Allgemeine Berichte | 12.09.2018

Mädchenwochenende im Schullandheim Kronenburg

Junge Frauen waren ganz unter sich

Unterschiede und viele Gemeinsamkeiten erkannt - Gruppe harmonierte auf Anhieb bestens und wünscht sich Wiederholung

Die Teilnehmerinnen des Mädchenwochenendes.Privat

Kronenburg. Mädchen und junge Frauen ganz unter sich. Beim Mädchenwochenende im Schullandheim Kronenburg in der Eifel war das möglich. Ganz bewusst hatten sich die Organisatorinnen Elisabeth Zenner (Dekanat Maifeld-Untermosel), Karin Fust (Förderverein Flüchtlingshilfe Maifeld e.V.), Katharina Machno (JuX Team der Verbandsgemeinde Maifeld) und Stefanie Freitag (Flüchtlingskoordinatorin der VG Maifeld) für dieses Angebot entschieden.

Der Gedanke des „Unter-sich-seins“ konnte in dem am Waldrand mit Blick auf den Kronenburger See gelegenen Schullandheim sehr gut umgesetzt werden. Unlängst verbrachten dort 18 Mädchen beziehungsweise junge Frauen im Alter zwischen 14 und 24 ein sonniges Wochenende miteinander. Dabei ging es den Organisatorinnen vor allem darum, die Möglichkeit einer Begegnung auf Augenhöhe zu schaffen und eventuell bestehende Vorurteile zu beseitigen. Die jungen Frauen unterschieden sich hinsichtlich ihrer ethnischen, kulturellen und sozialen Herkunft voneinander.

Umso erfreulicher war, dass sich die Gruppe auf Anhieb gut verstand und ohne Scheu aufeinander eingelassen hat. Die Mädchen stellten sich völlig unbefangen gegenseitig Fragen. Warum trägst du in der Öffentlichkeit ein Kopftuch? Dürft ihr am Wochenende feiern gehen? Was macht ihr in eurer Freizeit? Zentral waren nicht die bestehenden Unterschiede, sondern die gemeinsamen Interessen wie Tanzen, Schminken, Schwimmen im See und kreatives Gestalten von Taschen und Schmuck.

Die Mädchen gaben am Ende des Wochenendes ein durchweg positives Feedback. Es fielen Aussagen wie „Danke, dass ich an diesem Wochenende teilnehmen durfte. Normalerweise sitze ich am Wochenende immer nur alleine zuhause“ oder „Das Tolle an diesem Wochenende war, dass ich sein durfte, wie ich bin, und mich nicht verstellen musste“. Diese Statements freuten die Organisatorinnen ganz besonders, weil sie zeigen, dass ihre Projektidee richtig war. Die jungen Frauen wünschen sich unbedingt ein Nachtreffen in dieser Zusammensetzung und eine Wiederholung des Angebots im nächsten Jahr. Realisiert werden konnte dieses Wochenende durch Zuschüsse und Spenden des Willkommensnetzes des Bistums Trier, der Stiftung für unsere Jugend der KSK Mayen, der Lotto Stiftung RLP, dem Förderverein Flüchtlingshilfe Maifeld e.V. und des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld.

Die Teilnehmerinnen des Mädchenwochenendes.Foto: Privat

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