Jubiläums-Feuerwehrfest mit Beförderungen in Ludendorf
Jugendfeuerwehr ist schon gut ausgebildet
Die Jugendfeuerwehren „kämpften“ um den Balthasar-Schumacher-Pokal und Ludendorf gewann den begehrten Pokal
Swisttal-Ludendorf. Es war und ist immer noch eine Investition in die Zukunft, einmal für den Bestand der Freiwilligen Feuerwehren, und damit auch in die Sicherheit der Bewohner im ländlichen Raum: Die Gründung der Jugendfeuerwehren. Auf das stolze Jubiläum von 30 Jahren kann die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Ludendorf zurückblicken. 1984 gegründet hatte Josef Simons die Nachwuchsarbeit in Angriff genommen und als erster Jugendfeuerwehrwart 15 Jahre lang Generationen von Kindern und Jugendlichen ausgebildet und zum Dienst an die Gemeinschaft herangeführt. Heute steht Karsten Windolph in dieser Tradition. Zehn Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren sind z. Zt. in der Ludendorfer Jugendfeuerwehr, in Swisttal insgesamt sind 68 Jungen und Mädchen dabei. Bei dem Jubiläumsfest im Pfarrgarten standen folgerichtig auch die Swisttaler Jugendfeuerwehren im Mittelpunkt. Allerdings warteten diese angespannt auf ihren „Einsatz“, denn sechs Jugendfeuerwehren „kämpften“ um den Balthasar-Schumacher-Pokal. Bei einer „trockenen“ Löschübung sollten sie ihr Können unter Beweis stellen. Löschgruppenführer Christian Klein: „Natürlich hat jede Gruppe den Ehrgeiz, den vom ehemaligen Swisttaler Brandmeister Balthasar Schumacher 1999 gestifteten Pokal zu gewinnen, aber unser Ziel ist es, die Jugendlichen zu motivieren, dass sie im Training auf eine perfekte Zusammenarbeit achten und dabei auch immer Spaß an der Sache haben.“
Bei der Übung musste ein Feuer mit Schaum gelöscht werden. Dazu musste ein Schlauchrohr an der Tragkraftspritze, also der Pumpe, sowie ein C-Rohr angeschlossen werden. Das Wasser sollte einem offenen Gewässer entnommen werden. „Vom Aufbau her entspricht die Übung einem realen Einsatz“, so Christian Klein, „da kann man schon den guten Ausbildungsstand erkennen.“
Sieger im Jubiläumsjahr
Viel Beifall gab es bei der Siegerehrung für die Nachwuchskräfte der Ludendorfer Löschgruppe. Im Jubiläumsjahr auf heimischem Gelände zu gewinnen, was konnte es Schöneres geben. Stolz nahmen sie aus der Hand von Balthasar Schumacher im Beisein von Bürgermeister Eckhard Maack den Pokal entgegen.
Bei einem zweiten Wettkampf konnten alle Kinder mitmachen. Beim „Spiel ohne Grenzen“ ging es vom Tragen einer Bahre durch einen Parcours über den Stiefelweitwurf bis zum Aufsaugen von Smarties um Geschicklichkeitsübungen. Dem Gewinner winkte ein Gutschein für eine Eisdiele, den anderen Süßigkeiten.
Beförderungen
Eine Überraschung hielt noch Gemeindebrandinspektor Stefan Schumacher bereit: Sebastian Breuer konnte er die Beförderung vom Oberfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister sowie Philipp Clemens und Karsten Windolph von Feuerwehrmännern zu Oberfeuerwehrmännern überreichen.
Bei strahlendem Sonnenschein, Essen und Trinken ging die große Feuerwehrfamilie mit Freunden und Gästen dann im Pfarrgarten zum gemütlichen Teil des Jubiläumsfestes über. Der Musikverein Eifelland aus Adorf-Kirspenich und später noch DJ Lucas sorgten für den musikalischen Rahmen.
Der Sonntag begann mit einer heiligen Messe im Pfarrgarten, einer Kranzniederlegung am Ehrenmal und endete irgendwann nach einem ausgiebigen Frühschoppen.
Viel Geschicklichkeit legte die Jugendwehr an den Tag, wie hier beim Anlegen des Rohres an die Spritze.
