Karnevalsgesellschaft Freundschaftsbund Dünstekoven feierte ordentlich
Jugenddreigestirn regiert jetzt im Helau-Dorf
Stimmungsvolle Proklamationssitzung mit ausgezeichnetem karnevalistischen Programm im ausverkauften Dorfsaal
Dünstekoven. „Op de Neustroß jeliert, wie me fastelovend fiert“, das hat das frischgebackene Jugenddreigestirn der KG „Freundschaftsbund“ Dünstekoven. Im ausverkauften Dorfsaal wurde das jugendliche Trio feierlich zu lautstarken „Helau“-Rufen proklamiert. Schließlich ist Dünstekoven nach wie vor der einzige Ort im weiten Umkreis, in dem die Narren das Kölsche „Alaaf“ verschmähen und stattdessen dem Mainz-Düsseldorfer Schlachtruf „Helau“ frönen. Daran musste sich auch Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner erst erinnern, als sie zusammen mit Ortsvorsteher Ralf von der Stein und der ehemaligen Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager das neue Jugenddreigestirn mit den Insignien seiner Macht ausstattete.
Alle drei kommen aus der Neustraße
Prinzessin Lina I. (Jirasek), Jungfrau Maike I. (Michels) und Bauer Sophia I. (Kirschbaum) wohnen alle drei in der Neustraße und
kommen zudem aus einer auch karnevalistisch aktiven Nachbarschaft. So lag ihr Sessionsmotto nahe, denn Treffpunkt für viele Aktivitäten auf der Neustraße ist die Holzbank am Pflaumenbaum, die auch das Motiv des Dreigestirn-Ordens darstellt. Prinzessin Lina I. ist 16 Jahre alt und seit ihren Kindertagen mit dem Dünstekovener Karneval verbunden. Sie besucht die Jahrgangsstufe 11 des Sankt Josef-Gymnasiums in Rheinbach, ihre Hobbys sind Badminton und Tanzen. Jungfrau Maike I. ist 17 Jahre alt und hat ebenfalls Karneval im Blut. Sie besucht die Jahrgangsstufe 11 der Europaschule in Bornheim und spielt in ihrer Freizeit Badminton, außerdem tanzt und singt sie sehr gerne. Bauer Sophia I. ist an Weiberfastnacht geboren und zwölf Jahre alt, sie wohnt seit 2013 in Dünstekoven und besucht die siebte Klasse der Gesamtschule Weilerswist. Die jecken Mädels gaben auch gleich ihr modernes Sessionslied zum Besten.
Gemeinsam mit seinem neuen Stellvertreter Sven Sustar führte KG-Präsident Thomas Nöthen anschließend durch die Sitzung, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte. Dabei war Sven Sustar anfangs noch in anderer Funktion auf der Bühne, denn zusammen mit Jungfrau Iris Rang und Bauer Jörg Kaster musste er zunächst noch als Prinz des scheidenden Dreigestirns abdanken. Den ersten Programmpunkt nach der Proklamation bestritt der aus dem Fernseher bekannte Bauchredner Peter Kerscher mit seiner plüschigen Kuh Dolly. Bei ihrem witzigen Auftritt blieb kein Auge trocken und so mancher Jeck im Publikum wurde ordentlich durch den Kakao gezogen.
Sibbeschuss überzeugte mit neuem Gitarristen
Die von Heike Palme betreute mittlere Tanzgruppe der KG zeigte ihren aktuellen
Gardetanz, der von Trainerin Katja Blindert einstudiert worden war. Sie präsentierten im Verlauf des Abends auch noch ihren Showtanz nach dem Motto „Back to the 90s“ mit einem Hit-Potpourri aus den 1990er Jahren. Umjubelt war auch der Auftritt der großen Tanzgruppe der KG, die sich selbst trainieren und von Elly Wagner betreut werden. Sie zeigten ihren Gardetanz zu einem Medley aus kölschen Liedern und im Verlauf des Abends auch noch ihren Showtanz, bei dem sie
sich auf eine lustige Weltreise begaben.
Für ordentlich Stimmung im Saal sorgte die Swisstaler Mundartband „Sibbeschuss“, die aus der direkten Nachbarschaft kommt und mit einem Mix aus eigenen Liedern wie dem Sessionshit „Me blieve hee“ sowie bekannten Kölner Karnevalshits aufwartete. Seit Anfang des Jahres ist übrigens Christian Mörsdorf als neuer Gitarrist mit dabei, weil Martin Lott aus beruflichen Gründen aussteigen musste. Ein wahres Vergnügen war der Auftritt der Musikgruppe „Pläsier“ aus Köln mit ihrem stimmungsvollen Kölsch-Poprock. Mit einer witzigen Rede riss Christian Pape die Jecken im Saal von den Stühlen, er gehört zur jungen Garde der Büttenredner mit einem modernen, spritzigen und sehr sympathischen Stil.
Moderner Fanfarensound begeisterte die Narren
Das Dünstekovener Männerballett „Dachkallemeusche“ tanzte zu den bekannten Liedern der Kölner Gruppe „Brings“ und trugen dabei auch die karierten Outfits der Band.
Die elf Herren werden trainiert von Angelika Hennes und Katja Blindert. Mit Pauken und Trompeten stürmten die „Fanfaren-Trompeter Erftstadt“ die Bühne im Dorfsaal, sie sind seit vier Jahrzehnten aktiv und begeisterten mit einem modernen Fanfaren-Sound und Ausflügen in die Menge das Publikum. Sowohl mit eigenen Songs in ihrer Muttersprache Kölsch wie auch mit den besten Hits des rheinischen Karnevals befeuerten zum Schluss die „Köbesse“ die Dünstekovener Narrenschar, bevor Nöthen weit nach Mitternacht das Schlusswort sprach und den karnevalistischen Nachwuchs schon mal zur Kindersitzung am Sonntag, 28. Januar, um 14:30 Uhr in den Dorfsaal einlud.
JOST
Foto: Photographer: Volker Jost Auf de
