Allgemeine Berichte | 28.06.2016

140 Schülerinnen und Schüler nahmen am Koblenzer Jugendforum teil

Jugendliche löcherten Politiker mit Fragen

Veranstaltung im Kurt-Esser-Haus wurde zu einer heißen Diskussionsrunde

(v.l.) Joachim Paul (AfD), die Moderatorinnen Lena Adams und Melissa Schäfer, Esther Helmert (Hauptamtliche Mitarbeiterin der JUKUWE Koblenz e.V.), Steven Wink (FDP), Anna Köbberling (SPD) sowie Eveline Lemke (Grüne). Es fehlt Ellen Demuth (CDU). ND

Koblenz. Jugendliche wollen in ihren Bedürfnissen und Wünschen wahrgenommen werden und so wurde am Freitag in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro das diesjährige Jugendforum veranstaltet. Insgesamt 140 Schülerinnen und Schüler aus fünf Gymnasien und einer Realschule plus versammelten sich im Kurt-Esser-Haus in Koblenz, um mit Politikerinnen und Politikern zu diskutieren. Anlass zu dieser Diskussionsrunde waren dieses Jahr die Landtagswahlen und so stand die Veranstaltung unter dem Motto „100 Tage nach der Wahl – was geht mich das an?“. Zu den anwesenden Politikerinnen und Politikern gehörte Anna Köbberling (SPD), Steven Wink (FDP), Eveline Lemke (Grüne), Ellen Demuth (CDU) sowie Joachim Paul (AfD). Zu den weiteren Gästen gehörte auch der Sachbereichsleiter Kinder- und Jugendförderung, Thomas Muth und die Leiterin der Jugendbegegnungsstätte im Haus Metternich, Christiane Klein. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von den Mitgliederinnen des Jugendrates Melissa Schäfer und Lena Adams. Die Jugendlichen haben sich mit ihren Lehrern gründlich auf diesen Tag vorbereitet und haben sich die Bereiche aus der Landespolitik ausgesucht, die sie betreffen. Anwesend war die 10a vom Max-von-Laue-Gymnasium (Thema: Asylpolitik und Integration), zwei Sozialkundeleistungskurse des Gymnasiums auf der Karthause (Thema Sozialkundeleistungskurs 1: Jugendpolitik und Umweltpolitik, Thema Sozialkundeleistungskurs 2: Integrationspolitik und Bildungspolitik), die 10a von der Albert-Schweizer-Realschule plus auf dem Asterstein (Thema: Arbeitsmarktpolitik), die 9a,b und c des Görres-Gymnasiums (Thema: Bildung und Integration) sowie das Eichendorff-Gymnasium (Thema: Jugendpolitik und Integration).

Zunächst stellten sich die Politikerinnen und Politiker vor. Sie erzählten den Jugendlichen etwas über ihre Gremienarbeit und, was besonders die jungen Leute interessierte, die freiwillige Arbeit die sie selbst als junge Menschen geleistet haben.

Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen aus erster Hand

Es wurden zwei Themenblöcke zu den Schwerpunkten Bildungspolitik, Umweltpolitik, Kinder- und Jugendpolitik sowie Integrationspolitik bearbeitet. Um möglichst alle Themenblöcke abzudecken, hatten alle Teilnehmer eine Redezeit von 100 Sekunden. Um den Austausch zwischen den Politikern und den Jugendlichen möglichst konkret zu halten, gab es eine schwarze Liste an Wörtern, die nicht benutzt werden durften, dazu zählten Nachhaltigkeit, Kompetenz, alternativlos, Pro-Form, zukunftsfähig und lang- und mittelfristig. Am Ende hatten auch die Politiker die Gelegenheit Fragen an die Jugendlichen zu stellen. Es war eine Chance für sie, sich die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen aus erster Hand anzuhören und darüber nachzudenken. Um den Politikern zu signalisieren, ob sie verständlich sprechen oder ob etwas unklar ist, hatten die Schülerinnen und Schüler Karten in der Hand mit Häkchen für Zustimmung und ein Fragezeichen für Unverständlichkeit, an denen sich die Redner orientieren konnten. Zu der Bildungspolitik wurden u.a. Fragen gestellt wie die einzelnen Parteien zum Abitur nach 12 oder 13 Jahren stehen und wie Islamunterricht an den Schulen durchgesetzt werden kann. Weiter wurde gefragt, wie eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung erreicht werden kann. Im Bereich der Umweltpolitik wurde gefragt, wie eine ausreichende Lebensmittelversorgung für das Bundesland Rheinland-Pfalz bzw. für die gesamte Bundesrepublik erreicht werden kann, ohne auf Massentierhaltung zurückzugreifen. In der Arbeitsmarktpolitik interessierte die Jugendlichen, was die Politiker unternehmen, um die sozialen Berufe zu stärken, sodass sie besser anerkannt und besser bezahlt werden. Auch mit der Senkung des Wahlrechts auf 16 Jahre haben sich die jungen Leute auseinandergesetzt und aktuell stand auch das Thema Integration zur Debatte. Das Jugendforum wurde zu einer heißen Diskussionsrunde und die Jugendlichen haben bewiesen, wie sehr sie an der Politik interessiert sind und sie zeigten wie groß der Wunsch nach Mitbestimmung ist.

Die Politiker bekamen stets ein klares Feedback von den Schülern.

Die Politiker bekamen stets ein klares Feedback von den Schülern.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durften in der Pause an der Feedbackwand aufschreiben, in wieweit die Politiker sie rhetorisch und inhaltlich überzeugt haben und wie verständlich diese geredet haben.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durften in der Pause an der Feedbackwand aufschreiben, in wieweit die Politiker sie rhetorisch und inhaltlich überzeugt haben und wie verständlich diese geredet haben.

Die Politikerinnen und Politiker wurden von den Jugendlichen zu den Themen Bildungspolitik, Umweltpolitik, Kinder- und Jugendpolitik sowie Integrationspolitik befragt.

Die Politikerinnen und Politiker wurden von den Jugendlichen zu den Themen Bildungspolitik, Umweltpolitik, Kinder- und Jugendpolitik sowie Integrationspolitik befragt.

Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Fragen gut vorbereitet und ließen nicht locker, wenn diese nicht deutlich genug beantwortet wurden.

Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Fragen gut vorbereitet und ließen nicht locker, wenn diese nicht deutlich genug beantwortet wurden.

(v.l.) Joachim Paul (AfD), die Moderatorinnen Lena Adams und Melissa Schäfer, Esther Helmert (Hauptamtliche Mitarbeiterin der JUKUWE Koblenz e.V.), Steven Wink (FDP), Anna Köbberling (SPD) sowie Eveline Lemke (Grüne). Es fehlt Ellen Demuth (CDU). Fotos: ND

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Dauerauftrag
Imageanzeige
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume
Stellenausschreibung Hausmeister/in
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
67

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
40

Region. Wir von BLICK aktuell möchten wissen, wo in eurer Heimatstadt oder Kommune der Schuh drückt! Aus diesem Grund haben wir die neue Serie „HeimatCheck“ ins Leben gerufen. Ob kleine Ärgernisse oder große Probleme: Schreibt uns, was euch bewegt, und wir berichten für euch! Handlungsbedarf gibt es eigentlich immer, sei es bei:

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
148

Jugendliche um drei Uhr nachts von Polizei angehalten

11.04.: Bad Ems: 15- und 13-Jähriger unternehmen nächtliche Spritztour mit Auto

Bad Ems. In den frühen Morgenstunden des 11.04.2026, gegen 03:00 Uhr, wurde durch eine Streifenwagenbesatzung nach einem Hinweis von Zeugen ein Pkw im Stadtgebiet Bad Ems, im Bereich der Straße Am Weißen Stein, kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer erst 15 Jahre alt und demnach nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Sein Beifahrer war nochmals zwei Jahre jünger.

Weiterlesen

Dienstleistungen
Jörg Schweiss
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Koblenzer Kneipengeschichten
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Wir helfen im Trauerfall
Blütenfest
Aushilfskraft (w/m/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Sonderseite Geschäftsführungswechsel
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26