich frage gleich meine Mama, wenn ich abgeholt werde, ob wir zu Hause Blumenzwiebeln haben.“ Ben kann gar nicht abwarten bis er dran kommt: „Ich bringe Heidepflanzen aus unserem Garten mit, dann können wir sehen, wie die Bienen trinken, wenn sie wieder fliegen.“ „ Meine Oma hat Schneeglöckchen in ihrem kleinen Wäldchen, die schenkt uns bestimmt welche, weil sie Bienen liebt“, erzählt Veronika voller Begeisterung. Die aktiven Bienenfreunde bereiten schon am nächsten Tag die Terrassen-Beete und große Pflanztöpfe vor, lockern den Boden, jäten, graben kleine Löcher für die Zwiebeln und Heidekräuter. Ina gießt abschließend die Pflanzflächen mit den Worten: „So, nun wachst ihr Blumen und steckt Eure Köpfe heraus, wenn die Bienen wiederkommen. Jede Blüte ist wichtig“. Für alle Bienenfreunde mit Garten und Balkonen sei gesagt, wenn alte Blütenstände und Pflanzenstängel über den Winter hinweg stehen bleiben, nutzen viele Insekten die trockenen Stängel als Überwinterungsmöglichkeit. Wildbienen legen ihre Eier beispielsweise in solche hohlen Stängel. Die Larven überwintern dort und schlüpfen im kommenden Jahr. Die Bienenfreunde von St. Medard wissen aus einer Broschüre des Naturschutzbund Deutschland, dass jeder etwas tun kann für den Schutz der Wildbienen und -insekten, egal ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Das Prinzip ist ganz einfach: viele Blüten – viele Bienen, denn Bienen sind auf Pollen und Nektar angewiesen. Je blütenreicher Gärten und Balkone sind, desto höher ist die Chance, dass sich die bedrohten Tiere wieder ansiedeln. Zahlreiche Informationen zum Thema insektenfreundlicher Garten bietet die 50seitige NABU-Broschüre „Gartenlust“, zu erfragen in der NABU-Landesgeschäftsstelle in Schwerin, E-Mail: lgs@nabu-mv.de.
Damit die Bienen genug Futter haben, muss natürlich auch gegossen werden.