Allgemeine Berichte | 14.03.2025

Alte Ölheizung wurde durch neue Wärmepumpe ersetzt

Kein Heizöl mehr für das Bürgerhaus in Nitztal

(v.l.) Klimaschutzmanager Helge Lippert, Oberbürgermeister Dirk Meid und Ortsvorsteher Stefan Wagner. Foto: Jacqueline Blang/ Stadt Mayen

Mayen. Bereits im letzten Winter hatte die Ölheizung des Bürgerhauses wiederholt Probleme gemacht. Durch Reparaturarbeiten verschiedener Heizungsinstallateure konnte die Heizung zwar immer wieder in Betrieb genommen werden, aber in der Regel ließ der nächste Fehler nicht lange auf sich warten. Als sich die Situation zu Beginn der aktuellen Heizperiode verschärfte war klar, hier muss dringend gehandelt werden, ein Kompletttausch der Heizung ist unumgänglich.

Mit Blick auf den Klimaschutz war schnell klar, dass die Stadt Mayen die Havarie der Heizung nutzen wird um die Beheizung des Objektes zukünftig klimafreundlich und günstiger umzusetzen. Durch den Einbau einer neuen Wärmepumpe gelingt nun beides. Durch den Bezug von Ökostrom wird für die Beheizung des Objektes mit der Wärmepumpe nun kein CO2 mehr ausgestoßen. Durch den hohen Wirkungsgrad, den mittlerweile alle modernen Wärmepumpen auf dem Markt haben, fallen die Kosten für den Wärmepumpenstrom geringer aus als die Kosten für die Heizölbeschaffung. Für die Installation der Wärmepumpe waren in dem Altbau aus den 50er Jahren keine energetische Sanierung erforderlich, d.h. eine Dämmung von Fassade, Dach oder der Tausch der Fenster mussten nicht realisiert werden. Lediglich moderne effiziente Heizkörper sind erforderlich. Im Bürgerhaus Nitztal wurden jedoch bereits vor 2 Jahren die alten Heizkörper, welche am Ende der Lebensdauer angelangt waren, durch moderne Heizkörper getauscht. Diese Heizkörper sind, wie die meisten neueren Heizkörper, für die Beheizung mit einer Wärmepumpe geeignet, was sich in der aktuellen Situation als Glücksfall für die Stadt Mayen herausgestellt hat, da so keinerlei Umbauarbeiten erforderlich waren.

Dadurch, dass keine „Umfeldmaßnahmen“ erforderlich waren, lagen die Gesamtkosten für den Einbau der Wärmepumpe abzüglich einer Förderung von 35% auf gleicher Höhe, wie für den Einbau einer Neuen Ölheizung.

Den „Härtetest“ hat die Wärmepumpe bereits in Ihren ersten Tagen erfolgreich gemeistert. Denn auch im Februar, als an einigen sehr kalten Tagen Tiefstwerte von ca. -10°C gemessen wurden, schaffte es die Wärmepumpe, die Ende Januar in Betrieb ging, problemlos und effizient für angenehme Temperaturen im Gebäude zu sorgen.

Die Erfahrungen in Nitztal zeigen, dass die immer noch sehr häufig zu hörenden Aussagen „Eine Wärmepumpe funktioniert im Altbau nicht“ oder „eine Wärmepumpe ist im Altbau nicht wirtschaftlich“ nichtzutreffend sind. Neue Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen auch im Altbau mit Heizkörpern meistens eine Jahresarbeitszahl von ca. 4. Das bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom 4 Kilowattstunden Wärme gewonnen werden können. Bei einem Wärmepumpenstrompreis von 24 Cent pro kWh kostet die Kilowattstunde Wärme mit der Wärmepumpe nur 6 Cent. Bei Erdgas sind es bei einem sehr günstigen Tarif schon mindestens 10 Cent pro kWh. Für Heizöl gilt das Gleiche, hier kostet der Liter ca. 1 Euro und hat einen Energiegehalt von ca. 10 kWh. So dass auch dort die kWh 10 Cent kostet.

Bei einem Jahreswärmebedarf von 20.000kWh fallen für die Beheizung mit Öl oder Gas ca. 2.000 Euro Kosten an, für die Wärmepumpe ca. 1.200 Euro, wodurch sich in diesem Beispiel 800 Euro pro Jahr einsparen lassen. Außerdem entfallen noch die Kosten für den Schornsteinfeger. Die Wartungskosten von Wärmepumpe, Öl- oder Gasheizung liegen in vergleichbarer Höhe.

Das Beispiel am Bürgerhaus Nitztal zeigt, die Wärmepumpentechnik ist mittlerweile so ausgereift, dass Sie in nahezu jedem Objekt eingesetzt werden können. Durch die stark gestiegenen Preise für Erdgas und Heizöl ist der Kostenvorteil der Wärmepumpe im Betrieb in den letzten Jahren erheblich größer geworden. Da der Einbau einer Wärmepumpe aktuell mit mindestens 50% gefördert wird, ist der Eigenanteil der Kosten für eine Wärmepumpe mittlerweile vergleichbar hoch, wie die Kosten für eine neue Öl- oder Gasheizung.

Fazit

Durch bezahlbare Anschaffungskosten dank Förderung bei gleichzeitig hoher Effizienz im Betrieb, ist eine Wärmepumpe mittlerweile in den Gesamtkosten Öl- und Gasheizungen deutlich überlegen. Wenn ein Austausch der Heizung ansteht sollte daher die Installation einer Wärmepumpe immer in Betracht gezogen werden und im Zweifelsfall ein Energieberater hinzugezogen werden.

Helge Lippert

Stadtverwaltung Mayen

Klimaschutzmanager

Rathaus Rosengasse

Zimmer 414

Tel: (0 26 51) 88 15 03

Mail: Helge.Lippert@Mayen.de

Pressemitteilung Stadt Mayen

(v.l.) Klimaschutzmanager Helge Lippert, Oberbürgermeister Dirk Meid und Ortsvorsteher Stefan Wagner. Foto: Jacqueline Blang/ Stadt Mayen

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