Allgemeine Berichte | 17.02.2018

Schwerdonnerstag bei den Bassenheimer Möhnen

Jubel, Trubel, Heiterkeit

Ausgelassene Weiberfastnacht mit begeisterndem Bühnenprogramm gefeiert

Aus den Reihen der „Scheene Kenne“, die acht „Power- Frauen“. privat

Bassenheim. Wie es schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil an der Weiberfastnacht bei den Möhnen ist, traf sich eine toll kostümierte, große Truppe früh morgens an der Karmelenberg-Halle, um die öffentlichen Institutionen in Bassenheim karnevalistisch einzustimmen. Pünktlich waren die „Scheene Kenne“ am Rathaus angekommen. Hier wurden sie schon von der bis an die Zähne bewaffneten Bürgerwehr erwartet. Aber auch eine Konfettikanone und heftiges Säbelgerassel konnten die Möhnen nicht von ihrem Vorhaben abhalten. Nach kurzem Handgemenge hatte der Möhnenvorstand den Bürgermeister Arno Schmitz gefesselt und verteidigungsunfähig gemacht. Nach kurzem Hin und Her hatte die Obermöhne Elsbeth den Rathausschlüssel ergattert und so die Regierung bis Aschermittwoch an sich gerissen. Der Waffenstillstand wurde anschließend im Rathaus kräftig gefeiert.

Später starteten die Scheene Kenne dann ihren bekannten „Bunten Abend“ mit einem großartigen Programm. Nach dem Einmarsch mit der Bürgerwehr und den Tanzmäusen begrüßte Obermöhne Elsbeth die anwesenden Gäste und übergab dann das Mikrofon an Petra Kaltenborn, die ab dann schwungvoll durch das Programm führte. Als Erstes tummelten sich die Tanzmäuse auf der großen Bühne. Ein Augenschmaus, wie die kleinen Beinchen der Engelchen und Teufelchen über die Bühne wirbelten. Die ganzjährige Arbeit von Trainerin Jessica Stahl und den Managerinnen Ulli Stahl und Mona Kalsch hatte sich gelohnt.

Antonia Fetz, Solomariechen der „Bur Jecke“, zeigte mal wieder, was sie schon so alles drauf hat. Im Anschluss zeigte die große Garde der „Bur Jecke“, was sie das ganze Jahr über einstudiert hatte. Das Publikum bekam eine glanzvolle Leistung der Mädchen zu sehen. Die Tanzgruppe „Sternschnuppen“, ein Ableger der Tanzenden Sterne brachte den Zuschauern ganz typgerecht das Oktoberfest nahe. Seit über zehn Jahren ist die Showtanzgruppe „Horchheim“ ein fester Bestandteil des Programms. Am Donnerstag brachten sie mit Grease und 99 Luftballons die 80er Jahre zurück, bei der auch riskante Wurf- und Hebefiguren nicht fehlten.

Die allen bekannte Tanzgruppe „Tanzende Sterne“ aus Emmelshausen hat keine Nachwuchssorgen. Mit ihrem „Sternenschimmer“ haben sie einen großen Treffer gelandet. Diesmal präsentierten sie die Neue Welt „Amerika“ mit Cowboys und Indianern. Wie immer eine Glanzleistung. Acht junge Möhnen aus den eigenen Reihen hatten den Mut gefunden und sich entschlossen einen flotten Tanz auf die Bretter zu legen. Zu fetziger Musik zeigten die „Power-Frauen“ den Narren einen gelungenen Rock and Roll, der von Tanja Lohner einstudiert wurde. Nun musste mal was fürs Ohr kommen. Petra Kaltenborn kündigte nun ein allen bekanntes Bassemer Gesangsduo an. Es waren Freddy Wersig und Rudi Poppe, die die Narren mit ihren Liedern so richtig in Stimmung brachten. Großzügig verteilten die Sänger nach ihrem Auftritt noch Autogrammkarten, die ihnen förmlich aus den Händen gerissen wurden. Natürlich darf bei so einer Veranstaltung auch ein gekröntes Haupt nicht fehlen. So konnte Ingrid Ringel den Mülheimer Prinzen mit Gefolge auf der Bühne begrüßen. Sehr stolz sind die Möhnen auf Jana Schwebig, die sich aus der Gruppe der Tanzmäuse herauskristallisiert hat und zusätzlich als Solomariechen ihr Debüt gab. Eine glanzvolle Leistung, was die Kleine nach dieser kurzen Übungszeit da gezeigt hat. Da hat Jessica Stahl, die auch bei Rheinzauber mittanzt und die Tanzmäuse trainiert, ganze Arbeit geleistet. Voller Spannung wurden nun die „Superfastnachter 2017 des SWR Fernsehens“ erwartet. Die Showtanzgruppe „Rheinzauber.“ Sie präsentierten in fliegendem Kostümwechsel einen geheimnisvollen Märchenwald. Plötzlich tummelten sich unzählige Rehe, das Rotkäppchen und ein Jäger auf der Bühne, die sich dann wieder in eine andere Märchengestalt verwandelten und zuletzt als Fledermäuse agierten. Akrobatische Würfe und spektakuläre Pyramiden sind ihr Markenzeichen. Ein grandioser Auftritt.

Feiern bis tief in die Nacht

Mit dem Gesangsduo „Die Stimmungsmacher“ gab es noch mal etwas für die Ohren und zum Mitschunkeln. Langjährige, gern gesehene Gäste sind auch die „Tanzenden Sterne“ aus Emmelshausen, die mit ihrem Motto „Peter Pan“ die Märchenwelt weiter ergänzten. .An Weiberfastnacht darf natürlich auch ein Männerballett nicht fehlen. Die gestandenen Männer präsentierten sich sehr gekonnt als „Robin Hood, Rächer der Geächteten“. Mit Wild, Wild, West in tollen Kostümen und gewagten Hebefiguren bildete die Showtanztruppe der „Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft“ den Abschluss des offiziellen Programms. Nun konnte die Liveband „Mosel Duo“ so richtig in die Tasten greifen und alle Narren durften noch lange nach Lust und Laune das Tanzbein schwingen.

Jana Schwebig bei ihrem Debüt als Solotanzmariechen.

Jana Schwebig bei ihrem Debüt als Solotanzmariechen.

Das Bassemer Gesangsduo Freddy Wersig und Rudi Poppe, bei ihrem mitreißenden Auftritt.

Das Bassemer Gesangsduo Freddy Wersig und Rudi Poppe, bei ihrem mitreißenden Auftritt.

Aus den Reihen der „Scheene Kenne“, die acht „Power- Frauen“. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Heimat aktiv erleben
Innovatives rund um Andernach
Auszubildende:r im Bereich Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Peter und Paul Kirmes
Heizöl/Diesel/Holzpallets
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
252

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
253

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
153

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel