Jubiläumsfeier 25-Jahre Ahrtalbahnfreunde: Lob und große Unterstützung
VR Bank RheinAhrEifel und Kreissparkasse Ahrweiler übergaben Spenden
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtalbahnfreunde konnten jetzt ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Bei Empfängen in der VR Bank RheinAhrEifel und der Kreissparkasse Ahrweiler wurden das Engagement und die hohe fachliche Kompetenz des ehrenamtlich agierenden Vereins übereinstimmend gewürdigt. Die Ahrtalbahnfreunde sind mittlerweile ein eingetragener Verein, und vom Finanzamt Bad Neuenahr-Ahrweiler als gemeinnützig anerkannt. Der langjährige Vorsitzende Wolfgang Groß - ein auch weit über die deutschen Grenzen hinaus anerkannter Bahnfachmann - ist als zweiter Vorsitzender kürzlich ins zweite Glied gerückt. Wie bereits berichtet, wurde Ulrich Stumm als dessen Nachfolger gewählt. Gründungsmitglieder waren seinerzeit Dieter Auster, Heinrich Kohlhaas, Inge Leif sowie Wolfgang Groß. Stumm und Edgar Steinborn hatten auch die Organisation der Jubiläumsfeier übernommen. So die Fahrt mit zwei musealen Bussen von Bad Neuenahr bis Ahrbrück. Bei Halten in Ahrbrück, Altenahr, Mayschoß und Dernau zeigte sich die hohe Betroffenheit bei den Teilnehmern der Fahrt - nicht nur wegen der unvorstellbaren Schäden an den Bahnanlagen, sondern auch an Häusern und Gastronomischen Betrieben. In Ahrbrücker Bahnhof gab Ortsbürgermeister und Ex-Bahner Walter Radermacher der Gruppe interessante Informationen. Er freut sich, wenn der erste Zug endlich wieder Ahrbrück anfahren kann. Auch dem geplanten Haltepunkt in Ahrbrück-Pützfeld steht Radermacher positiv gegenüber. In Ahrbrück wurde ebenfalls die gewünschte Reaktivierung der Ahrtalbahn bis Adenau angesprochen, auch wegen der touristisch hohen Bedeutung, wie etwa bei Nürburgring-Veranstaltungen. Lob gab es von allen Teilnehmern der Fahrt für Deutsche Bahn (DB) sowie die Firma Leonhard Weiss für die täglich sichtbaren Fortschritte. Dass die Arbeiten bis 31.12.2025 abgeschlossen sein, und Züge wieder bis Ahrbrück verkehren sollen, wurde einhellig als große logistische Meisterleitung gelobt. Ab dann soll die Ahrtalbahn von Ahrbrück im Zwanzig-Minuten-Takt verkehren, davon einmal durchgehend bis Köln. Auch die von Anfang an gute Zusammenarbeit zwischen DB und Landesbetrieb für Mobilität (LBM), etwa gemeinsame Brücken für Bahntrasse und den Radweg, wurde einhellig gelobt. Der Radweg wird zudem etwas breiter als der bisherige werden.
Jubiläums-Empfang
Bevor es allerdings auf die Reise ging, gab es einen Jubiläums-Empfang in der Empfangshalle bei der VR Bank RheinAhrEifel in Bad Neuenahr. Alle Redner fanden übereinstimmend großes Lob für das überaus große und qualifizierte Engagement der Ahrtalbahnfreunde e.V. Sehr erfolgreich, wie der Wiederaufbau der Strecke nach modernstem Stand der Technik beweise. Der 20-Minuten-Takt der Ahrtalbahn wird erst durch verschiedene Maßnahmen überhaupt ermöglicht: Begegnungsgleise zwischen Dernau und Rech, Mayschoß und Altenahr sowie Veränderungen am Bahnsteig Bad Bodendorf. Die Elektrifizierung ermöglicht auch die Schaffung weiterer Bahnhaltepunkte an der Strecke der Ahrtalbahn. Als als touristisch sehr bedeutend wurde dies von den Rednern/Innen positiv bewertet. Aber ebenso für den Schüler- und Berufsverkehr und andere Fahrgäste bringe dies deutliche Verbesserungen. Bis 31. Dezember 2025 sollen zudem alle Haltepunkte barrierefrei sein - immer ein Ansinnen der Ahrtalbahnfreunde. Edgar Steinborn hatte die Veranstaltung in der Empfangshalle der VR Bank in Bad Neuenahr eröffnet. 25 Jahre Ahrtalbahnfreunde seien schon ein besonderes Erlebnis, so der frühere FIFA-Schiedsrichter aus Westum. Christian van de Loo, Filialleiter Ahrweiler der VR-Bank Rhein-Ahr-Eifel, dankte den Ahrtalbahnfreunden ebenfalls für deren wichtiges Engagement. Auch van de Loo betonte, wie alle Sprecher, die große Bedeutung der Ahrtalbahn für die gesamte Region. Das von den Ahrtalbahnfreunden geplante „Bahnmuseum“ sieht der Volksbank-Fachmann ebenfalls positiv: Ein Museum, das die alte Geschichte der Bahn aufzeige. Dieses Vorhaben unterstützt die VR Bank Rhein-Ahr-Eifel mit einer fünfstelligen Spende. Zu den Gästen zählten auch der Walporzheimer Ortsvorsteher Gregor Sebastian, die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller, Flutbetroffene des Hospiz-Vereins RheinAhr sowie das Grünen-Kreistagsmitglied Wolfgang Schlagwein. Dieser gilt als Pionier des Nahverkehrs im Kreis Ahrweiler. Unter den Gästen war auch das Kreistagsmitglied Elisabeth Dahr (FWG) und langjährige Ortsbürgermeisterin ihres Wohnortes Oberdürenbach. Die frühere Eisenbahnerin war die erste Frau als Fahrdienstleiterin am Bahnhof Remagen.
Beeindruckend
Landrätin Cornelia Weigand dankte den Ahrtalbahnfreunden für deren ideenreiches Engagement. Der Verein habe den Wiederaufbau der Ahrtalbahn stark unterstützt, und habe viele Bahn-Fachleute, unter anderem Wolfgang Groß. Man sei dort sehr stark vernetzt, unter anderem mit der Deutschen Bahn. Hier seien „Profis am Werk.“ Das Engagement der Ahrtalbahnfreunde werde sehr geschätzt. Die Flut Mitte 2021 habe jedoch nicht nur Bahntrasse und Brücken völlig zerstört, sondern auch sehr viele Häuser. Weigand war auch selbst von den Fluten betroffen. Beeindruckend und sehr herausfordernd ist für die Landrätin der Wiederaufbau der rund 15 Bahnkilometer. Die Ahrtalbahn werde jetzt „fit für die Zukunft“. Cornelia Weigend überreichte den Ahrtalbahnfreunden für den Landkreis eine gerahmte Dankes-Urkunde. „Dies ist das vermutlich schnellste Bahnprojekt. Vielleicht gibt es das auch bald woanders,“ so die Landrätin. Auch der Stadtbeigeordnete, Rudi Frick, gratulierte zum Jubiläum: „Danke an eine nebenberufliche Gemeinschaft für das Bahnwesen. Die Ahrtalbahnfreunde arbeiten stetig für Verbesserungen, auch an der Rheinstrecke.“ Der Einsatz für ein kulturhistorisches Erbe für die Geschichte, ein Bahnmuseum, lobte Frick ebenfalls. Thorsten Müller, Verbandsdirektor des SchienenPersonenNahVerkehr (SPNV) Rheinland-Pfalz Nord, hielt eine launige, aber teilweise sehr ernste Laudatio, sowie ein eigens gereimtes Gedicht. Den Ahrtalbahnfreunden bescheinigte er ein über die Grenzen hinaus hohes Fachwissen. Weiße Züge - Rote Streifen
Zum Thema Bahnverkehr im Rheintal, vor allem auf der linken Rheinseite, verteilte Thorsten Müller an die Deutsche Bahn ganz schlechte Noten. Die Zahl der Zugausfälle- und Verspätungen sei einfach zu hoch, schilderte er am Beispiel des RE 5. Dabei habe das Deutschland-Ticket viele Menschen zur Bahn gebracht. Der SPNV Nord setzt sich für umsteigefreie Regionalzüge zwischen Remagen und Mainz ein. Regelmäßige Verspätungen durch die „Weißen Züge mit dem Roten Streifen“ habe sich dies zuletzt weiter verschärft.
Klar hinter der DB steht Thorsten Müller hingegen bei den laufenden und anstehenden bundesweiten Generalsanierungen. Nach der gut organisierten Busfahrt bildete ein Empfang durch die Kreissparkasse Ahrweiler den Abschluss des Tages. Auf dem Gelände der „Tafel“ hinter dem alten Ahrweiler Bahnhof überreichte Dieter Zimmermann, Vorstandvorsitzender der KSK, den Ahrtalbahnfreunde einen weiteren Scheck - ebenfalls im fünfstelligen Bereich. Auch er fand lobende Worte für dieses wichtige Vorhaben. Schließlich ist der in Plittersdorf lebende Zimmermann in seiner Jugend jahrelang von Ahrbrück aus nach Ahrweiler mit dem Zug zur Schule gefahren. Und auch beim geplanten Bahn-Museum bot er Hilfe an: Die KSK ist Besitzer des Bahnhofs Bad Bodendorf. Hier könnten die Ahrtalbahnfreunde die Räume für ein Bahn-Museum ein Jahr lang kostenfrei nutzen.
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