Buntes Frühlingsfest rund um die DITIB-Moschee in Bendorf-Mülhofen
„Kermes“ – ein Fest für alle Bürger der Stadt
Bendorf-Mülhofen. „Kermes“ ist das türkische Wort für Veranstaltung, nicht zu verwechseln mit der deutschen Kirmes, wie das Kirchweihfest umgangssprachlich bezeichnet wird. Aber auch die Kermes der türkisch-islamischen Gemeinde am Pfingstwochenende in Mülhofen war so bunt und lustig wie auf einer Kirmes. Das dreitägige Frühlingsfest wartete mit einer Vielzahl an Überraschungen und Angeboten auf, darunter hübsche handgemachte Geschenkartikel der DITIB-Mädchengruppe und handwerkliche Arbeiten der Moschee. Eine üppig bestückte Tombola sorgte für Kurzweil und die Medardus-Grundschüler unterhielten die Besucher mit schönen Folkloredarbietungen.
„Damit wir so eine Veranstaltung einmal im Jahr verwirklichen können, bedarf es einer Menge Mühe und Unterstützung der Mitwirkenden. Bei den umfangreichen Vorbereitungen hilft die ganze Gemeinde mit, es gibt kaum eines der über hundert Gemeindemitglieder, das nicht zu einer erfolgreichen Gestaltung dieses Festes beigetragen hat,“ so Dilek Kilci von der DITIB-Frauengruppe zu BLICK aktuell. „Die Idee der Kermes ist in den 80er Jahren in der Türkei entstanden,“ erzählt Muhammed Erkan Zengin, Vorsitzender der aktiven Gemeinde der DITIB-Moschee. „Wir machen die Kermes nicht nur für uns, es ist ein Fest für alle Bürger der Stadt. Gut die Hälfte der Besucher sind deutsche Mitbürger, Nachbarn und Freunde“, betont Zengin.
Die Männer sind inzwischen damit beschäftigt, den großen Grill anzufachen, denn Fleischzubereitung am offenen Feuer ist – nicht nur in deutschen Familien – Männersache.
Döner und die leckeren Adana-Spieße sind die Renner bei der Kermes, wie die Grillmeister bestätigen. Die Frauen werkeln derweil eifrig an Teigwaren. Neben türkischer Pizza, genannt Lahmacun, und den bekannten Süßspeisen sind vor allem die gefüllten Weinblätter gefragt, die die Mitglieder des Moscheevereins auch alljährlich an ihrem Stand auf dem Bendorfer Weihnachtsmarkt anbieten. Alkohol sucht man auf der Kermes indes vergeblich, was bei einigen deutschen Besuchern zu Irritationen führte. „Zu einem geselligen Beieinandersein gehört nun mal ein Gläschen Wein“, kleidete es ein Gast scherzhaft in Worte. Aber auch bei einem Tee oder türkischem Mokka entfaltete sich ein reger Meinungsaustausch, nicht nur über Gott und die Welt. So bunt wie die Besucher, so vielfältig waren die Themen der Gespräche, dabei soll auch die eine oder andere Freundschaft geschlossen worden sein.
Döner und die leckeren Adana-Spieße – nicht nur in deutschen Familien ist das Grillen von Fleisch Männersache.
