Allgemeine Berichte | 15.04.2019

Vortrag im Rahmen des „Rhein-Lahn-Wirtschaftsforums“

Josef Zolk referierte über Raiffeisens Ideen

Stellten die Ideen Friedrich Wilhelm Raiffeisens dar: Referent Josef Zolk, Landrat Frank Puchtler und WFG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Matern (von links). Foto: Uwe Rindsfüßer

Rhein-Lahn-Kreis. „Mensch Raiffeisen. Starke Idee“, so lautete der Titel eines spannenden Vortrags, zu dem die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft im Rahmen der Reihe „Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum“ ins Kreishaus in Bad Ems eingeladen hatte. In seinem Grußwort betonte Landrat Frank Puchtler: „Gerade im Rhein-Lahn-Kreis zeigen viele Projekte und Aktivitäten die Lebendigkeit der Ideen Raiffeisens.“ Referent Josef Zolk, Leiter des Raiffeisenhauses Flammersfeld und ehemaliger Verbandsbürgermeister, gab anschließend einen fesselnden Einblick in das Leben des Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Ein Leben, geprägt von einem beharrlichen Wirken für und überzeugenden Glauben an die von ihm gestiftete Idee der Genossenschaft, so Zolk.

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“. Das ist zentrale Botschaft und Kern der Genossenschaftsidee, die auf Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung baut und auf das Wohl aller, nicht die Gewinnmaximierung einzelner, zielt. Zolk: „Die Genossenschaften sind da zum Nutzen der Mitglieder, nicht der Aktionäre“. 1848 begründet Raiffeisen den „Flammersfelder Hilfs-verein zur Unterstützung unbemittelter Landwirte“ und setzt damit seinen Genossenschaftsgedanken erstmals in die Praxis um. 1866 veröffentlicht er sein Buch „Die Darlehenskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Noth der ländlichen Bevölkerung“. In rascher Folge gründet er solche Vereine von Dorf zu Dorf. Raiffeisen habe, so Referent Zolk, motiviert durch tiefe Religiosität und Nächstenliebe, stets den Menschen im Blick gehabt und auf Bildung, Zusammenarbeit und Solidarität gesetzt. Seine Genossenschaft habe Erfolg, „weil die Mitglieder einander kennen“ und Redlichkeit durch Spielregeln gewährleistet würde.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen, als siebentes von neun Kindern 1818 geboren, hat vom Westerwälder Land aus die Welt verändert. Noch heute, 201 Jahre später, ist die gesellschaftsprägende Kraft seines Genossenschaftsgedankens ungebrochen. „Fast jeden Tag wird auf der Welt eine Genossenschaft gegründet“, so Josef Zolk. „Unendlich viele Ideen“ würden so verwirklicht.

. Pressemitteilung

Rhein-Lahn-Kreis

Stellten die Ideen Friedrich Wilhelm Raiffeisens dar: Referent Josef Zolk, Landrat Frank Puchtler und WFG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Matern (von links). Foto: Uwe Rindsfüßer Foto: Rindsfüßer, Uwe

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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