Kirmes in Höhr
Jugend haucht der Kirmes in Höhr neues Leben ein
Testlauf für die wieder große Veranstaltung im kommenden Jahr gelungen - Junge Kirmesgesellschaft befindet sich in der Gründung
Höhr-Grenzhausen. Die Kirmes erwacht zu neuem Leben. Mit einer „Rumpf-Kirmes“ gaben Kirche, Verwaltung und Vereine im Stadtteil Höhr am vergangenen Wochenende den Startschuss für ein Wiederaufleben der traditionellen und kirchlichen Veranstaltung. An drei Tagen, von Freitag bis Samstag, wurden der Kirmesbaum aufgestellt, der Kirmeswagen geschmückt, ein Kirmesgottesdienst gefeiert und ein Umzug durch den Ort von der Kirche zum Alexanderplatz durchgeführt, wo die Eierkrone aufgehangen wurde. Der Hillscheider Musikverein spielte auf und der Männergesangverein gab seine schönsten Lieder zum Besten. Stadtbürgermeister Thiesen hielt eine Ansprache und für die Kirche sprachen Kaplan Michael Weber und Barbara Specht, die Vorsitzende vom Ortsausschuss der katholischen Kirche.
Von Alexanderplatz aus verteilten sich die Teilnehmenden verschiedener Vereine auf die umliegenden Gastwirtschaften und feierten dort fröhlich weiter. So bekamen viele schon mal einen Vorgeschmack auf die gute Stimmung, die im kommenden Jahr in Höhr herrscht, wenn die Kirmes wieder richtig gefeiert wird.
Kirmesgesellschaft wird gegründet
Stadtbürgermeister Michael Thiesen machte diesmal schon mit bei der Probekirmes. Zu BLICK aktuell sagte er: „Ein richtiges Kirmesprogramm hat es ja leider noch nicht gegeben. Am Freitag wurde der Kirmesbaum aufgestellt, ansonsten war in diesem Jahr noch nicht so viel. Ausrichter unserer Rumpfkirmes ist die katholische Kirchengemeinde. Leider war in diesem Jahr noch kein Gastronom bereit, eine richtige Kirmes mit allem drum und dran zu veranstalten. So war es noch in den letzten Jahren gewesen. Diese Wirte hatten aber leider bei den beiden letzten Veranstaltungen schlechte Erfahrungen gemacht und deswegen von einer weiteren Beteiligung abgesehen. Erfreulicherweise hat sich jetzt eine Gruppe junger Leute gefunden, die eine Kirmesgesellschaft gründen. Früher war das ja der Normalfall. Gott sei dank gibt es jetzt wieder engagierte junge Leute bei uns, die diese Tradition wieder aufleben lassen wollen. Ich stehe in engem Kontakt zu denen, das sieht sehr gut aus. Die sind mit Engagement dabei und stehen dahinter. Die werden das schon machen.“ Diese Gruppe befindet sich laut Bürgermeister Thiesen gerade in der Gründungsphase. Er hat kommende Woche einen Termin mit den jungen Leuten, wo noch mal über die Details gesprochen werden soll. Fest steht aber schon, dass die Organisationsform eines Vereins gewählt werden soll. Thiesen: „Wir als Stadt müssen halt sehen, dass wir die auch unterstützen. Wir können ja nicht verantworten, dass die jungen Leute da ein größeres finanzielles Risiko eingehen.“
Spaß stand im Vordergrund
Dieses Risiko wird wohl nicht allzu groß sein, wenn man sieht, wie viel Spaß die Teilnehmer der diesjährigen Kirmes schon hatten, auch wenn es zahlenmäßig noch nicht so viele waren. Spaß hatten zum Beispiel die Möhnen Ewig Jung, die sich schon mal warmliefen für ihr Jubiläum nächstes Jahr. Dann gibt es den Club 6 x 11 Jahre. An Schwerdonnerstag feiern die Damen dann in ihrem Vereinshaus „Till Eulenspiegel“ wieder die bekannte und große Möhnensitzung. Der Verein hat 25 aktive Mitglieder. An der Kirmes nehmen die Möhnen immer teil. Für nächstes Jahr bieten sie schon an, einen Tanz aufzuführen. Auch sonst unternehmen die unternehmungslustigen Frauen aus Höhr viel: Sie wandern, organisieren Spargelessen, machen Ausflüge, sind jedes Jahr beim Weihnachtszauber mit dabei.
Und die meisten Feierlichkeiten verlassen sie oft als letzte, sagen die Höhrer Möhnen lachend.
Große Vorfreude auf das nächste Jahr
Ebenfalls in eine Gaststätte hatten sich die 15 Mitglieder des Vereins Elferrat Rot-Weiss zurücgezogen, die beim Umzug mitgegangen waren. Bei der Kirmes werben sie für ihre Karnevalsveranstaltungen. Auch die Rot-Weissen freuen sich schon auf die wieder größere Kirmes in Höhr im kommenden Jahr 2018. Präsident Michael Specht weiß schon, dass dann auch wieder Attraktionen mit Fahrgeschäften für die Kinder angeboten werden sollen. Der Unterstützung ihrer Arbeit durch den Elferrat mit seinen insgesamt fast 250 Mitgliedern darf sich die in der Gründung befindliche neue Kirmesgesellschaft Höhr schon sicher sein.
In einer Gaststätte ließen die Mitglieder des Vereins „Elferrat Rot-Weiss“, die an der Test-Kirmes teilgenommen hatten, den Tag ausklingen.
Die Möhnen „Ewig Jung“ liefen sich schon mal warm für ihr großes Jubiläum 2018
