Ausverkauftes Haus bei der Kappensitzung der Karnevalsgesellschaft 1892 e.V. in Hatzenport
„Karneval tut allen gut“
Hatzenport. Schon seit 126 Jahren ruft die KG Hatzenport an Karneval die Narrenschar zum Feiern auf. Dann versammeln sie sich unter dem Narrenhut und vergessen für Tage und Stunden die Sorgen des Alltags. Tradition und Brauchtumspflege, Freude und Heiterkeit verbreiten – dafür steht seit 1892 die Karnevalsgesellschaft, und das nicht nur an Fastnacht. Zwei Tage vor Rosenmontag ließen sich viele Hatzenporter und Gäste aus nah und fern die Kappensitzung der KG nicht entgehen, machten sich auf in die alte Abfüllhalle Pauly-Rath, die sich langsam aber sicher positiv verwandelt. Bis auf den letzten Platz besetzt, konnten sie den Beginn kaum erwarten, den der Einzug des Elferrates signalisierte.
In seiner Begrüßung blickte der erste Vorsitzende Peter Kranz noch einmal auf das Jubiläum im vergangenen Jahr zurück und erinnerte an die nostalgische Geburtstagsfeier am 4. Dezember. Die weitere Moderation des Abends übernahm dann Sitzungspräsident Christoph Streng, der gleich einen prominenten Gast begrüßen konnte: die frisch proklamierte Obermöhn Eva I. vom silbernen Schuh. Charmant wurden Komplimente, Geschenke und Orden ausgetauscht. Da der Ort seit vielen Jahren keinen Karnevalsprinzen hat, kommt ihrem Amt eine besondere, wichtige Bedeutung zu. Auch Ortsbürgermeister Albrecht Gietzen kam zu Wort, brachte guten Hatzenporter Wein mit und zeigte sich erfreut: „Das beide Vereine so trefflich zusammenarbeiten, dafür danke ich Euch!“ Er wünschte allen viel Spaß an der Freud mit dem tollen Programm: „Alle sollen Nachhause gehen und sagen, es war wieder schön!“ Zum Prozedere der Kappensitzung gehört für die KG selbstverständlich, die Unterstützer hinter den Kulissen zu ehren.
Namentlich aufgerufen, wechselten auf der Bühne viele Orden den Besitzer. Unter ihnen auch Hans-Peter Schössler, dessen Einsatz im Verein einen hohen Stellenwert hat. Für ihn war es ein besonderer Auftritt, hatte er doch am 6. Februar seinen 70sten Geburtstag gefeiert. An diesem Abend erklang ihm zu Ehren aus allen Kehlen ein Geburtstagsständchen.
Tänze und Reden erfreuten das Publikum
Zwischenzeitlich wartete noch eine Obermöhn auf ihren Auftritt. Aus Kattenes war Ruth II. mit ihrem Gefolge – den Grazy Ladies – gekommen. Sie überraschte mit einer flotten Tanzshow „Charleston“, bei der auch Katteneser Männer eine Rolle spielten und die Damen tänzerisch unterstützten. Danach wirbelte die Showtanzgruppe des SVU Untermosel aus Kobern-Gondorf über die Bühne und zeigte „Mädchen gegen Jungs“ bei einer 90er Jahre Party. Nun betrat ein „bezahlter Schwätzer“ die närrischen Bretter. Uwe Buschbaum ist als Büttenredner aus dem Programm der KG nicht wegzudenken und hatte auch an diesem Abend die Lacher auf seiner Seite. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe „Starlight“ aus Hatzenport. In tollen Kostümen mit einer hervorragenden Choreografie tanzten und sangen sie Szenen aus dem Musical „Starlight Express“. Sie sind zwischen neun und sechszehn Jahre alt, bis auf eine Ausnahme alle weiblich, und werden seit zwei Jahren von Silvia Robisch trainiert. Seit den Sommerferien opferten sie viele Stunden, um zu diesem begeisternden Ergebnis zu kommen.
Zusätzlich unterstützt wurden sie von ihren Eltern, die ihre aufwendigen Kostüme fertigten. Die Idee dazu hatte ihre Trainerin, der sie in liebevoll gereimten Zeilen dankten. Die erste Rakete des Abends zollte ihrer Leistung Tribut. Aus Kobern-Gondorf war der Mosella Tanzverein gekommen und löste die „Starlights“ auf der Bühne mit ihrem Tanz „Römische Gladiatoren“ ab. Nach einem Vortrag der Hatzenporter Möhnen, wirbelte Nina Ludwig vom TSV Lehmen als Tanzmariechen über die Bühne. Bevor die Showtanzgruppe „Black & White“ aus Löf für Begeisterung sorgte, stieg Rochus Ibald in die Bütt und präsentierte sich als „ne Blödmann“. Zu den aktiven Gästen des Abends gehörte auch die Ki & Ka aus Kobern-Gondorf, die Stimmung machte mit einem „Gardetanz“, einem Showtanz unter dem Motto „Moskau“ und dem Männerballett, das „American Football“ tanzte.
Dreimal noch amüsierte sich die Narrenschar bei Vorträgen: Tobias Kranz spielte mit dem Ortsbürgermeister und der Obermöhn Quiz, die Hatzenporter Gruppe einen Sketch ohne Worte „Was im Kino so alles während des Films passiert“ und Peter Perkert und Christoph Streng alias Paul und Karl witzelten bei einem Thekengespräch. Die Stimmungsbombe kam zum Schluss und fachte die ausgelassene Stimmung noch einmal an. Als das Männerballett Hatzenport ihren russischen Tanz „Dschingis Khan“ aufführte, bebte die Narrhalla. Beim Finale gegen Mitternacht zeigten sich die Akteure noch einmal auf der Bühne und nahmen gerne den Applaus des Publikums entgegen.
EP
Die „Starlights“ aus Hatzenport präsentierten tolle Kostüme und eine hervorragende Choreografie bei Szenen aus dem Musical „Starlight Express“.
Artikel melden
Windpark für Bad Hönningen: Flächenpachtvertrag unterzeichnet
- Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Wie gut ist der Kreis Ahrweiler auf künftige Katastrophen vorbereitet?
- Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
Aktivierende Morgenwanderung rund um die Brauselay in Cochem 2026
- Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf
Freizeit ist Helferzeit
Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.
Weiterlesen
Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit
Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt
Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.
Weiterlesen
Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort
17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand
Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.
Weiterlesen
