Bauspielplatz in Münstermaifeld-Metternich lässt zum siebten Mal Kinderherzen höherschlagen
Junge Häuslebauer bewiesen viel Einfallsreichtum
Münstermaifeld. Und jährlich grüßt das Murmeltier. Auch in diesem Jahr schaffte es das Ju+X-Team der Verbandsgemeinde Maifeld, beim Ferienprogramm „Bauspielplatz“ in Münstermaifeld-Metternich gelungene und erlebnisreiche Tage für knapp 130 Kinder zu gestalten. Ganz klar im Vordergrund standen das Treffen von Freunden und das gemeinsame Bauen von Holzhütten. Unter der Leitung der Jugendkoordinatorinnen Nadine Stäbe, Katharina Machno und Schulsozialarbeiterin Diane Regnier sowie einem 21-köpfigen Team wuchs binnen einer Woche ein tolles und einzigartiges Hütten-Dorf. Inmitten dieses Dorfes gab es interessante Hütten und Geschäfte. Neben den bewährten Vierecks-Bauten mit Dach entstanden sogar einige Gebäude mit Schräg- und Spitzdach und eine Dreieckshütte. Bald öffneten auch unterschiedliche Geschäfte: Außer zwei Kiosken, einer Polizeistation, einem Rathaus und einer Bank wurde noch eine Detektei eingerichtet, an die sich Kinder wenden konnten, die ein Anliegen hatten.
Eine Jurte mit Feuerstelle stand für schlechtes Wetter bereit und wurde gerne zum Backen von Stockbrot genutzt. Direkt neben dem eigentlichen Bauspielplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Münstermaifeld-Metternich gab es noch eine „Nichtbauwiese“ mit vielen kreativen Angeboten: Im sogenannten „Bastelschuppen“ stand eine Bühne mit drei Verkleidungskisten bereit, ein Pool mit Rutsche und der „Chill-Out-Bereich“ waren auch sehr beliebt. Auf dem Bolz- und Spielplatz konnten die Kinder sich austoben, an Fußball- oder Völkerballturnieren teilnehmen oder Anregungen in der „Wunsch- und Meckerbox“ loswerden.
Während der gesamten Zeit auf dem Bauspielplatz, kümmerten sich die Teamerinnen und Teamer mit viel Einfühlungsvermögen, Humor und Engagement um alle Bedürfnisse ihrer Schützlinge und beim täglichen Hütten-TÜV um die Bauwerke. In kniffligen Situationen waren sie stille Beobachter und Unterstützer. Die Verantwortung für Planung und Verwirklichung der Bauprojekte aber lag bei den Kindern. Die Jungen und Mädchen entschieden nach einer entsprechenden Einweisung selbst, welche Werkzeuge am besten geeignet waren, halfen sich oft gegenseitig und entwickelten gemeinsam Strategien, wie die benötigten Materialien transportiert und eingesetzt werden konnten. Auch Unstimmigkeiten wurden untereinander oder in Delegierten-Versammlungen beseitigt. Vorhaben, wie etwa eine Tanz- oder eine Zirkusvorstellung am letzten Tag, wurden gemeinsam geplant und umgesetzt.
Diese Art von Mitbestimmung und das Ernstnehmen der jungen Teilnehmer und ihrer Anliegen waren dem Team besonders wichtig. Die Kinder sollten informelle Bildung kennenlernen und einen selbstbestimmten Alltag erleben, so das erklärte Ziel von Nadine Stäbe, Katharina Machno und Diane Regnier. Neben vereinzelten Rahmenbedingungen, wie den Nachbarschaftsrunden oder dem Baustopp, konnten sich alle ihre Zeit so einteilen, wie sie es für richtig erachtet haben. „Es ist faszinierend zu sehen, was Kinder bereits im jungen Alter bewerkstelligen können“, sagt Katharina Machno, „wichtig ist lediglich, ihnen die nötige Mündigkeit zuzusprechen.“
Am Ende der zwei Wochen ist wieder klar: Alle Anstrengung und alle Mühe haben sich gelohnt. Der BAUi war erneut ein großer Erfolg! Dank der großzügigen Unterstützung, konnte das Projekt in dieser Form gestaltet werden.
