Kanutin Ilona Wehrmann unterstützte HVV bei außerplanmäßiger Reinigung des Weihers
Buschhoven. Eigentlich ist das Kanufahren auf dem Burgweiher in Buschhoven ja verboten - aber am Samstag diente es einem guten Zweck: Die Odendorfer Kanutin Ilona Wehrmann unterstützte den HVV bei der außerplanmäßigen Reinigung des Weihers vom Wasser aus.
Wie berichtet hatten Jugendliche bei einer „Party“ die sechs vorhandenen Mülleimer lieber ausgekippt als genutzt, aber diesmal auch Plastikmüll und halbleere Flaschen gezielt in das Gewässer geworfen! Wehrmann hatte dies aus einem Bericht in den Sozialen Medien erfahren und ihre Hilfe angeboten.
Daraufhin lud der Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Buschhoven zum „Water-Date“ mit anschließender „alternativen Müllparty“ ein. „Es ist schade, dass es offenbar eine Phase in der menschlichen Entwicklung gibt, in der die Muskeln ohne Umweg über das Gehirn eingesetzt werden“, bedauerte HVV-Vorsitzender Dr. Georg Schneider, und gab sich zuversichtlich, dass das eben doch nur vorübergehend sein werde.
Seit 1998 pflegen die Mitglieder des HVV vertraglich mit der Gemeinde vereinbart regelmäßig die Anlagen des Dorfmittelpunktes. „Eine solche absichtliche Vermüllung des Gewässers hat es aber bisher nicht gegeben, dass wir sogar Hilfe von außen brauchten“, stellte die langjährige Schriftführerin des HVV, Monika Wolf-Umhauer fest, „eigentlich unglaublich angesichts des so stark gestiegenen Umweltbewusstseins der Jugend!“
Die Hinterlassenschaften der Nichtdenker und Kraftmeier, die jetzt aus dem Wasser gefischt wurden: Flaschen aller Getränkearten, von Limo, Smoothy und Bier über Likör, Schnaps und Wein bis hin zu Whisky und Wodka, oft noch mit Inhalt fischte die Kanutin aus dem Weiher. Sogar eine Kugel vom Dorfweihnachtsbaum und eines der Dekopäckchen wurden „gerettet“. Der interessanteste Fund für die zahlreichen Zuschauer und spontanen Helfer war aber sicher das Entenei vom letzten Jahr.
Die zahlreichen Pfandflaschen werden jetzt eingelöst für die Vereinskasse des HVV, aus der die sich anschließende „Alternative Müllparty“ mit Imbiss unter der Zehntscheune finanziert wurde.
