Allgemeine Berichte | 19.12.2016

Mobiles Sorgenbüro

Kinder empfinden häufiger Angst

Höhr-Grenzhausen. Wenn Kinder Sorgen haben, liegen die Ursachen besonders häufig in der Familie: Ob Eltern sich trennen oder nach der Scheidung über die Kontakte zu ihren Kindern streiten; wenn nahe Verwandte schwer krank werden oder sterben: stets leiden die Kinder unter dem Verlust von Nähe und Liebe. Probleme in der Familie werden von jedem zweiten Kind als Grund seiner Sorgen genannt. In den „Mobilen Sorgenbüros“ des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen haben die Kinder im Schuljahr 2015/2016 erheblich häufiger über Ängste geklagt als in den Vorjahren. In 15 Grundschulen der Verbandsgemeinden Montabaur, Höhr-Grenzhausen und Selters sind „Mobile Sorgenbüros“ in den Schulalltag integriert. Die Gespräche im „Mobilen Sorgenbüro“ werden angesichts komplexer Problemlagen intensiver und zeitaufwendiger, und es ist häufig nötig, dass die Fachkräfte des Kinderschutzbundes, Dipl.-Sozialarbeiterinnen, Dipl.-Sozialpädagoginnen und Dipl.-Pädagoginnen, auch mit anderen Beteiligten reden. Im Schuljahr 2015/2016 suchten 531 Kinder Rat und Hilfe in einem „Mobilen Sorgenbüro“; insgesamt wurden 2.269 Gespräche mit ihnen geführt. Besonders in den Sorgenbüros, die nur 14-tägig geöffnet werden, gibt es lange Wartezeiten für Kinder mit Problemen. Die fünf bis elf Jahre alten Kinder berichten in jedem zweiten Gespräch von Problemen in der Familie. Schulische oder ganz persönliche Probleme machen jeweils 26 Prozent der Nennungen aus. Bei immer mehr Kindern stellen die Mitarbeiterinnen auch Vernachlässigung fest, zum Beispiel in der Gesundheitsvorsorge. Das größte persönliche Problem der Kinder sind Ängste. Auslöser für Ängste sind zum Beispiel strittige Trennungen / Scheidungen und damit verbundene Umgangskonflikte, psychische Erkrankung eines Elternteils, chronische Erkrankungen in der Familie sowie Gewalterfahrung in der Familie. Mit 367 Nennungen haben Ängste inzwischen gestörtes Sozialverhalten als Problemursache überholt. Kinder mit gestörtem Sozialverhalten haben Schwierigkeiten, sich in ihre Klasse zu integrieren. Der Kinderschutzbund als Träger der „Mobilen Sorgenbüros“ plädiert angesichts der Ängste und der nach wie vor großen Sorgen um Trennung und Scheidung für die Einrichtung spezieller Trennungsgruppen. Insgesamt zeigt die Bilanz 2015/2016, dass die Sorgenbüros möglichst wöchentlich besetzt sein müssen. Nur so können die Gespräche in und außerhalb der Schule in der nötigen Intensität geführt werden, ohne andere Kinder abzuweisen. Die „Mobilen Sorgenbüros“ des Kinderschutzbundes werden weit überwiegend von den Schulträgern finanziert. Außerdem fließen Eigenmittel aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden in diese Arbeit, aber auch Zuwendungen des Landes und in geringem Umfang des Westerwaldkreises. Große Bereiche der Arbeit erledigen ehrenamtliche Mitarbeiter/innen des Kinderschutzbundes. Wer die Arbeit des Kinderschutzbundes unterstützen möchte, findet hier die Spendenkonten: www. kinderschutzbund-westerwald.de. Nähere Informationen: Deutscher Kinderschutzbund e.V., KV Westerwald / OV Höhr-Grenzhausen, Hermann-Geisen-Straße 44, Höhr-Grenzhausen, Tel. (0 26 24) 44 88, Fax. (0 26 24) 40 34. E-Mail: info@kinderschutzbund-westerwald.de; Internet: www.kinderschutzbund-westerwald.de.

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