Allgemeine Berichte | 16.08.2016

Tag der offenen Tür der Feuerwehr Montabaur

Kameradschaft lebt und präsentiert sich

Informationen rund um das Thema Feuer, seine Bekämpfung und die Arbeit der Feuerwehrmänner

Die Fahrzeugausstellung zeigte die Vielzahl der Löschfahrzeuge in Montabaur. SMK

Montabaur. Es wurde heiß in Montabaurs Straßen. Nicht nur, weil sich die Sonne am letzten Sonntag endlich einmal zeigte, sondern weil es brannte. Die Eichwiese stand in Flammen, doch einige mutige kleine Nachwuchsfeuerwehrmänner und –frauen hatten alles im Griff und löschten das Feuer im Handumdrehen. Das Feuer kam nämlich nicht von irgendwoher, sondern wurde von den erfahrenen Feuerwehrmännern der freiwilligen Feuerwehr Montabaur entzündet. Dies war nur eines der vielen Highlights, die der Tag der offenen Tür der Feuerwehr zu bieten hatte.

Rund um die Feuerwehrwache gab es einiges zu sehen. Neben einer großen Fahrzeugausstellung, beeindruckten auch zwei große Drehleitern, die schon aus der Ferne auf die Veranstaltung hinwiesen. Auch die Jugendfeuerwehr Montabaur/Eschelbach hatte einen eigenen Stand errichtet, wo man neben Kinderschminken ein professionell geschossenes Foto erwerben konnte. Einen Teil des Erlöses daraus spendete der Fotograf der Jugendfeuerwehr zur Unterstützung. Beim Spiel an der Holzwand konnten die Kleinen ihren Umgang mit dem Feuerwehrschlauch verbessern und auf der Hüpfburg, welche die Form eines Rettungswagens hatte, durften sie sich richtig austoben.

Aber auch für alle anderen Generationen hatte sich die Feuerwehr etwas überlegt. Bei einer Schauübung eines Verkehrsunfalls zeigten sie ihr Können und dass Feuerwehr nicht immer etwas mit Feuer zu tun haben muss. Das war den Lebensrettern besonders wichtig zu betonen, denn nur etwa die Hälfte aller Alarmierungen sind Brandeinsätze. Alles andere sind Hilfeleistungseinsätze oder die Besetzung der Feuerwehreinsatzzentrale. Als Stützpunktfeuerwehr hat Montabaur eine Vielzahl an Aufgaben und muss in allen Lebenslagen helfen und retten können. Von Verkehrsunfällen, über Umweltschutzeinsätze, bis hin zu der Befreiung von Personen aus Aufzügen liegt alles im Aufgabenspektrum der Feuerwehr. Und das alles freiwillig. Die Bürger dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass jeder einzelne auch anderen Tätigkeiten nachgeht und kein Geld für die Einsätze bekommt, das ist das Anliegen von Wehrführer Sascha Mathis.

Dies war einer der Gründe, warum der Tag der offenen Tür nach vielen Jahren wieder in Montabaur stattfindet. Menschen informieren. Was macht ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz? Wie sieht ein Feuerwehrauto von innen aus und welche Geräte befinden sich darin? Wie hoch kann die Drehleiter ausgefahren werden, wenn sie einmal benötigt wird. Alles Fragen, die am letzten Sonntag beantwortet wurden. Für Feuerwehrkenner und –liebhaber gab es eine besondere Attraktion: Eine Drehleiter aus Altenkirchen, die gerade mal sechs Wochen jung ist.

Ein weiterer Grund war der Wunsch auf Nachwuchs und neue Mitglieder. Die ungefähr 60 Aktiven Feuerwehrmänner und –frauen würden gerne noch weitere Kameraden in ihren Reihen begrüßen und sind froh um jeden, der sich durch ein solches Event für die lebensrettende Aufgabe bereit erklärt.

Und was wäre eine freiwillige Feuerwehr ohne Unterstützer und Kostenträger. Extra dafür gibt es den Förderverein, der für einige wichtige Anschaffungen in den letzten Jahren zuständig war. Damit aber auch andere Firmen die Feuerwehr und ihre wichtige Arbeit unterstützen, zeichnet das Land Rheinland-Pfalz Betriebe aus, die die Feuerwehr unterstützen. Am Sonntag dufte die Firma Glöckner Pentaplast ein Förderschild als Partner der Feuerwehr entgegen nehmen.

Als letztes Highlight stand eine Übung zum Umgang mit dem Feuerlöscher auf dem Programm. Auch hier standen wieder die Kleinsten im Mittelpunkt, denn sie durften mit dem Feuerlöscher, der teilweise größer war als manches Kind, das große Feuer löschen. Natürlich in ständiger Begleitung und Aufsicht durch einen erfahrenen Feuerwehrmann.

Der erste Tag der offenen Tür der Feuerwehr Montabaur war ein voller Erfolg und zahlreiche Besucher und befreundete Feuerwehren kamen, um sich die Attraktionen anzuschauen. Groß und Klein hatten Spaß und deshalb ist nicht auszuschließen, dass dieser Tag nun zur Tradition wird. Der Feuerwehr ist zu wünschen, dass ihre Intention wahr wurde, und sich der ein oder andere nun auch Feuerwehrmann nennen möchte.

Kameradschaft lebt und präsentiert sich

Kameradschaft lebt und präsentiert sich

Kameradschaft lebt und präsentiert sich

Die Fahrzeugausstellung zeigte die Vielzahl der Löschfahrzeuge in Montabaur. Fotos: SMK

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