Allgemeine Berichte | 14.07.2016

Weiteres Highlight der „Festspiele am Rheinblick“ in Bendorf

Kein gewöhnliches Sommermärchen

Das Schauspielensemble „Die Findlinge“ feiert mit „Shakespeare mittendrin“ am 12. August Premiere

Vor beeindruckender Kulisse erweckt das Schauspielensemble William Shakespeare zum Leben. Foto: Sascha Ditscher

Bendorf. Vor 400 Jahren starb William Shakespeare. Hinterlassen hat der Dichter und Dramatiker 38 Stücke, die bis heute die Welt erobern. 154 Sonette und fünf Gedichte gehen zusätzlich auf sein Konto. Eine Million Wörter seiner oftmals dramatischen Stücke sind von Shakespeare überliefert. Mehr als 1700 neue Wörter in der englischen Sprache sind auf ihn als Schöpfer zurückzuführen. Im Sommer 2016 gesellt sich ein weiteres Theaterstück dazu. Einziger Unterschied: Es stammt nicht aus Shakespeares Feder. Weshalb Shakespeare dennoch eine Rolle spielt? Die Antwort hat mit dem Kulturförderer aus Mainz zu tun: Der Kultursommer Rheinland-Pfalz feiert sein 25-jähriges Bestehen. Die Veranstalter der „Festspiele am Rheinblick“ haben sich daher gerne am landesweiten Kultursommer-Motto „Der Sommer unseres Vergnügens!“ orientiert. Das Shakespeare-Zitat vom „Winter des Missvergnügens“ wurde schlichtweg auf den Kopf gestellt. Schließlich wird in diesem Jahr auch das 100. Jubiläum des Dadaismus begangen. Die Verantwortlichen der Kultursommer-Initiative wünschten sich aus diesem Grund ein Programm mit viel Witz, Ulk, Scherz und Heiterkeit. Mit ihrem Stück leistet die Bendorfer Festspielreihe ihren Beitrag zum rheinland-pfälzischen Kultursommer.

Überraschungsgast aus der Vergangenheit

Das Stück: Sechs junge Bewohner einer illustren Wohngemeinschaft – allesamt Studenten – sitzen gesellig beisammen und spielen mit einem Ouija-Board, auch Hexenbrett genannt, als plötzlich der Gast aus dem Elisabethanischen Zeitalter mitten im Raume steht. Nachdem weder die Studenten noch der Meister selbst eine passende Erklärung für das Geschehene finden, scheint sich Will schon bald eingelebt zu haben. Der Mann mit dem Lippenbärtchen und der Halbglatze ist ein Dauerbrenner der Weltliteratur. Auf der Bühne mit Rheinblick sorgt seine Existenz für vorhersehbares Chaos. Autorin Silke Dutz hat das Theaterstück eigens für die „Festspiele am Rheinblick“ geschrieben. Dargeboten wird es vom Schauspielensemble „Die Findlinge“. Am Freitag, 12. August feiert das Stück Premiere. Weitere Aufführungen sind am Samstag, 13., Sonntag, 14., Samstag, 20., Freitag, 26., Sonntag, 28. August sowie am Freitag, 2. September. Regie führt Stefan Bau, die Regieassistenz hat Christiane Brühl inne. Bühnenbild und Kostüme stammen von Renate Steinkamp. Der Vorverkauf findet im Bendorfer Buchladen am Kaufland, im Berghotel „Rheinblick“ (Remystraße 79) statt sowie telefonisch unter Tel.: (0 26 22) 1 45 64, E-Mail: kulturforum-bendorf@t-online.de und unter www.kulturforum-bendorf.de.

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