Umbau und Erweiterung ev. integratives Familienzentrum Heimerzheim
Kinder stellen viele Fragen über die Arbeiten
Ausbau von zehn Plätzen für Kinder unter drei Jahren
Heimerzheim. Es wird fleißig gearbeitet im evangelischen integrativen Familienzentrum an der Schützenstraße. Fenster-, Holzfassaden- und Trockenbauer, Elektriker, Estrichleger und Schreiner sind tätig, denn zum Jahresende sollen die Umbau- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen sein. Über den Stand der Arbeiten informierten Pfarrerin Claudia Müller-Bück, Familienzentrumsleiterin Sabine Liebchen, Architekt Josef Axer und Dr. Lothar Kirschbauer vom Presbyterium Bürgermeister Eckhard Maack und seine Mitarbeiter Armin Wallraff und Udo Müllenborn.
An neuen Räumlichkeiten entstehen ein Mehrzweckraum 61,74 qm, ein Therapieraum 28,63 qm, sowie Neben- und Sanitärräume 51,50 qm.
Der Mehrzweckraum für Turnen, Vorträge und Elternabende wird mit einer Kletterwand, einer Sprossenwand und weiteren besonderen Bewegungsangeboten ausgestattet. „Der Mehrzweckraum verschafft uns außerdem zusätzliche Möglichkeiten für psychomotorische Angebote und Ergo-Therapien in unserer Tätigkeit als Familienzentrum“, sagten Pfarrerin Claudia Müller-Bück und Sabine Liebchen.
Daneben erfolgt der Umbau bisheriger Materialräume zu Wickelräumen, die mit elektrisch höhenverstellbaren Wickeltischen ausgestattet werden. Aus der ehemaligen „Turnhalle“ wurden zwei weitere Nebenräume geschaffen, die künftig als Schlafräume dienen. Die Gestaltung der Außenflächen mit einem weiteren behindertengerechten Zugang ist zum Frühjahr vorgesehen.
Das ev. Familienzentrum bietet Plätze für insgesamt 50 Kinder in drei Gruppen: - 20 Kinder in der Gruppenform I im Alter von zwei bis sechs Jahren, - 15 Kinder - davon fünf mit Sonderförderbedarf - im Alter von drei bis sechs Jahren in einer integrativen Gruppe, - 15 Kinder - davon fünf mit Sonderförderbedarf - im Alter von zwei bis vier Jahren in einer integrativen Gruppe.
„Unsere Kinder kommen mit den Bauarbeiten gut klar. Verschiedene Arbeiten, wie die Estricharbeiten, stoßen sogar auf reges Interesse der Kinder und lösen eine Menge Fragen aus“, sagte Sabine Liebchen, die sich auf den Abschluss der Arbeiten und die Einweihung im nächsten Jahr freut.
Die Gemeinde ist zwar Eigentümer des Gebäudes, konnte jedoch aufgrund der erst im Sommer inkraft getretenen Haushaltssatzung keine Bauaufträge vergeben. Die ev. Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung erklärte sich daraufhin bereit, die Bauherreneigenschaft zu übernehmen, um die Fertigstellung noch in diesem Jahr zu erreichen.
Die Baukosten sind mit 330.000 Euro veranschlagt. An Fördermitteln wurden 175.169 Euro und nochmals 24.831 Euro aus dem Sonderprogramm des Landes sowie freiwilligen Kreismitteln gewährt. Die restlichen Finanzierungsmittel sind im Haushalt der Gemeinde veranschlagt. Der Bürgermeister lobte den künftig zur Verfügung stehenden Anteil von zehn U-3-Plätzen im Familienzentrum Höhenring.
