Allgemeine Berichte | 13.11.2024, 11:50 Uhr

Geplante Fusion zu einer Pfarrei

Katholische Kirchengemeinden in Wachtberg und Meckenheim wollen weiter zusammenwachsen

Meckenheim/Wachtberg. Die katholische Pfarreiengemeinschaft Meckenheim und die katholische Pfarrgemeinde St. Marien in Wachtberg wollen zukünftig zu einer gemeinsamen Pfarrei fusionieren. Der Weg des Zusammenwachsens ermöglicht, alte Strukturen zu verbinden und gemeinsam in eine gestärkte Zukunft zu blicken. In den vergangenen Monaten hatten die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der Gemeinden in und um Wachtberg und Meckenheim für die Auflösung der bisherigen Strukturen sowie die Neuerrichtung einer einzigen Pfarrei zum 01. Januar 2026 gestimmt. Der Prozess des Zusammenwachsens ist bereits seit geraumer Zeit im Gange und wird unterstützend durch das Erzbistum Köln begleitet.

Derzeit existieren in Meckenheim und Wachtberg noch sechs Kirchengemeinden. Neben der Pfarrgemeinde St. Marien Wachtberg gibt es in Meckenheim die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer, in Merl die Pfarrgemeinde St. Michael, in Ersdorf-Altendorf St. Jakobus d. Ä., in Rheinbach-Wormersdorf St. Martin und St. Petrus in Lüftelberg. Als Pfarreiengemeinschaft sind die fünf Meckenheimer bzw. an Meckenheim angrenzenden Kirchengemeinden schon seit Längerem eng miteinander verbunden. Seit 2023 bilden sie zusammen mit St. Marien Wachtberg die Pastorale Einheit Meckenheim-Wachtberg.

In Anbetracht der gesellschaftlichen, ökonomischen und demographischen Entwicklungen ist die Zusammenlegung ein notwendiger Schritt. Pfarrer Michael Maxeiner, leitender Pfarrer der Pastoralen Einheit Meckenheim-Wachtberg, erklärte hierzu: „In unseren Seelsorgebereichen wird es zukünftig immer weniger Gläubige und weniger Mitarbeitende, weniger Ehrenamtliche sowie auch spürbar weniger Kirchensteuermittel geben. Wir müssen daher die Strukturen anpassen, damit wir einen zeitgemäßen Rahmen für eine zukunftssichere Seelsorge und Pastoral haben.“

Die Zusammenlegung folgt einem aktuellen Trend, der im gesamten Erzbistum Köln zu beobachten ist. Unter dem Leitgedanken #zusammenfinden hat das Erzbistum die bisherigen 178 Seelsorgebereiche zu 67 Pastoralen Einheiten zusammengeführt. Damit sollen die Herausforderungen der täglichen Seelsorge auch künftig wirkungsvoll angegangen werden.

Verwaltungsleiter Michael Hufschmidt hebt die Bedeutung dieses Schrittes hervor: „Dieser Schritt erfordert Mut und Offenheit: Pfarrer Maxeiner und ich sind dankbar für das Engagement und Vertrauen, mit dem die Gemeinden diesen Weg mit uns gehen.“

Auch die Gläubigen sehen die Fusion als wertvolle Chance. „Der Zusammenschluss ist eine

Herausforderung, aber auch eine Gelegenheit, gemeinsam stärker zu werden und das Gemeindeleben aktiver zu gestalten,“ betonen zwei Gemeindemitglieder. „Als Ehrenamtliche sehen wir, wie wichtig diese Veränderung ist, um nachhaltig und zukunftsfähig zu bleiben – ich freue mich, Teil dieser Entwicklung zu sein.“

In Meckenheim und Wachtberg setzt man daher jetzt schon auf die neue Struktur – sie soll den

Verwaltungsaufwand reduzieren, Synergien nutzbar machen und Seelsorge zukunftssicher aufstellen. Pfarrer Michael Maxeiner sieht den Prozess auf einem guten Weg: „Wir haben ein positives Votum aller Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte und haben daher Erzbischof Rainer Kardinal Woelki gebeten, die derzeitigen Strukturen zum 31.12.2025 aufzulösen und die neue Pfarrgemeinde mit dem Namen ‚St. Marien und St. Johannes der Täufer in Wachtberg-Meckenheim‘ zum 01.01.2026 zu errichten.“ Die Pfarrkirche der fusionierten Pfarrgemeinde wird St. Johannes der Täufer in Meckenheim werden.

In der zukünftigen Groß-Pfarrei gibt es 24 Kirchen und Kapellen, 8 Kindertagesstätten, viele weitere Einrichtungen und 146 Mitarbeiter für die ca. 17.900 Katholiken in Wachtberg und

Meckenheim. Pfarrer Maxeiner blickt optimistisch in die Zukunft: „Leben wir gemeinsam unseren Glauben an unseren Herrn Jesus Christus und leuchten so missionarisch in diese Welt, in die Ortschaften von Meckenheim, Wachtberg und Rheinbach-Wormersdorf hinein.“

Pressemitteilung Pastorale

Einheit Meckenheim-Wachtberg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image Anzeige
Zukunft trifft Tradition KW 34
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
50 Jahre Fahrschule Henneke
Titel-Anzeige
Empfohlene Artikel
9

Kreis Neuwied. Angebot: Kostenlose Beratung (gerne auch beim Hausbesuch) und Informationen zu gesundheitlichen Themen (Sturzprävention, Ernährung, Bewegung u. v. m.), Freizeitgestaltung, mögliche Hilfen die den Alltag erleichtern. Aber auch Gespräche zur Minderung von Einsamkeit im Alter.

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 21
80

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Rast mit Blick auf Ahrweiler und das Ahrtal
79

Sinzig. 20 Wanderfreunde des Sinziger Eifelvereins hatten sich unter Führung von Heike Klüh für Samstag, 29.08.2026 vorgenommen, durchs Hungertal oberhalb von Ahrweiler zu wandern. Zunächst ging es durch die historische Altstadt von Ahrweiler und am Kloster Calvarienberg vorbei zur Quarzkaul. Hier findet alljährlich das traditionelle Königsvogelschießen der Ahrweiler Schützengesellschaften statt.

Von Konrad Waßmann

Weiterlesen

Meilenstein beim Wiederaufbau in Walporzheim
620

Bei der Gewässerwiederherstellung zwischen Walporzheim und der Bunten Kuh ist ein weiterer wichtiger Umsetzungsschritt erreicht.

Meilenstein beim Wiederaufbau in Walporzheim

Nach Abschluss der vorbereitenden Untersuchungen und Abstimmungen haben in dieser Woche die Arbeiten zum Bau des Materialtransportwegs begonnen. Der Kreis Ahrweiler und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler haben die weiteren Schritte der Maßnahme eng miteinander abgestimmt. Alle Informationen und Hintergründe jetzt im RegioMAGAZIN lesen.

Weiterlesen