Prinzenempfang im Rheinbacher Gewerbepark Nord
Karnevalsverrückte Firmenchefs lassen es so richtig krachen
Sieben erfolgreiche Unternehmer begeistern 1000 Gäste mit einem karnevalistischen Programm der Superlative
Rheinbach. Ein karnevalistisches Programm der Superlative erwartete an die 1000 geladene Gäste bei einer der hochkarätigsten Karnevalsveranstaltung im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Und die wurde nicht etwa von einer der renommierten Karnevalsgesellschaften ausgerichtet, sondern zum wiederholten Male von einem Kreis karnevalsverrückter Firmenchefs aus Rheinbach. Wenn auch der Name der Veranstaltung mit „Prinzenempfang“ für die Karnevalszeit nicht außergewöhnlich anmutete, freuten sich Eingeweihte dennoch schon Wochen davor auf ein außergewöhnliches Event. In der Halle der Firma Eigro Transportkälte im Rheinbacher Gewerbepark Nord 1 hatten die befreundeten Unternehmer aus diesem Gewerbegebiet ein zehnstündiges Karnevalsprogramm zusammengestellt, das wahrlich keine Wünsche offenließ. Dass man auch als erfolgreicher Unternehmer in der fünften Jahreszeit durchaus ein wenig jeck sein kann, stellten Norbert Berger (Berger Cars), Wilfried Eichen (Eigro Transportkälte), Mark Kellringer (Sedos GmbH), Wilfried Krings (Unternehmensgruppe Krings), Karl-Heinz Jansen (Jansen Haustechnik), Marco March (March Transporte) und Oliver Wolf (WoTec) einmal mehr mit ihrer Einladung an sämtliche Tollitäten aus Rheinbach, Meckenheim und Swisttal unter Beweis. Natürlich waren auch sämtliche Kernstadtvereine sowie unzählige Freunde und Gönner des Rheinbacher Karnevals mit von der Partie – und natürlich die wichtigsten Kunden der Veranstalter. Speisen und Getränke gab es kostenlos, doch zugleich wurde wie in jedem Jahr um eine Spende für einen guten Zweck gebeten.
Bühnenbilder des Rheinbacher Landsturms
Im Laufe des Nachmittags gaben sich in der rappelvollen Betriebshalle, deren Wände mit den Bühnenbildern des Rheinbacher Landsturms aus den vergangenen zwei Jahrzehnten überaus stimmungsvoll dekoriert waren, die Stars des Kölner Karnevals die Klinke in die Hand. Mittlerweile sei die Veranstaltung zu einer echten Profishow geworden, die aber auch an ihre Grenzen stoße, so die beiden Mitveranstalter Oliver Wolf und Michael Schneider. Schließlich sorgen an die tausend Gäste für eine Stimmung wie im Kölner Gürzenich. Und auch das Programm stand den Sitzungen im berühmten Domstadt-Saal erneut in nichts nach. So gab es gleich zwei Auftritte von Star-Trompeter Bruce Kapusta, und praktisch alle bekannten Karnevalsbands ließen es so richtig krachen. Die „Domstürmer“ ebenso wie die „Räuber“, die „Paveier“, „Cat Balou“ „Querbeat“ und die „Klüngelköpp“ versetzten das Publikum ein ums andere Mal in musikalische Verzückung, da wurde geschaukelt, gewippt, getanzt, geklatscht und gesungen bis zum Umfallen. Natürlich zeigten auch alle Tanzgruppen des Rheinbacher Stadtsoldatencorps ihr Können, ebenso die Showtanzgruppen zahlreicher Karnevalsgesellschaften der Region, allen voran die „Palm Beach Girls“ aus Palmersheim, die „Molly Pops“ aus Merzbach und die „Funken Rot-Weiß“ aus Kardorf.
Sämtliche Tollitäten standen auf der Bühne
Die gigantische Bühne war dennoch fast zu klein, als sich sämtliche Tollitäten aus Rheinbach und seinen Ortschaften, aus Meckenheim und aus Swisttal zum Höhepunkt der Veranstaltung, dem eigentlichen Prinzenempfang, dort gemeinsam einfanden. Moderator Peter Eich, dessen Durchhaltevermögen nur bewundert werden kann, gab allen „gekrönten Häuptern“ die Gelegenheit zu einer kurze Ansprache und verteilte gemeinsam mit seinen Adjutanten zahllose Orden. Natürlich wurden auch die zehn Veranstalter bei dieser Gelegenheit noch einmal gebührend gefeiert und mit den Tollitätenorden aller anwesenden Karnevalsgesellschaften ausgezeichnet.
Doch damit war noch lange nicht Schluss, die regional bekannten „Ahrtalente“ und die „Nippeser Bürgerwehr“ sorgten ihrerseits noch einmal dafür, dass das Stimmungslevel immer im rot-weißen Bereich blieb. Zum Abschluss rockte die Gruppe „Jack is Back“ noch einmal drei Stunden lang den Saal.
JOST
Moderator Peter Eich (links) ließ sich vom Frontmann der „Räuber“, Sven West, auf der Bühne gerne besingen. Foto: Volker Jost
