Allgemeine Berichte | 17.03.2020

JugendNotmail weiterhin rund um die Uhr erreichbar

JugendNotmail ist in den „Corona-Ferien“ da!

Social Distancing kann bei Jugendlichen zu Problemen führen

Berlin. Die Schule hat plötzlich „Corona-Ferien“. Der Sportverein stellt das Training bis auf Weiteres ein. Freunde sollen und können plötzlich nicht mehr persönlich getroffen werden. Es haben nur noch wenige Geschäfte offen. Und ob es noch weitere Einschränkungen geben wird, ist zurzeit noch nicht klar. Insbesondere Kinder und Jugendliche werden aus ihrem klar strukturierten Alltag gerissen und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Die Berater*innen von JugendNotmail sind weiterhin rund um die Uhr online erreichbar.

Kinder und Jugendliche müssen nun zuhause bleiben. Dort sind die Geschwister, die nerven.

Auch die Eltern sind gereizt, weil vieles total ungewiss ist. Dies bietet natürlich viel Raum für Auseinandersetzungen, aber auch viel Zeit, um gedanklich immer wieder um das eigene Problem zu kreisen. „Die kommenden Wochen werden insbesondere für die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen eine besondere Herausforderung“, sagt Lisa Tammena, Online-Beraterin bei JugendNotmail. „Denn zu den bereits bestehenden Problemen, die einige Jugendliche mit sich herumtragen, kommen neue durch Social Distancing hinzu. Jetzt ist es wichtig, weiterhin mit Freunden in Kontakt zu bleiben, beispielsweise durch regelmäßige feste Treffen via Videokonferenz, Sprachnachrichten oder Chats. Natürlich ist JugendNotmail auch jederzeit bei Sorgen, Ängsten, Einsamkeit oder jeglichen anderen Problemen erreichbar.“

Rund 150 ehrenamtliche Psychologen und Sozialpädagogen mit Zusatzausbildung beraten online zu allem, was Kindern und Jugendlichen Sorgen bereitet, sie beschäftigt oder wenn sie sich einsam fühlen. Natürlich wird auch weiterhin zu Themengebieten wie Depression, Selbstverletzung, Mobbing oder familiären Problemen. Im Dialog mit den Jugendlichen werden individuelle Lösungen erarbeitet. Neben Einzelberatung bietet JugendNotmail außerdem einen wöchentlichen Themenchat sowie ein Forum zum Austausch an. Alle drei Angebote wirken präventiv und sollen den Ratsuchenden frühzeitig und niedrigschwellig Lösungswege aufzeigen.

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