Allgemeine Berichte | 06.05.2021

Stadt Lahnstein

Jetzt ist es amtlich: Lahnstein hat den ersten Kur- und Heilwald in Rheinland-Pfalz

Ein etwa 240 Hektar großer Teil des Stadtwaldes übernimmt damit eine Pilotfunktion

Staatssekretär Dr. Ulrich Kleemann übergibt symbolisch das amtliche Kur- und Heilwald-Schild an Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte. (Fotos: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten). Foto: Stadtverwaltung Lahnstein

Lahnstein. Seit geraumer Zeit hat die Stadt Lahnstein, einer der größten Waldbesitzer im Land, das Ziel verfolgt, einen Kur- und Heilwald auszuweisen. Jetzt ist es endlich soweit.

Nachdem das Land durch eine Änderung des Landeswaldgesetzes im vergangenen Jahr die Grundlagen für die Anerkennung von Waldflächen als Kur- und Heilwald geschaffen hat, konnte das entsprechende Antragsverfahren nunmehr erfolgreich abgeschlossen werden. Der Lahnsteiner Oberbürgermeister Peter Labonte reiste diese Woche eigens nach Mainz, wo Staatssekretär Dr. Ulrich Kleemann ihm die entsprechende Rechtsverordnung überreichte. Ein etwa 240 Hektar großer Teil des Stadtwaldes übernimmt damit eine Pilotfunktion und ist als erster Kur- und Heilwald in Rheinland-Pfalz anerkannt. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es bisher nur einen Heilwald, auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern.

„Der Wald spielt als Erholungs- und Rückzugsraum eine wichtige Rolle, das ist vor allem seit der Corona-Pandemie noch deutlicher geworden. Er ist unverzichtbar für das Wohlbefinden der Menschen. Ich freue mich deshalb sehr, dass ich heute der Stadt Lahnstein für den ersten Kur- und Heilwald in Rheinland-Pfalz unser amtliches Schild überreichen darf“, sagte Staatssekretär Dr. Ulrich Kleemann. „Ich gratuliere der Stadt Lahnstein ganz besonders zu ihrer bereits 2016 entstandenen, weitsichtigen Idee und ihrem erfolgreichen Antrag. In einem engagierten Prozess haben die Beteiligten mit Beharrlichkeit und Ehrgeiz mit Unterstützung von Landesforsten ein wegweisendes Projekt auf die Beine gestellt.“

Für Peter Labonte ist damit der vielleicht wichtigste Meilenstein des Projektes erreicht. Er betont die gute Zusammenarbeit der Mitstreiter. „Ohne den unermüdlichen Einsatz des ehemaligen und auch des amtierenden Forstamtsleiters, ohne unseren medizinischen Leiter und ohne die zahlreichen Unterstützer von außerhalb wäre dies nicht möglich gewesen. Dies macht mich stolz und glücklich. Allerdings bedauere ich es außerordentlich, dass aufgrund der Corona-Pandemie keine Delegation die Übergabe der Rechtsverordnung durch die Ministerin miterleben konnte.“

Labonte weiter: „Mein besonderer Dank gilt Staatsminister Lewentz, der das Vorhaben als Schirmherr des Lahnsteiner Kur- und Heilwald von Anfang an begleitet und mit angeschoben hat.“

Mit dem Kur- und Heilwald verspricht sich die Stadt auch eine neue Entwicklungsperspektive für den Stadtteil Lahnstein auf der Höhe, insbesondere im Bereich des Gesundheitstourismus.

Pressemitteilung Stadt Lahnstein

Staatssekretär Dr. Ulrich Kleemann übergibt symbolisch das amtliche Kur- und Heilwald-Schild an Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte. (Fotos: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten). Foto: Stadtverwaltung Lahnstein

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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