Kassandra entdeckt ihre eigene Kraft
Rhein-Lahn-Kreis. Zu einem Theaterabend mit dem Titel „Kassandra“ (nach der gleichnamigen Erzählung von Christa Wolf) lädt die Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises aus Anlass des Gedenktages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am Freitag, 25. November, ins Kreishaus ein. Der Eintritt ist frei. Die Gleichstellungsstelle beteiligt sich schon seit 2001 an diesem internationalen Gedenktag sowie an der von „terre des femmes“ initiierten bundesweiten Fahnenaktion „NEIN zu Gewalt an Frauen“, bei der an vielen Städten und Orten - und so auch am Kreishaus - eine speziell dafür entworfene Fahne gehisst wird. Der Gedenktag am 25. November geht zurück auf den Todestag der drei Schwestern Mirabal, die aufgrund ihres Kampfes gegen die Diktatur in ihrem Land vom Geheimdienst der Dominikanischen Republik verhaftet, gefoltert und ermordet wurden. Seitdem gilt ihr Widerstand auch als Symbol für die Frauenrechtsbewegung. In dem Theaterstück geht es um die behütete Königstochter Kassandra, die glaubt, glücklich zu sein, bis allmählich feine Risse das Bild des Königshauses fragwürdig erscheinen lassen. Was geht hinter den Fassaden der Macht vor sich? Wer ist der geliebte Vater, der König von Troja, wirklich? Kassandra wird hellhörig. Sie wird zur Seherin. Sie entdeckt die heimlichen Zurüstungen für den Krieg. Sie fragt, gerät in Opposition und Widerstand. Und sie erkennt sich selbst, erfährt ihre eigene Kraft und ihre eigene Stimme!
Ein zeitlos-aktuelles Stück
Das Theaterstück nach der berühmten Erzählung von Christa Wolf ist ein zeitlos-aktuelles Stück über die Entdeckung der eigenen Kraft, der Freiheit im Widerstand gegen Blendung und Betrug. Wo es gilt, sich auch der eigenen Kraft bewusst zu werden, ist diese autorisierte Bühnenfassung mit der Schauspielerin Cornelia Gutermann-Bauer (Regie: Günter Bauer) zum aktuellen Gedenktag ein ganz besonderer Beitrag.
Der Theaterabend mit dem Stück „Kassandra“ beginnt am Freitag, 25. November, um 19.30 Uhr in den großen Sitzungssaal des Kreishauses, Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems. Der Eintritt ist frei, um Anmeldungen wir gebeten. Weitere Informationen/Anmeldungen bei der Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises, Alice Berweiler-Kaufmann, Tel. (0 26 03) 9 72-2 85, E-Mail: gleichstellung@rhein-lahn.rlp.de.
Pressemitteilung
des Rhein-Lahn-Kreises
