Allgemeine Berichte | 30.11.2022

Kfd Rheinbach unterstützt Arbeit des Vereins Mädchenhaus

Eine großzügige Spende überreichte der Vorstand der kfd Rheinbach an Renate Hendricks (Verein Mädchenhaus). Foto: privat

Rheinbach. „In der Hochzeit der Pandemie suchten weniger Mädchen die Unterstützung des Mädchenhauses, weil sie keine Möglichkeit hatten, ihr familiäres Umfeld zu verlassen. Seit die Phase der Lockdowns vorbei ist, verzeichnen wir einen Ansturm“, berichtete Renate Hendricks, Vorsitzende des Vereins Mädchenhaus, in ihrem Vortrag vor der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) am 21. November in Rheinbach. Mit großer Freude und Dankbarkeit nahm sie anschließend die großzügige Spende der kfd-Frauen an.

Die Arbeit des Vereins beruht aktuell auf drei Projekten: Für die Mädchen: die Zuflucht als Mädchenhaus. Ein Straßenkinderprojekt für Mädchen und die Betreuung von Minderjährigen und jungen Frauen, die vergewaltigt worden sind.

In der Zuflucht werden Mädchen von 10 bis 18 Jahre für maximal drei Monate aufgenommen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Der Verein finanziert eine Lehrerin, die die Mädchen individuell unterrichtet. Schließlich ist es für einen Teil der Bewohnerinnen gefährlich, weiter in ihre bisherige Schule zu gehen. Daneben ermöglicht der Verein zusätzliche Therapieangebote und Freizeitaktivitäten, die seitens des Jugendamtes nicht finanziert werden. „Gleichwohl ist die Zuflucht nur eine Übergangsstätte, in der die Mädchen Ruhe finden sollen. Während ihres Aufenthaltes wird zugleich nach einer Lösung gesucht, wie es anschließend weitergeht“, so die Vorsitzende. Manche Mädchen würden in ihre Familie zurückkehren, wenn sich die Situation geändert habe und die Familie Unterstützung seitens des Jugendamtes annehme. Andere Mädchen finden eine dauerhafte Unterkunft in Heimen und Wohngruppen.

Mit dem Projekt „Steigbügel“ unterstützt der Verein in Bonn eine soziale Initiative, die versucht, Mädchen von der Straße zu holen. Hierfür unterstützt er finanziell die Arbeit von zwei Sozialarbeiterinnen, die den Mädchen sowohl alltägliche Angebote wie Körperpflege und Essen zukommen lassen als auch eine Pferdetherapie und Bildung ermöglichen. Renate Hendricks hob dabei hervor, dass es generell wichtig sei, zunächst Zutrauen zu den Mädchen und jungen Frauen aufzubauen. Erst dann könnten Therapien greifen und das Selbstwertgefühl der Mädchen wieder erfolgreich aufgebaut werden.

Im Zuge des dritten Projekts bietet der Verein jungen minderjährigen Frauen, die oft im Zuge einer Vergewaltigung schwanger geworden sind, Hilfe an: So finanziert der Verein eine Lehrkraft, der den jungen Frauen unterstützt einen Schulabschluss nachzuholen. Der Verein „Mädchenhaus Bonn“ ist überparteilich und überkonfessionell. Er finanziert seine Arbeit aus Spenden. Hilfesuchende Mädchen können sich unter der Notrufnummer 0228 9140000 an das Mädchenhaus wenden. Mehr Informationen unter https://www.maedchenhaus-bonn.de/.

Eine großzügige Spende überreichte der Vorstand der kfd Rheinbach an Renate Hendricks (Verein Mädchenhaus). Foto: privat

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