Allgemeine Berichte | 12.12.2018, 14:07 Uhr

Arbeitskreis Naturnaher Schaugarten Wachtberg

Kein „Naturnaher Kreisel“ am Einkaufszentrum

Rasen, Schotterflächen und Pampasgras: Kein Lebensraum für Insekten auf dem Kreisel am Einkaufszentrum in Berkum. Privat
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Wachtberg. Enttäuschung beim Arbeitskreis Naturnahe Gärten Wachtberg: Der Kreisel am Einkaufszentrum in Berkum wird nicht naturnah umgestaltet.

20 000 Euro, viel Geld für ein Vorzeigeobjekt zur Förderung der Arten- und Insektenvielfalt. Zu viel, befand der Planungsausschuss der Gemeinde Wachtberg und lehnte den von der Verwaltung unter fachlicher Mitarbeit des Arbeitskreises Naturnahe Gärten Wachtberg vorgeschlagenen Entwurf mehrheitlich ab.

Damit entsteht an dieser Stelle keine Naturlandschaft aus gelbblühendem Ginster, heimischen Blühpflanzen und zentralem „Vulkan“,- phantasievolles Symbol für den vulkanischen Ursprung des Drachenfelser Ländchens.

Die Garten- und Naturfreunde des Arbeitskreises bedauern das, denn der „Blütenvulkan“ als zentraler Blickfang hätte täglich vielen Menschen im Vorbeifahren gezeigt, dass auch kleine Flächen optisch ansprechend natur- und insektenfreundlich gestaltet werden können.

Die naturnahe Umgestaltung des Kreisels stand neben weiteren Vorhaben auf der Agenda der Gemeinde Wachtberg, die vor ca. einem Jahr einstimmig von allen im Rat vertretenen Fraktionen den Auftrag erhielt, die ihr eigenen Grünflächen insektenfreundlich zu gestalten.

Das Schaugartenteam und viele weitere naturverbundene Wachtberger Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass die Politiker Wort halten und die Verwaltung in ihrem Bemühen unterstützen, Wachtbergs Gemeindeflächen natur- und insektenfreundlicher zu machen.

Auch in Wachtberg schwinden Natur und Artenvielfalt durch Flächenverbrauch. Dafür muss Ausgleich geschaffen werden.

Das Schaugartenteam weist darauf hin, dass die Gemeinde hierfür nicht unbedingt große Geldbeträge in die Hand nehmen muss: Effektiv wäre schon, übliche Pflege- und Aufräumarbeiten zu reduzieren, Unkraut- und Brachflächen als natürliche Lebens- und Rückzugsinseln wo immer möglich zuzulassen.

Jeder Einzelne kann der Natur leicht helfen. Terrasse, Balkon oder Garten bieten Raum für kleine naturnahe Schutzräume, die Kleintieren und Insekten das Überleben erleichtern.

Tipps dazu in der Broschüre „Der naturnahe Schaugarten Wachtberg“. Diese ist im Rathaus gegen einen Unkostenbeitrag erhältlich.

Rasen, Schotterflächen und Pampasgras: Kein Lebensraum für Insekten auf dem Kreisel am Einkaufszentrum in Berkum.Foto: Privat

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