KG Lüftelberg
KG Lüftelberg feiert 20-jähriges Jubiläum
Viele Ehrungen und Bruce Kapusta als Eisbrecher
Lüftelberg. Seit nunmehr 20 Jahren gibt es den LüftelbergerKarnevals-Club 1996 e.V.. Auch wenn 20 Jahre keine närrische Zahl ist, so war das ganze doch Grund genug für eine Jubiläumsveranstaltung, denn im Rheinland feiert man die Feste wie sie fallen.
So gab es dann in einem vorgeschalteten Festkommers auch zahlreiche Ehrungen vorzunehmen für langjährige Verdienste. Diese wurden vom Dachverband der Karnevalisten, dem BDK vorgenommen. Ausgezeichnet wurde mit dem Treue-Abzeichen im karnevalistischen Tanzsport in Bronze Kerstin David, in Silber Manuela Schmitz und in Gold Rebecca Simon. Das Abzeichen in Gold mit Brillanten für 20 Jahre erhielt Vanessa Hass. Den Verdienstorden in Silber gab es für Sabine Kreuter und den Orden in Gold gab es für Waltraud Schön, Herbert Schell und den Vereinsvorsitzenden Dr. Joachim Woiwode.
Dieser hatte dann auch die Aufgabe nach diesen Formalien in den feierlichen Teil des Abends überzuleiten und nach einer kurzen Begrüßung entführten die Minis des Vereins direkt in den Orient mit einem Showtanz. Anschließend wurde es bunt, kölsch und laut in der Halle, denn als Eisbrecher hatte man Bruce Kapusta, den Clown mit der Trompete, verpflichtet. Dieser hatte es in der etwas unruhigen Halle zunächst nicht ganz einfach, aber als Vollprofi schaffte er es spielend die Besucher von den Bänken und Stühlen zu holen und zum Tanzen und Schunkeln zu bringen. Dabei überrascht er das Publikum immer wieder, denn er erweitert sein Repertoire nicht nur um die Songs von Kasalla oder Cat Ballou, auch Schlager wie „Amsterdam“ oder „Atemlos“ klappen hervorragend. Kein Wunder, auch Helene Fischer hat mehrere Bläser in ihrer Band und was bei ihr im Stadion bei 40.000 Leuten bestens funktioniert, klappt auch bei Bruce Kapusta in Lüftelberg. Wobei es für Bruce Kapusta ja fast ein Heimspiel ist, wurde er doch bereits zum dritten Mal nach Lüftelberg engagiert. Wie immer mit professionellem Team, die auch den Sound bestens zu steuern wussten, und so wurde es eine perfekte halbe Stunde, welche das Publikum zu verzaubern wusste und natürlich wurde als Zugabe noch „Der Clown für Üch“ gespielt und wie immer hatte Bruce Kapusta reichlich Konfetti dabei. Wobei das wie immer nicht ganz treffend ist, sondern sich nur auf die Professionalität des Künstlers bezieht, das Song-Programm variiert zum Glück, wobei diverse kölsche Klassiker halt nicht fehlen dürfen. Der gute Sound blieb auch deshalb im Ohr, weil der sonst im Laufe des Abends eben nicht besonders gut war, vor allem die Wortbeiträge in der Moderation von Joachim Woiwode kamen stark verzerrt an, die Aussteuerung hatte hier über Strecken erkennbar Probleme.
Das wurde besonders deutlich, als der Vorsitzende zu späterer Stunde überraschend Bürgermeister Bert Spilles begrüßen konnte. Der Stadtchef hatte sich eigentlich entschuldigt, konnte sich aber von einem anderen Termin früher losmachen und gratulierte den Lüftelbergern zu ihrem Jubiläum. Er lobte vor allem die Integrationsleistung des Vereins und das Heranführen von jungen Menschen an das Brauchtum. Und um es nicht nur bei netten Worten zu belassen, hatte der Verwaltungschef auch einen Umschlag mit dabei. Auch wenn nicht bekannt wurde, was in diesem Umschlag enthalten war, Vereinschef Joachim Woiwode bedankte sich und hatte direkt einige Ideen zur Verschönerung der Halle. Dabei bot er der Stadt als Eigentümer an, dass die Vereinsmitglieder mit Pinsel und Farbe da schon selber Hand anlegen würden, wenn die Stadt ein oder zwei Punkte überprüfen würde. Bert Spilles registrierte dies wohlwollend und gab sich vor allem als Fan der „Proseccos“ zu erkennen, der Damentanzgruppe der Lüftelberger Jecken.
Freilich sollte die Politik an diesem Abend dann keine weitere Rolle spielen, höchstens noch als Witzlieferant bei Büttenredner Schmitz-Backes, denn gemeinsam mit der neuen Kinderprinzessin Sina I. wurde jetzt kräftig gefeiert und gesungen und diese sang gleich mal ihren neuen Sessionssong vor und erntete hierfür viel Applaus. Den gab es auch für die Band „Sibbeschuss“ welche mit kölscher Musik die Herzen zum Schmelzen brachte und dafür sorgte dass die gesamte Halle mitsang und feierte und so ging der letzte Programmpunkt über in eine lange Nacht in Lüftelberg wo dann nicht nur kölsch gesprochen, sondern auch getrunken wurde.
STF
