Vereinigung Bonner Karnevalisten mit Vorausscheidung in Buschhoven
Karneval mitten im September
Generalprobe für den Vorstellabend in der „Flintenarena“ war ein voller Erfolg auch für die junge KG
Buschhoven. Karneval mitten im September? Diesen Traum jedes jecken Rheinländers erfüllten sich für etwa 140 Mitglieder und Freunde der KG Buschhoven bei der Generalprobe für den Vorstellabend der Vereinigung Bonner Karnevalisten (VBK), der am 1. Oktober im Brückenforum Beuel steigt. Für diesen Anlass hatte die KG erstmals die „Flintenarena“ umgestaltet und die Bühne im Schützenhaus in Richtung Schießstand verlegt. „Das gefällt mir schon mal gut, ich denke, wir werden das auch in der Session so handhaben“, freute sich KG-Präsident Michael Schäfer über den gelungenen Test. So erlebten die Zuschauer alle Darbietungen hautnah, und viele waren sogar selbst an der Entscheidung beteiligt, wer die beste Rede vorträgt, welche Musiker die fetzigsten Lieder singen oder welche Tanzgruppe die schönsten Beine hat.
Der Vorsitzende der VBK, Willi Baukhage, führte im weißen Anzug und mit hintergründigem Humor durch ein überaus unterhaltsames Programm mit einem Dutzend Auftritten der verschiedensten Art, die schon einmal einen exzellenten Vorgeschmack auf die in wenigen Wochen beginnende Session gaben. Nach dem Motto „Aus dem Probenkeller auf die Bühne“ glänzten so bekannte Künstler wie die „Jodesberger Junge“, „Feuerwehrmann Kresse“ (Klaus Bömeke), der „Clown mit der Tröt“ (Bruce Kapusta), „Servicefachkraft Gisbert Fleumes“ (Rupert Schieche) ebenso wie Lokalmatador „Schwadlappe“ Hermann „Scotty“ Rheindorf aus dem benachbarten Rheinbach mit ihren neuen Programmen. Aber auch einige noch weniger bekannte Künstler gaben Kostproben ihres Könnens. „Salzmanns Män“ (Manfred Salzmann) hatte etwa ganz neue Abenteuer aus seinen Campingurlauben in Italien zu berichten, und die beiden „Thekentratsch“-Weiber Kerstin Saddeler-Sierp und Heike Becker brachten mit gegensätzlichen Charaktereigenschaften Stimmung in die Bude.
Ein Teil der Zuschauer hatte Bewertungsbögen zur Hand, mit denen sie entscheiden konnten, wer beim Vorstellabend am 1. Oktober im Brückenforum Beuel dabei sein darf und wer dies nicht schafft. „Da wir alle irgendwie befangen sind, überlassen wir schon seit Jahren die Entscheidung über die Teilnahme am Vorstellabend dem neutralen Publikum“, so Baukhage. Bisher sei man mit dem „Public Voting“ hervorragend gefahren. So war es auch für die Künstler ein aufregender Abend, und auch die „alten Hasen“ hatten ordentlich Lampenfieber. Denn mit diesem Auftritt entschied sich letztlich, ob sich die Arbeit eines ganzen Jahres gelohnt hatte - oder nicht. JOST
„Salzmanns Män“ (Manfred Salzmann) berichtete über ganz neue Abenteuer aus seinen Campingurlauben in Italien bei der Generalprobe für den Vorstellabend in Buschhoven. Foto: Volker Jost
