Neue Ausstellung von Hedda Knab in Altendorf
Katzen- und Landschaftsbilder begeisterten
Altendorf-Ersdorf. Regen Zuspruch erlebte die in Rheinbach lebende Künstlerin Hedda Knab anlässlich ihrer jüngsten Ausstellung am vergangenen Wochenende im Herrenhaus zu Altendorf-Ersdorf. Mehr als 60 Gemälde gaben dem fachkundigen Publikum einen guten Überblick über das künstlerische Schaffenswerk der vergangenen zwei Jahre. Dabei gab es direkt mehrere Auffälligkeiten, welche dem Betrachter ins Auge fielen. Zum einen die große Sympathie der Künstlerin für die Vierbeiner auf den Samtpfoten, die sich wie einer von mehreren roten Fäden durch die gesamte Ausstellung zog. So gab es ein farbenfrohes Porträt des Poppelsdorfer Schlosses und vor dem Schloss wartet natürlich eine Katze. „Miau“, so heißt ein Bild der Künstlerin und dort wartet eine Katze vor der Eingangstür darauf, dass diese sich öffnet und wahrscheinlich der zweibeinige Dosenöffner der Mieze zu Diensten ist. Die Trauer über den Verlust einer Katze sowie die Freude über einen zugelaufenen Kater, den hat Hedda Knab in dem Bild „Wunschkatze“ verarbeitet. Neben Katzen ist die Malerin aber auch von rothaarigen Frauen fasziniert, dies ein weiterer roter Faden der gesamten Ausstellung. Lange rote Haare, auch zu einem Knoten zusammen gebunden, in vielen Variationen. Dies alles gepaart mit einer Portion Reiselust ergab das größte Bild der Ausstellung mit dem Titel „La Parisienne“. Es zeigt nicht nur eine schöne Frau mit tiefroten Haaren, sondern auch mit einer kunstvoll geschnürten Korsage, welche nicht zufällig beim ersten Anblick direkt an den Eifelturm erinnert .„Was ich male, liebe ich“, so Hedda Knab bei der Begrüßung und diese Liebe zieht sich durch die gesamte, sehenswerte Ausstellung. Bereits als Kind wurde sie von der Malerei infiziert und der Berufsweg führte sie zunächst in die Verwaltung. Als Leiterin des Kulturamtes der Stadt Aidlingen in Baden-Württemberg lernte sie viele Künstler kennen, die ihr als Ratgeber und Vorbilder dienten. Nach dem Umzug ins Rheinland aus familiären Gründen malte sie weiter und hat nunmehr bereits seit vielen Jahren ihr festes Wochenende im Altendorfer Herrenhaus, wo sie ihre Werke ausstellt. Sie selbst sagt von sich, dass sie durch die Malerei die Menschen und die Welt nicht besser machen kann. Sie möchte jedoch die Gelegenheit nutzen, den Menschen etwas Positives und Schönes zu präsentieren und dadurch die zunehmende Hektik und Härte des Alltages für ein paar Augenblicke auszublenden. Dies ist ihr überaus gut gelungen, wie auch die vielen Besucher bei der Eröffnung zeigten. STF
