Große Rheinbacher Karnevalsgesellschaft Narrenzunft 1895 Prinzengarde
Jubiläum mit stimmungsvollem Weihnachtskonzert gefeiert
Startrompeter Bruce Kapusta gastierte mit seinem Programm „Kölsch Klassik - Advent und Weihnachten“ in der Pallotti-Kirche
Rheinbach. Es war die besondere Mischung, die den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ: Startrompeter Bruce Kapusta gastierte auf Einladung der Großen Rheinbacher Karnevalsgesellschaft (GroRheiKa) mit seiner Show „Kölsch Klassisch - Advent und Weihnacht“ in der bis zum letzten Platz gefüllten Pallottikirche in Rheinbach. Die Karnevalisten feierten damit den Abschluss ihres Jubiläumsjahres anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Narrenzunft und des 50-jährigen Bestehens der Prinzengarde mit Unterstützung des Gewerbevereins. Das Publikum ließ sich gerne von besinnlichen Trompetenklängen und stimmgewaltigem Gesang verzaubern, aber auch von kölschen „Verzällcher“ und lustigen Anekdoten erheitern. Präsidentin Astrid Faßbender und Ehrenschultheiß Reiner Faßbender waren sich schon vorab sicher, dass man einen schönen Abend erleben werde. Zumal die Kirche im Licht von unzähligen Kerzen und bunten Scheinwerfern erstrahlte, die passend zu den jeweiligen Liedern eine andächtige Stimmung zauberten.
„Et jeiht op Hellichovend aan“
Und schon intonierte Kapusta, an diesem Abend ein wenig gesundheitlich gehandicapt, mit „In dulci jubilo“ ein bekanntes, getragenes Kirchenlied mit Wurzeln im 14. Jahrhundert. Weitaus flotter ging es weiter mit „Jingle Bells“ und „Rudolph, the red-nosed Reindeer“, und natürlich durfte auch der „Oh, Tannenbaum“ nicht fehlen. „Et jeiht op Hellichovend aan“ verkündete er auf seiner Trompete und erinnerte an „Weihnachten mit Oma und Opa“. Natürlich träumte auch er davon, dass leise der Schnee rieselt, bevor er dem Publikum eine „Stille heilige Nacht“ wünschte. Begleitet wurde er von Violinistin Chizuko Takahashi.
Geschichten, die so fast jeder schon erlebt hat
Zwischendurch sorgte die fast 83-jährige Annemie Lorenz mit ihren Weihnachtsgeschichten rund ums Fest in kölscher Mundart für schmunzelte Gesichter und so manchen herzhaften Lacher, denn nicht wenige Gäste konnten sich mit den Geschichten wiederfinden, denn etwas Ähnliches hat sicherlich schon jede Familie einmal erlebt.
Beim Titel „White Christmas“ trat mit Tenor Mario Taghadossi ein stimmgewaltiger Mitspieler in Erscheinung. Augenzwinkernd legte er den Herren der Schöpfung nahe, das folgende „Dein ist mein ganzes Herz“ der jeweiligen Angebeteten zu widmen. Eine ebenfalls herausragende Ergänzung des Programms war der Auftritt der bekannten Kölner Autorin und Kabarettistin Elfi Steickmann, die das Publikum mit kölschen Anekdoten sowohl zum Lachen wie auch zum Nachdenken brachte.
Am Ende des gut zweistündigen Abends berichtete Annemie Lorenz noch von den allzu nachvollziehbaren Fluchtgedanken einer Mutter zum Weihnachtsfest, und Kapusta brachte mit seinem „Dä Clown für üch“ passend zum GroRheiKa-Jubiläum die Sitzreihen zum Schunkeln.
